.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Mehr aus den Genres
CD Review: Cryonic Temple - Immortal

Cryonic Temple
Immortal


Heavy Metal, Power Metal
5.5 von 7 Punkten
"Wer will schon ewig leben...?"
CD Review: Bunker 66 - Screaming Rock Believers

Bunker 66
Screaming Rock Believers


Black/Thrash Metal, Heavy Metal
4 von 7 Punkten
"Party machen, Bier vernichten"
CD Review: Portrait - Crossroads

Portrait
Crossroads


Heavy Metal
5.5 von 7 Punkten
"Der Geisterstunde dritter Teil"
CD Review: Chrome Division - 3rd Round Knockout

Chrome Division
3rd Round Knockout


Hard Rock, Heavy Metal, Rock'n'Roll, Speed Rock
5 von 7 Punkten
"Bikerschlampen aus der Hölle, Teil 3"
CD Review: Christian Mistress - To Your Death

Christian Mistress
To Your Death


Heavy Metal, NwobHM, Retro Rock
6.5 von 7 Punkten
"Treu über den Tod hinaus"
CD Review: Dragonforce - Reaching Into Infinity

Dragonforce
Reaching Into Infinity


Power Metal
6 von 7 Punkten
"Buzz Lightyear ist stolz auf Euch!"
CD Review: Alestorm - No Grave But The Sea

Alestorm
No Grave But The Sea


Folk, Power Metal
5 von 7 Punkten
"Die See ist ein feucht-fröhliches Grab"
CD Review: Wednesday 13 - Condolences

Wednesday 13
Condolences


Horror Punk
6 von 7 Punkten
"Wednesday 13 kehrt zurück auf den Friedhof - aber alles andere als friedlich"
CD Review: Vesen - Rorschach

Vesen
Rorschach


Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Mehr Wahn wagen"
CD Review: Nocte Obducta - Totholz (Ein Raunen aus dem Klammwald)

Nocte Obducta
Totholz (Ein Raunen aus dem Klammwald)


Atmospheric Rock, Melodic Black Metal, Psychedelic
5 von 7 Punkten
""Die Ferne hat uns wieder / Ruft in Nebeln uns zum Moor""
Cover von Giant X -- I
Band:  Metalnews nach 'Giant X' durchsuchenGiant X
Album:I
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:SPV
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:18.01.13
CD kaufen:'Giant X - I' bei amazon.de kaufen
Share:

"Meister der Musik"

Chef-Freibeuter Rock ’n’ Rolf Kasparek hat wieder Blut geleckt: Nicht nur verspricht der Gentleman ein weiteres Album der reaktivierten RUNNING WILD, nein, der gute Mann hat offenbar derart viel kreative Energie übrig, dass er sich mit seinem langjährigen Songwriting-Kollegen Peter Jordan [ebenfalls RUNNING WILD] zusammen setzte und zwölf Songs für ein weiteres Projekt zimmerte. Selbiges hört auf den Namen GIANT X und soll – so tönten Musiker und Label zumindest im Vorfeld bei jeder sich bietenden Gelegenheit – gänzlich neue Facetten der beteiligten Musiker zum Vorschein bringen.

Mit dem GIANT X-Debüt stellt sich nun also die Frage, ob ein Musiker, der in den vergangenen 30 Jahren mit keinem anderen Projekt als RUNNING WILD ernsthaft in Erscheinung getreten ist, weit genug aus seiner Haut kann, um tatsächlich so frisch und innovativ zu klingen, wie im Vorfeld großspurig angekündigt. Die Antwort: Bedingt. Das muss aber auch absolut nichts schlechtes sein, denn schließlich schrieb Meister Rolf mit seiner Piratentruppe einst schwermetallene Hymnen für die Ewigkeit. Nach einem reichlich trashigen Intro, das auch direkt aus einem Horrorfilm der späten 50er stammen könnte, mutet das eröffnende „On A Blind Flight“ zwar noch wie eine B-Seite zu „Shadowmaker“ an, jedoch weiß bereits das folgende „Don’t Quit Till Tomorrow“ überaus angenehm an Alben wie „Gates To Purgatory“ und Songs wie „Prisoners Of Our Time“ zu erinnern. Überhaupt steckt in „I“ recht viel klassisches RUNNING WILD-Material, denn auch gelungene Nummern wie „Soulsurvivors“ und „R.O.C.K.“ verweisen sofort auf die glücklicheren Tage der Heavy Metal-Seeräuber. Dabei liegt der Grund, dass GIANT X ihr traditionsreiches Erbgut mitunter nur schwer verbergen können, gar nicht mal so sehr in der musikalischen Untermahlung: Nummern wie das mit satten Slidegitarren angereicherte „Badlands Blues“ oder auch das vergleichbare „Rough Ride“ wird es sicher nie auf einem Album der Hauptband des Frontmannes geben, allerdings scheint Herr Kasparek gesanglich wie textlich einfach derart limitiert zu sein, dass unter seiner Führung selbst Singer/Songwriter-Material nach „Under Jolly Roger“ klingen würde und so kippt selbst das elektronisch angehauchte „Now Or Never“ spätestens zum Refrain in Altbekanntes um. Allerdings darf das Schaffen von GIANT X nicht vorschnell als Epigone einer ehemals großartigen Band abgetan werden, denn „I“ birgt durchaus angenehme Überraschungen: So erschließt die Ballade „Nameless Heroes“ tatsächlich überaus erfolgreich neues Terrain, in den Rock ’n’ Roll-Stampfern „Go 4 It“ und „Let’s Dance“ betreiben die Beteiligten musikalische Ahnenforschung und das tonnenschwere „Friendly Fire“ klingt unwahrscheinlich modern und heavy – wo genau man von QUEEN und BILLY TALENT beeinflusst sein möchte, bleibt jedoch ein Rätsel. Was stört, ist die sterile Produktion, denn während der mächtige Gitarrensound ähnlich kraftvoll sägt wie auf „Shadowmaker“ ist das Klangbild insgesamt zu aufgeräumt und besonders der Drumsound – der Vorwurf ist altbekannt – klingt mehr nach Computer denn nach Schlagzeuger. Dennoch zeigt das Erstlingswerk von GIANT X, dass das Duo Jordan/Kasparek hier hörbar Spaß daran hatte, sich abseits ausgetretener Pfade auszutoben und auch wenn das letztendlich nicht ganz so innovativ ausfällt, wie angekündigt, ist aus „I“ doch ein gut gemachtes Metal-Album geworden.

„I“ bietet zwölf durchweg gut umgesetzte und angenehm treibende Hard Rock- und Heavy Metal Songs, die neben RUNNING WILD auch noch weitere Wurzeln der beteiligten Musiker offen legen. Dank erhöhter musikalischer Vielfalt ist das GIANT X-Debüt somit nicht nur eine Gelegenheit, Rock ’n’ Rolf von einer anderen Seite kennen zu lernen, sondern obendrein weitaus interessanter als das etwas blutleere „Shadowmaker“. Wie hieß es in einem von J.B.O. vertonten Werbespot zur fiktiven Compilation „Meister der Musik“? “Und RUNNING WILD spielen RUNNING WILD!“. Tja, nicht immer.

Trackliste:
01. The Rise Of The Giant X [Intro]
02. On A Blind Flight
03. Don't Quit Till Tomorrow
04. Badland Blues
05. Now Or Never
06. Nameless Heroes
07. Go 4 It
08. The Count
09. Rough Ride
10. Friendly Fire
11. Let's Dance
12. Soulsurvivors
13. R.O.C.K.
Spielzeit: 00:46:19

Line-Up:
Rolf Kasparek - Vocals, Guitar
Peter Jordan - Guitar
Thomas Meyns [Metalviech]
13.01.2013 | 15:49
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin