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Album:Equilibrium
Genre:Modern Metal, Progressive, Thrash Metal
Label:Victory Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:30.03.12
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"Die Balance stimmt!"

Nachdem viele GOD FORBID anno 2009 bereits als leicht überdurchschnittliche Metalcore-Truppe abstempeln wollten, sind sie mit ihrem Album „Earthsblood“ wie ein Phönix aus der Mittelmaß-Asche aufgestiegen und haben ein Werk vor dem Herrn abgeliefert, das sie an die Spitze des amerikanischen, modernen Metals katapultiert haben. Wenn man sich mit dem neuen „Equilibrium“ auseinandersetzt, erwartet man in einem Review sicherlich haufenweise Vergleiche, wie und ob das Quintett ihre neu erlangte Position verteidigen und pipapo. Meine letzte und einzige GOD FORBID-Scheibe war allerdings die 2004er „Gone Forever“, dann habe ich die Kerle aus den Augen verloren und „Earthsblood“ bis heute nicht nachgeholt. Also setze ich mich mit „Equilibrium“ ohne nahezu jegliche Vergleiche auseinander und behandele die CD so, wie sie ist: Eine moderne Metal-CD mit Thrash-, Metalcore- und Progressive-Einschlag. Eine gnadenlos Gute dazu.

Dementsprechend zeigen zeigen sich die Amerikaner gleich zu Beginn von ihrer Schokoladenseite: Fette Breakdowns und Riffs mit MESHUGGAH-Einfluss leiten das Album mit „You Don´t Tell Me What To Dream“ prächtig ein, dazu die gewohnten Screams des Frontmanns Byron Davis. Erst beim stampfenden „My Rebirth“ setzt er sein großes Stimmorgan auch für die cleane Variante ein, in dem das verspielte Wesen an den Instrumenten zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal zum Vorschein kommt. Das darauffolgende „A Few Good Man“ zieht das Mid-Tempo deutlich an, um im Mittelteil sogar ein Black/Thrash-Inferno mit gnadenloser Double-Bass vom Stapel zu lassen. Mit dem vierten Track „Scraping The Walls“ schleicht sich der erste, ganz große Höhepunkt auf die Tracklist, der zunächst verhalten und höchstmelodisch beginnt, in ein Semiakustisches Intermezzo mit viel Dissonanz übergeht, einen coolen Pre-Chorus mit screamenden Byron abwirft, ehe sich der geilste Refrain des bisherigen Musikjahres opulent aufbaut: Heftige Blasts, unterschwellige Melodien an den Gitarren und ein cleaner Gesang in Höchstform, Gänsehaut garantiert! Der Song entwickelt sich immer weiter in Richtung Prog, verfällt in ausufernden Strukturen, nimmt das Tempo raus und mündet erneut in den großartigen Chorus mit zahlreichen, neuen Details inklusive Replay-Tasten-Vergewaltigung. „Conquer“ wiederum trumpft mit seinem Refrain nicht mehr so triumphal auf, stattdessen überzeugt Melodie-Führung und sein kraftvolles Solo im hinteren Teil des Liedes, bevor der gelungene Titeltrack „Equilibrium“ einen eher balladesken Anspruch für sich einnimmt und damit umso mehr als nächster Höhepunkt heraussticht.
Das folgende „Overcome“ macht nach so viel Gefühlsduselei keine Gefangenen und lässt durchscheinen, dass sich GOD FORBID immer mehr in Richtung einer melodischen Thrash-Metal-Band entwickeln. Der obligatorische Chorus fällt zwar wie gewohnt aus, jedoch setzen Keyboards neue Akzente und die Wah-Wah-Soli gefallen. Mit „Cornered“ bahnt sich das thrashigste Geschoss des Albums mit technischen Fähigkeiten und Detailverliebtheit seinen Weg in die Gehörgänge des Zuhörers und tritt ihm ordentlich den Arsch, sogar Gangshouts und semi-cleaner Gesang finden Platz. „This Is Who I Am“ folgt wieder dem weicheren Weg, baut semiakustische Passagen ein, gibt der cleanen Stimme mehr Platz und trotzdem bricht die unbändige Energie in aggressiven Momenten ohne Zurückhaltung über die Ohren ein. Langsamer aber nicht weniger intensiv präsentiert sich „Move On“, zu Beginn sogar mit gesprochenen und geflüsterten Vocals, verharrt fast durchgehend im gemäßigten Mid-Tempo und bekommt sogar vertrackte Leads ohne Probleme gebacken. Chamäleon Byron Davis beweist hier sein vielfältiges Organ erneut, Screams, Nuancen-artiger Gesang und emotional clean schafft er inzwischen prächtig ohne gezwungen zu wirken.. Im Instrumental „Awakening“ dürfen sich die Saitenhexer Doc Coyle und Matt Wicklung austoben, dann darf „Pages“ direkt mit Stakkato-Riffing und majestätischem Clean-Gesang loslegen, bei dem Melodie extra groß geschrieben wird. Rausschmeißer „Where We Come From“ kann musikalisch sogar durchaus wörtlich genommen werden, denn hier gibt es astreinen Metalcore mit Thrash-Attitüde, das natürlich noch immer gespickt ist mit feinen Einzelheiten.

Es klingt mit Sicherheit abgedroschen, aber: GOD FORBID beweisen auf „Equilibrium“ ihre Reife ohne den jugendlichen Enthusiasmus zu verlieren. Sie meistern mit Leichtigkeit die Balance zwischen Eingängigkeit und detailverliebten Kompositionen, spielen gekonnt mit der Laut/Leise-Dynamik und sorgen für massig Abwechslung. Dennoch vergisst man den Spaß an der Sache nicht, überraschende Wendungen, technisch aufwändige Instrumentalarbeit und durchdachte Songstrukturen machen die Scheibe zu einem Hochgenuss. Leider hält nicht jedes Lied das verdammt hohe Niveau und teilweise lässt man die Zielstrebigkeit vermissen, wer sich jedoch damit arrangieren kann bekommt ein fantastisches Album in den CD-Player.

Trackliste:
01. Don't Tell Me What to Dream
02. My Rebirth
03. A Few Good Men
04. Scraping the Walls
05. Conquer
06. Equilibrium
07. Overcome
08. Cornered
09. This Is Who We Are
10. Move On
11. Pages
12. Awakening
13. Where We Come From
Spielzeit: 00:55:07

Line-Up:
Byron Davis - Vocals
Doc Coyle - Guitars, Vocals
Matt Wicklund - Guitars
John Outcalt - Bass
Corey Pierce - Drums
Nico Carvalho [Champ]
27.03.2012 | 21:35
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