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"Schwarze Schäfchen von der Insel" | ||||||||||||||||||
| In dieser Woche scheinen wir die Woche der Debüts zu feiern, denn auch die Engländer von FUNERAL THRONE beglücken uns mit einem solchen. „Nihil Sine Diabolvs“ ist also wie gesagt der Erstling der drei Schwarzmaler von der Insel und wäre ein ansehnliches Stück Teufelsmusik, stünde Drummer Athrial nicht mit seiner eigenen Taktvorgabe auf Kriegsfuß. An sich ist „Nihil Sine Diabolvs“ ein sehr ideenreiches und vor allem unterschwellig melodisches Black Metal Album. Schöne, treibende Melodien und vor allem die Unterstützung der Bassgitarre in Sachen Melodie statt Takt haben es mir ehrlich gesagt angetan, doch leider ist es immer wieder das Schlagzeug, dass dieses Album einige Schritte zurück wirft. Kaum sind glanzvolle Melodien und die kalte, hasserfüllte Stimme von Frontmann Saturnius erklungen, wird diese so geschaffene Atmosphäre leider durch absolut unregelmäßige Blastbeats zunichte gemacht. Zwar beginnen die Snare-Attacken jedes Mal für ca. zwei bis drei Sekunden vielversprechend, lassen jedoch immer wieder ungewollt in der Geschwindigkeit nach, so dass sich die Taktgeschwindigkeit Song für Song nach unten korrigiert. Ob der Mann an den Fellen bei den Aufnahmen einen schlechten Tag hatte… man weiß es nicht, denn komischerweise zeigt er im vierten - durchaus nicht langsameren - Song, „Black Revelations Of A Victorious Apocalypse“, dass er es plötzlich doch kann und hält mit wirklich winzigen Abstrichen durchgehend den Antrieb hoch. Auch über Breaks und Bridges kann man nicht meckern und endlich erleben wir eine runde Sache. Nun gut… Black Metal ist dreckig, oft schnell und vor allem elitär erhaben, von daher wird’s die Jungs einen Scheiß interessieren, ob Präzision nun eine Tugend ist… uns hingegen interessiert das sehr wohl. Rein musikalisch betrachtet will man nicht so recht drauf kommen, wer hier als Vorbild dient, denn sowohl die Paganfraktion, als auch so manche schwarzmetallische Wikingertruppe dürfte hier hergehalten haben, was die Sache angenehm durchwachsen und melodiös vielseitig macht. Im Kern bleiben FUNERAL THRONE natürlich dennoch dem Black Metal treu. „Nihil Sine Diabolvs“ ist ein ansehnlicher Erstling einer scheinbar strebsamen Band, die sich keinesfalls in ihre Kompositionen reinreden lassen sollte, denn hier passt größtenteils alles. Der Gesang ist nicht 100% eintönig und verliert sich an mancher Stelle auch mal in tieferen Gefilden oder Sprechpassagen. Besonders der Bass macht hintergründig melodiereich einen Großteil des Charmes der Inselsatanisten aus. Eine zweite Gitarre zwecks Unterstützung würde den Herren gar nicht einmal schlecht zu Gesicht stehen. Abstriche sind beim unregelmäßigen Drumming zu verzeichnen, aber bis zum nächsten Album weiß man daran sicherlich geübt und gearbeitet zu haben. Schöner Einstieg. | ||||||||||||||||||
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