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Interview mit Namtar von Furia
02.05.09
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.: CD-REVIEWS :: Furia - Płoń
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"Polen schlägt zurück!" | ||||||||||||||||||
| Ah, Pagan Records - Heim einiger Klassiker. So hat man gleich zu Beginn mit "Sventevith" von BEHEMOTH eines der bislang besten polnischen Alben heraus gebracht, die mit ernster Miene als Black Metal bezeichnet werden kann. Es folgen FORGOTTEN WOODS, LUX OCCULTAs Meilenstein "Dionysos"... und danach kam nicht mehr wirklich Ernst zu nehmendes. Bis heute zumindest [oder besser gesagt: natürlich, denn wieso glaubt ihr, dass ich so ein Tra-Ra um ein großteils unbekanntes Label mache?], denn seit einiger Zeit wirbelt eine Gruppe von vier Leuten jenseits der Oder bei Anhängern ungezügelt harschen Svartmetalls einiges an Ohrschmalz auf. FURIA erstaunten vorletztes Jahr mit ihrem Erstling "Martwa Polska Jesien" und nun gibt es - quasi als Appetizer für das nächste Opus - Nachschub in Form von "Płoń", einem musikalischen Monster von einer Mini-CD. Gerade einmal eine Viertelstunde braucht das Quartett, um ihre Ketten von der Anlage weg in Richtung Proband zu werfen, fest zu machen sowie scheinbar immer enger zu ziehen. Geboten werden Delikatessen aus dem Ikea-Shop, vorüberwiegend klirrend Schrilles, manchmal nimmt das Ganze aber auch norwegische, erhabend stampfende Ausmaße an, nur um dann - wie in "Ohydny Jestem" zum Beispiel - in Dramatik, Verzweiflung und Hass abzudriften. Dabei werden, wie schon angedeutet, geniale Momente nicht in homoöpathischen Dosen, sondern gleich kanisterweise abgeliefert: Oft variieren FURIA das Hauptthema mehrmals, rühren ein wenig Double-Bass-Gewitter ein oder legen über dem Ganzen eine hübsch singende Lead-Melodie. Für ausgedehntes Verweilen in atmosphärischen Mittelteilen ["Zgnije, nie odpowiem!"] oder martialischen Anfängen [Titelstück] lasst sich die Truppe erstaunlich viel Zeit, was "Płoń" allerdings eine ähnlich episch düstere Note gibt wie das Debüt - bei signifikant kürzeren Spielzeiten der Tracks als auch einer so auf besagtem Album nicht stattfindenden Art und Weise! Selbst in den Atempausen flirrt die Luft im Zimmer, in jedem Moment könnte die nächste Riff-Bombe platzen. Wann merkt man also allgemein, dass einem ein richtig gutes Stück Musik über den Weg gelaufen ist? Wenn die krassesten Gegensätze harmonisch miteinander verbunden werden, wenn das eigene Gedächtnis im Laufe des Alltags phasenweise Passagen "rezitiert", wenn sich so ein Ohrwurm nach dem anderen ins Hirn fräst und einen nicht mehr loslassen kann. Hier will man in der Tat Gefangener sein, denn FURIA bieten anstatt der Brot/Wasser-Kombination Honig, Milch und Wein - halt eben in Black Metal-Form. | ||||||||||||||||||
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