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Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:27.06.05
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"Elektronica à la meditérana"

Manchmal kommen sie wieder. In diesem Fall kehrt eine Band zurück, die sich nach zwei Demos und einer EP, die im Death Metal angesiedelt waren, in Wohlgefallen aufgelöst hatte. Fast genau zehn Jahre später dachten sich die griechischen FUNERAL REVOLT, es wäre doch nicht schlecht es noch mal zu versuchen und bringen nun ihr erstes Full-Length-Album „The Perfect Sin“ heraus.

Stilistisch hat sich allerdings einiges in dieser Zeit getan. So tendieren die fünf Helenen inzwischen, wie scheinbar viele ihrer Landsleute, zu einem starken Elektronikanteil in ihrer ansonsten noch immer sehr vom Death beeinflussten Musik.
Generell wird eine beunruhigende, düstere Atmosphäre erzeugt, die auch mit dem ein oder anderen Wave- bzw. EBM-Element angereichert ist. Die Synthies werden dabei ganz schön ausgereizt, und es ist nicht nur überzeugend, was da das Trommelfell erreicht. Allerdings macht das immer wieder aufflammende Gitarreninferno einiges wieder gut. Der Sound erinnert bisweilen an die glorreicheren Tage von PARADISE LOST, wobei beim ersten Song nach dem sehr klinischen Intro auch etwas LAIBACH durchschimmert.
Überhaupt wird verschwenderisch mit verschiedensten Stilelementen um sich geworfen, was auch zu herrlich melancholisch-melodiösen Songs wie „Chapter Zero“ oder mit Technobeat unterlegten Krawallnummern wie „Pistol Silhouette“ führt.
Das herrlich verstörende “Mind Stitch“ könnte so auch von den EBM/Industrial-Helden :WUMPSCUT: stammen. Der Gesang wechselt dabei häufig von eher deathig zu elektronisch verzerrt und auch mal fast klarem Stimmchen und wieder zurück.

Der eigenwillige Stilmix der Band ist hier aber Segen und Fluch zugleich. Findet man einige Elemente überaus interessant, und gerade als auch dem Dark Wave-Bereich zugetaner Hörer erfrischend, kommt diese Mischung ebenso oft an die Grenze dessen, was an stilistischer Vielfalt erträglich ist. Das liegt wohl daran, dass diese nicht immer ideal zusammengefügt ist.
Dennoch gewinnt der Hörer dem Ganzen einiges ab, wenn man sich intensiv mit dem Album auseinandersetzt. Da kann in Zukunft noch besseres erwartet werden.

Um die gesamte Bandbreite zu erfassen, müsste man das ganze Album hören, aber mit „Six Was Nine“, „Battle Art“, „Chapter Zero“ und „Mind Stitch“ verschafft man sich einen guten Eindruck.


Trackliste:
01. Meta Data
02. Six Was Nine
03. Fear Formula
04. Battle Art
05. Chapter Zero
06. Pistol Silhouette
07. Mind Stitch
08. The Perfect Sin
09. We Maximize
10. But Not Forgotten


Marco Cardoso [Mr.Vandemar]
11.07.2005 | 13:57
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