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Cover von Girlschool -- Legacy
Band: Girlschool Homepage  Metalnews nach 'Girlschool' durchsuchenGirlschool
Album:Legacy
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:Wacken Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.10.08
CD kaufen:'Girlschool - Legacy' bei amazon.de kaufen
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"Mischen immer noch vorne mit"

Metal gilt ja allgemein als ein Musik-Genre, welches eher durch männliche „Werte“ dominiert wird. Auf der anderen Seite kommen aber auch immer mehr Frauen auf den Geschmack des Heavy Metal. Seien es die Frontfrauen von Gothic Metal Bands, oder die Shouterin von ARCH ENEMY oder auch die Bassistin von SONIC SYNDICATE. Jetzt aber geht es um eine Band, die schon vor 30 Jahren bewiesen hat, dass Frauen gleich gut rocken können wie Männer. GIRLSCHOOL heißen die vier Damen und diese Formation wurde 1975 [!] gegründet und veröffentlicht jetzt ihr neuestes Album, „Legacy“, um sich selber noch einmal ein Denkmal zu setzen.

Los geht’s gleich mal mit dem rockigen Opener „Everything’s The Same“, auf dem man sogar noch die Percussions der verstorbenen Kelly Johnson hören kann. Sehr schöner Opener! Dann folgen insgesamt noch 14 Tracks, die alle richtig Laune machen und auch fast alle eine kleine Überraschung enthalten. So hört man zum Beispiel auf „Spend Spend Spend“ ein Gitarrensolo von J.J. French und auf „Don’t Talk To Me“ hören wir Lemmy [MOTÖRHEAD] nicht nur singen, sondern auch Bass und Triangel [!] spielen. Auch andere Metal-Größen wie Ronnie James Dio, Fast Eddie Clark und viele mehr geben sich und GIRLSCHOOL auf diesem Album die Ehre. Mit so viel Starbesetzung kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen, oder? Nein, das geht fast nicht. Mit 30 Jahren Erfahrung können die vier Hard Rockerinnen auch einfach gute Songs schreiben, die einem schnell ins Ohr gehen und zum Feiern einladen. Natürlich findet man hier keine sehr komplexen Songs, sondern erfrischend unkompliziert vorgetragene Rock-Nummern, die einfach Spaß machen. Ein absolutes Highlight auf der Platte ist der Track „Legend“, der alleine schon durch seinen Text zu überzeugen weiß. Auch das MOTÖRHEAD-Cover „Metropolis“ ist sehr gut gelungen. Mit 15 Songs kann man auch davon sprechen, dass man hier durchaus „value for money“ bekommt. Es gibt keinen wirklichen Ausfall auf der Scheibe, nur ist es so, dass diverse Songs mehr überzeugen und andere etwas weniger.

Es ist mir eigentlich ein Rätsel, dass die vier Damen in ihrer 30-jährigen Laufbahn nicht wesentlich bekannter geworden sind. Ihre Scheiben bieten immer fetzigen Rock ’n’ Roll, der auf jeder Party bzw. in jeder Bar sicher gut ankommen wird. Abgesehen davon beweisen die Damen auch, dass man niemals zu alt ist, um Rock ’n’ Roll zu hören und zu spielen. Lemmy sagte einst: „Rock ’n’ Roll has to be dangerous, or it ain’t Rock ’n’ Roll!“ Ich bin mir nicht sicher, wie gefährlich die Damen sind, aber ich geh mir jetzt die Scheibe noch einmal anhören und werde mich zumindest gefährlich fühlen!

Trackliste:
01. Everything’s The Same [feat. Kelly Johnson on percussion – ihre Asche]
02. From The Other Side
03. I Spy [Girlschool Mix]
04. Spend Spend Spend [feat. J.J. French – guitar solo]
05. Whole New World [feat. Neil Murray – Bass, Phil Campbell – lead guitar solo]
06. Just Another Day [feat. Phil Campbell – guitar solo]
07. Legend [feat. Neil Murray – Bass]
08. Still Waters
09. Metropolis [feat. Fast Eddie Clarke – guitar solo] [MOTÖRHEAD Cover]
10. Don’t Mess Around [feat. Eddie Ojeda – guitar solo]
11. Zeitgeist
12. Don’t Talk To Me [feat. Lemmy on vocals, bass und triangle]
Bonus Tracks:
13. I Spy [Dio/Iommi Mix; feat. Ronnie James Dio on vocals, Tony Iommi on lead guitar]
14. Emergency
15. London
Spielzeit: 00:50:04

Line-Up:
Kim McAuliffe – Rhythm Guitar, Vocals
Enid Williams – Bass, Vocals
Denise Dufort – Drums
Jackie Chambers – Lead Guitar
Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 13.11.2008 | 00:40

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