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Cover von Ghost -- Opus Eponymous
Band: Ghost bei MySpace.com Metalnews nach 'Ghost' durchsuchenGhost
Album:Opus Eponymous
Genre:Doom Metal, Pop, Psychedelic
Label:Rise Above Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:29.10.10
CD kaufen:'Ghost - Opus Eponymous' bei amazon.de kaufen
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"Die sechs ??? und der Pop-Satan!"

"Oh, da spielen wohl wieder ein paar Leute Karneval!", so mag die erste Reaktion etlicher Musikhörer auf GHOST lauten. Die samt und sonders anonym agierenden Mitglieder wollen, so die Essenz der Bandinformation, zwar Satan und das Ende der Welt nach Kräften musikalisch fördern, sich aber dabei nicht persönlich zu erkennen geben. Stattdessen wird fleißig das Vermummungsverbot missachtet, sich angemalt und das Pseudonym "???" geteilt.

Reichlich Anlass für Spott also, noch bevor man überhaupt einen einzigen Ton des halbstündigen Debüts "Opus Eponymous" gehört hat. Doch aufgepasst: wer zu erwachsen und vernünftig tut, verspielt damit nicht nur das Recht darauf, mit nacktem Oberkörper zu einem MANOWAR- oder AMON AMARTH-Song auf der Tanzfläche herumzuposen, was die Hühnerbrust hergibt – im Falle von GHOST entgeht einem dadurch auch ein ausgesprochen interessantes Album. Nach einem kurzen Keyboardintro namens "Deus Culpa" leitet eine knarzige Basslinie "Con Clavi, Clon Dio" ein, das einen als Rezensent gleich vor Kategorisierungsprobleme stellt. Pulsierender Rock mit viel [Orgel]Tastengas und beschwörend-poppigem Gesang über den Leibhaftigen macht den Hauptteil von GHOSTs Musik aus. Das eigentlich Ungewöhnliche daran sind nicht nur die zugleich schrulligen wie ungemein charmanten Keyboardsalven und hallgeschwängerten, melodischen Gitarrensoli über einer durchaus an den hypnotischen Minimalismus von NEU! erinnernden Rhythmusfraktion, sondern der geradezu unverschämte Pop-Appeal der ganzen Scheibe. Dieser speist sich vor allem aus dem einschmeichelnden Gesang und sorgt letztlich für ein ganzes Album voller teuflischer Ohrwürmer. Das diese außerdem ausgesprochen gekonnt und mit weit mehr Detailarbeit als notwendig zusammengeschneidert wurden, sollte ebenfalls nicht verschwiegen werden.

Ob der Plan von GHOST aufgeht, vor allem die Jugend mit ihrem satanischen Doom-Pop zu begeistern und auf die dunkle Seite zu ziehen, wird die Zeit zeigen. Zu wünschen wäre es, zumindest aus rein musikalischer Sicht. Denn die auf "Opus Eponymous" so schamlos zelebrierte Mischung aus ganz frühen JUDAS PRIEST, SATYRICONs "Now, Diabolical", NEU!, schmierigstem Pop und KING DIAMOND-Maskerade übt einen unheimlichen Reiz aus. Vorausgesetzt, man ist nicht zu erwachsen. Falls doch ist man, wie gesagt, selber schuld!

Trackliste:
01. Deus Culpa
02. Con Clavi Clon Dio
03. Ritual
04. Elizabeth
05. Stand By Him
06. Satan Prayer
07. Death Knell
08. Prime Mover
09. Genesis
Spielzeit: 00:34:48

Line-Up:
??? - Gitarre
??? - Bass
??? - Schlagzeug
??? - Keyboard
??? - Gesang
??? - Gesang
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 22.10.2010 | 20:15

Durchschnittliche Leserwertung: 6.0 / 7 Punkten

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Kommentar von: gurgelgurgler
Wertung: 6/7 | 20.06.2011 -- 18:10
gefällt mir sehr gut. ich hatte schon befürchtet dass ich eine eklig/schnulzige/gehauchte/ sehr zarte stimme zu hören bekomme. gottseidank ist dem nicht so. die stimme gefällt mir sogar sehr gut.
auf einem metalalbum muss also nicht immer geschrien werden.
sehr schöner retrosound, jedoch ausgezeichnete klangqualität.

Kommentar von: grim_rieper
Wertung: 6/7 | 22.12.2010 -- 22:14
Jaja, der Pop-Satan...man darf gespannt sein, ob die Herren es damit in die Radios der Welt schaffen. Coole wär's allemal =)
Ich bin mir nicht sicher, ob die kurze Spielzeit nicht sogar ein Vorteil ist, so kann man die Scheibe nämlich sofort noch mal am Stück hören...und früher waren ja viele Alben nur zwischen 30 und 40 Minuten lang. Was ja auch langt, wenn die denn gut genug sind =)
Kommentar von: Wisdom
Wertung: 6/7 | 26.10.2010 -- 19:12
Fuck off Pop Satan, der mix aus 70'er Metal & 5 Freunde kann einiges. Das Problem liegt nur in der Spielzeit von knapp 35 Minuten. Schade das der Spaß schon so schnell zu ende ist. Aber mal sehen was die Jungs live drauf haben. Gefallen mir auf jeden Fall viel besser als "The Devils Blood".
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