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Cover von George Kollias -- Invictus
Band: George Kollias Homepage  Metalnews nach 'George Kollias' durchsuchenGeorge Kollias
Album:Invictus
Genre:Black/Death Metal, Death Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:22.05.15
CD kaufen:'George Kollias - Invictus' bei amazon.de kaufen
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"Unbezwungen?"

Nicht wenige dürften bei der Erwähnung des Namens George Kollias sofort an seine Hauptband NILE, aber eventuell auch noch an SICKENING HORROR, CEREBRUM oder NIGHTFALL denken. Nun hat der griechische Schlagzeuger – vor allen Dingen aufgrund der Bitte/Nachfrage von Fans – nicht lange gefackelt, es seinem NILE-Mitstreiter Karl Sanders nachgemacht und mit „Invictus“ ebenfalls ein Solo-Album aufgenommen.

Spannend an der Sache ist, dass Kollias natürlich nicht nur – in bewährt überragender Manier – das Drumming übernommen hat, sodass dies im Mix logischerweise sehr präsent ist, sondern auch für die Saiteninstrumente sowie den Gesang verantwortlich zeichnet. Zusätzlich hat sich Kollias noch Unterstützung in Form von einigen Gastbeiträgen [NILE, FIREWIND, ROTTING CHRIST] geholt. Das mit einem sehr stimmungsvollen Artwork ausgestattete „Invictus“ selbst ist dann schlichtweg gutklassig – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Warum? Dass Kollias einer der besten Schlagzeuger im Death-Metal-Bereich ist, dürfte nicht von der Hand zu weisen sein, und auch an den restlichen Instrumenten liefert er eine beachtliche Leistung ab [siehe z.B. das rasende „Aeons Of Burning Galaxies“]. Das macht aber noch lange kein Überfliegeralbum oder gar ein „Meisterwerk“, wie dies immer wieder gerne mal von Plattenfirmen angekündigt wird, aus. Dafür ähneln sich die Riffstrukturen und auch der Songaufbau auf Dauer zu sehr, um wirklich innovativ zu sein und eben genau für den nötigen Blick über den Tellerrand zu sorgen, den Kollias bei seinen anderen Bands vielleicht nicht ganz so verwirklichen kann – dieses gewisse Etwas, das wirklich genau „George Kollias“ und einen Solokünstler ausmacht. Viele der Riffs erinnern dabei gar nicht mal so oft wie im Vorfeld vermutet an die deutlich technischeren NILE [„The Passage“, „Treasures Of Nemesis“], sondern eher an Bands wie BEHEMOTH [„Shall Rise/Shall Be Dead“] oder auch HATE und ein bisschen ROTTING CHRIST [siehe „Voices“] – oft ein bisschen zu sehr, um eigene Akzente zu setzen. Spannender sind da schon die nahöstlichen Einflüsse und Intros [„Buried Under The Flames“], die dem Griechen gut zu Gesicht stehen und für Abwechslung sorgen, während man sich das etwas uninspiriert wirkende Keyboard-Interludium „Apocalypse“ problemlos hätte schenken können.

„Invictus“ ist grundsätzlich ein brauchbares Album von GEORGE KOLLIAS geworden, das man sich als Todesblei-Fan gut anhören kann und das auch keine wirklichen Durchhänger hat. Innovativ oder etwa zeitlos gut ist die Scheibe allerdings auch nicht, zumal keine wirklich neuen Akzente gesetzt werden, es – auf zugegeben hohem Niveau – etwas an Eigenständigkeit fehlt und zumindest ich nach der Ankündigung des Solo-Albums deutlich höhere Erwartungen an das Material hatte. Wer auf die obigen Bands steht und die Wartezeit bis zu den nächsten Alben von BEHEMOTH, HATE oder eben auch NILE verkürzen möchte, sollte „Invictus“ ruhig mal antesten und wird nicht enttäuscht sein, sollte aber auch keinen großen Aha-Effekt erwarten. An den herausragenden Fähigkeiten eines George Kollias, vor denen man getrost seinen Hut ziehen darf, ändert dies allerdings nichts. – Dennoch: Knappe 5 Punkte für „Invictus“.

Trackliste:
01. Echoes Of Divinity
02. Invictus
03. The Passage
04. Aeons Of Burning Galaxies
05. Shall Rise/Shall Be Dead
06. Voices
07. Treasures Of Nemesis
08. Apocalypse
09. Epitaph
10. Through Empty Eyes Of Light
11. Buried Under The Flames
Spielzeit: 00:54:58

Line-Up:
George Kollias – Alles
Alexander Eitner [soulsatzero]
15.05.2015 | 15:42
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