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Cover von Goat The Head -- Doppelgängers
Band: Goat The Head Homepage Goat The Head bei MySpace.com Metalnews nach 'Goat The Head' durchsuchenGoat The Head
Album:Doppelgängers
Genre:Death 'n Roll, Death Metal, Death/Thrash Metal
Label:Aftermath Music
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:10.09.10
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"Nüscht als Ziegen im Kopf..."

Nein, die Herren von GOAT THE HEAD sind nicht mit MILKING THE GOATMACHINE verwandt oder verschwägert, wenngleich die Norweger auch nicht unbedingt ein bierernstes Bandkonzept zu repräsentieren scheinen.

Darauf lassen nicht nur Bandname, Album- und Songtitel oder Cover-Artwork schließen, sondern vielmehr der Umstand, dass die Trondheimer Todestruppe ihren Stil sinnstiftend als „Contemporary Primal Cavemen Death Metal“ ins Rennen schickt, was sich aber als durchaus zutreffend und plausibel erweist:
Simpel-wuchtiger, aber ausgesprochen eingängiger Death Metal trifft hier auf Thrash Metal, verrührt mit reichlich Death'n'Roll, sparsamen Brutal Death-Einsprengseln [„The Hunt Is On“] und sogar etwas Prog-/Post Metal-Dissonanzen. Sänger Per röhrt dabei ebenso beeindruckend kehlig wie kraftvoll wie ein waidwunder Elch bzw. eine allzeit gewaltbereite Mischung aus Jan-Chris von den seligen GOREFEST, ANTiSEEN-Jeff und Tom von SODOM.
Die ersten Songs wie „Neolithic Rocket Science“, „Uncanny Valley Clan“ oder das durchgedrehte, fast STRAPPING YOUNG LAD-artige „This Tube Is The Gospel“ [mit komplett unerwarteten, weiblichen Gastvocals] bringen die Höhlenwände jedenfalls schon mal ordentlich zum Erbeben, bevor sich „Bestial Domestication“ nicht nur als unwiderstehlicher Banger, sondern auch als veritabler Ohrwurm entpuppt.
„Reveille“ thrasht und brüllt wild um sich, „Stirring...“ krawallt fast noisig unter seinem Doublebass-Deckmantel aus ungegerbten Fellen, „The Ubiquitous Cube“ ist erneut unwiderstehlich ballernder Death/Thrash und „Primal Caveman Death Metal“ genau das...
Die bewusst schlicht und nachvollziehbar gehaltenen bzw. simplifizierten Todesblei-Kompositionen der Ziegenköpfe sind dabei aber bei weitem nicht nur stumpfe Ballerei, sondern erweisen sich bei näherer Betrachtung als durchaus durchdacht. Den satten Sound besorgte den norwegischen Neanderthalern übrigens kein Geringerer als Tue Madsen, was die hier geschwungene Keule nur noch todbringender macht.

Durchaus kurzweilig, vielleicht nicht immer unbedingt zwingend, dafür aber konstant individuell bzw. eigen, ebenso respektlos wie humorvoll und damit sowieso die etwas andere Herangehensweise an ein längst stagnierendes, um nicht zu sagen: totes Genre wie Gevatter Death Metal.
Harhar! All Hail The Goat!

Trackliste:
01. Neolithic Rocket Science
02. Uncanny Valley Clan
03. This Tube Is The Gospel
04. Salt
05. Bestial Domestication
06. The Hunt Is On [Sexy Son]
07. Reveille
08. Stirring The Enigmatic Appetite
09. The Ubiquitous Cube
10. Primal Caveman Death Metal
Spielzeit: 00:33:45

Line-Up:
Per Spjøtvold - Vocals
Ketil Sæther - Guitars
Kenneth Kapstad - Drums
Trond Frønes - Bass

Dirk Konz [dkay] | 11.10.2010 | 22:30

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