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Cover von Galaxy Space Man -- … But Heaven Is Clear
Band: Galaxy Space Man Homepage  Metalnews nach 'Galaxy Space Man' durchsuchenGalaxy Space Man
Album:… But Heaven Is Clear
Genre:Post Rock, Progressive
Label:Finaltune Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:27.09.13
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"Luft nach oben"

Die Zeiten haben sich eindeutig geändert. Man zuckt nicht mehr sofort zusammen, wenn einem einer was von einer neuen, geilen Rockband aus deutschen Landen erzählen will. Mittlerweile haben schon einige bewiesen, dass ihre Musik nicht per se Scheiße ist, nur weil sie aus dem Land der Dichter und Denker stammt. Auch GALAXY SPACE MAN aus Hamburg tappen mit ihrem Debüt „... But Heaven Is Clear“ nicht in die Klischeefalle, auch wenn sie durchaus noch Luft nach oben lassen.

Doch der Reihe nach: Wo der Bandname noch irgendwie etwas bemüht klingt, glaubt man, dem Cover schon anzusehen, dass man es hier mit einem in jedem Fall interessanten Album zu tun hat. Das akustische Intro „The Gloaming“ klingt mit seinem Folk-Flair zunächst etwas überraschend, macht aber auch neugierig auf mehr. Das anschließende „Queen Of Gold“ lässt dann schon mal etwas aufhorchen. In eine dräuende, mitunter leicht trippige Grundatmosphäre mischen sich immer wieder dezente, aber effektive Gitarrenausbrüche, die dem Song eine tolle Dynamik verleihen. Erwähnenswert hierbei, einfach weil heutzutage ziemlich unüblich, ist ein fast schon VAN HALEN-mäßiges Gitarrensolo, dass sich gegen Ende des Songs überraschend gut in eben jenen einfügt. Dennoch fehlt dem Song der letzte Kick, der aus einer netten, einer starke Nummer macht. Ein Problem, dass sich auch bei den folgenden Stücken leider fortsetzt. Grundsätzlich kreieren GALAXY SPACE MAN einen tollen und sehr interessanten Sound, der sich wohl am ehesten als Post Rock klassifizieren lässt und wegen dem allein man schon geneigt ist, sie zu mögen, allerdings sind die fünf Songs zwischen Intro und Outro selten wirklich zwingend. Starke Ideen blitzen immer wieder auf, aber irgendwie will es ihnen nicht so recht gelingen, daraus das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Bis, ja bis dann plötzlich „Harvest“ ertönt. Ein Song, nein ein Manifest, das mit einem massiven und hektischen Riff aus der GOJIRA-Schule direkt aufhorchen lässt und das doch noch den Beweis für die vorhandenen songschreiberischen Qualitäten der Norddeutschen liefert, den sie bis dahin größtenteils schuldig geblieben waren.

Ein nettes Intro, ein ebensolches Outro, eine Menge guter Ansätze und tatsächlich auch ein richtig starker Song, so liest sich die Bilanz von „... But Heaven Is Clear“. GALAXY SPACE MAN haben ein allemal interessantes, aber noch ausbaufähiges Debüt vorgelegt, dass für kommende Veröffentlichungen auf Großes hoffen lässt.

Trackliste:
01. The Gloaming
02. Queen Of Gold
03. Shores
04. Architecture
05. Enter The Void
06. Harvest
07. Dawn
Spielzeit: 00:42:49

Line-Up:
Mattia Zander - Vocals, Guitar
Till Nafe - Bass
Sven Sieg - Drums
Andreas Beck - Guitars
Timo Beisel [kaamos]
25.09.2013 | 02:02
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