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Cover von Ghost -- Meliora
Band: Ghost Homepage  Metalnews nach 'Ghost' durchsuchenGhost
Album:Meliora
Genre:Hard Rock, Psychedelic, Retro Rock
Label:Spinefarm Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:21.08.15
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"Neuer Papst, neues Glück"

Kaum eine Band im hart rockenden Sektor hat in den letzten Jahre so für Furore gesorgt, wie die schwedischen GHOST. Unter ihren Fans befinden sich solch illustre Größen wie Charlie Benante (ANTHRAX), James Hetfield (METALLICA) oder Dave Grohl (FOO FIGHTERS), was ein Zeichen dafür ist, dass GHOST irgendeinen Nerv mit ihrer okkulten Mucke getroffen haben müssen. Und auch der Erfolg gibt ihnen recht, denn nicht nur in ihrem Heimatland Schweden oder in Deutschland wurden die Charts mit ihrem zweiten Album "Infestissumam" geknackt, sogar der amerikanische Markt hat sich für GHOST geöffnet. Das verwunderliche an GHOST ist ja auch, dass das grobe Konzept nicht neu ist, denn maskierte Bands gibt es mittlerweile jede Menge.

Vielleicht ist es das Händchen für gute Songs, das dafür sorgt, dass die Rock- und Metalfans GHOST aus der Hand fressen. Denn auf ihren bisherigen Werken befanden sich immer Songs, die sich sofort im Kopf festgesetzt haben und ständig die Hirnwindungen durchlaufen. Daher war es mit Sicherheit nicht leicht, die übermächtigen Werke "Opus Eponymous" und "Infestissumam" zu übertreffen. Wenn man das neue Album "Meliora" (latein für "besser") zum ersten Mal hört, kann man eine gewisse Ernüchterung nicht verheimlichen. Das Album ist kein zweites "Infestissumam" geworden, soviel ist sicher. Vielmehr geht die Band wieder mehr in den Hard-Rock-Sektor und huldigt Bands wie BLACK SABBATH und LED ZEPPELIN, der späte 60er und 70er Psychedelic-Rock ist größtenteils auf der Strecke geblieben und die Songs an sich sind nicht mehr so süß und eingängig wie auf den bisherigen Werken. Und genau hier liegt die Gefahr, die Fans vielleicht zu enttäuschen. Doch eins sollte man nicht machen, nämlich GHOST zu unterschätzen. Schon mit dem zweiten Durchlauf erkennt man die eigentliche Genialität der Scheibe. Spätestens wenn man sich Nummern wie "From The Pinnacle To The Pit", "Cirice", "Absolution", "Mummy Dust", "He Is" (der älteste Song auf dem Album) oder "Deus In Absentia" gibt, dann wird man erkennen, dass GHOST wieder einmal eine super Scheibe abgeliefert haben - auch wenn man musikalische Veränderungen durchgeführt bzw. ausgebaut hat. Der "neue" Sänger Papa Emeritus III passt sich stimmlich ganz hervorragend an die Musik an und es lässt sich feststellen, dass er so ganz anders agiert als seine beiden Vorgänger. Auch hier wurde demnach ein grober Schnitt gemacht und eine neue Ära eingeläutet, die mit Sicherheit noch lange, lange andauern wird. Nachdem Nick Raskulinecz (u.a. Produzent für EVANESCENCE oder STONE SOUR) das letzte Album mit einem coolen Retro-Sound versehen hat, sorgte Klas Ahlund eher für einen druckvollen, klaren und satten Sound, der ordentlich Laune macht.

GHOST beweisen mit "Meliora", dass sie sich in dem selbst gesetzten Umfeld und Genre nicht einzwängen lassen. Im Gegenteil, die Band klingt insgesamt mehr als stimmig und die Nameless Ghouls machen ihre Sache wieder einmal perfekt. Man sollte nicht den Fehler machen, das Album nach einem Hörgang kommentarlos stehen zu lassen. Es braucht vielleicht den ein oder anderen Durchlauf, doch die Platte zündet dann erst richtig und erweist sich als kurzweiliges, düsteres Biest.

Trackliste:
01. Spirit
02. From The Pinnacle To The Pit
03. Cirice
04. Spöksonat
05. He Is
06. Mummy Dust
07. Majesty
08. Devil Church
09. Absolution
10. Deus In Absentia
Spielzeit: 00:41:56

Line-Up:
Papa Emeritus III - Vocals
Nameless Ghoul - Lead Guitar
Nameless Ghoul - Rhythm Guitar
Nameless Ghoul - Bass
Nameless Ghoul - Keyboards
Nameless Ghoul - Drums
Ingo Nentwig [Pinhead]
14.08.2015 | 12:31
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