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Cover von Gojira -- Magma
Band: Gojira Homepage Gojira bei Facebook Metalnews nach 'Gojira' durchsuchenGojira
Album:Magma
Genre:Avantgarde, Heavy Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:17.06.16
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"Völlig losgelöst!"

Veränderungen tun manchmal gut, verdammt gut. Die schon seit längerer Zeit als verdammt heiße Aktie gehandelte französische Mannschaft von GOJIRA erlebte im Schaffungsprozess ihres mittlerweile sechsten Studiowerkes gleich mehrere, teils tief einschneidende Veränderungen. Die Duplantier-Brothers richteten sich im Schmelztiegel in New York City nicht nur ein brandneues Studio ein, sondern wagten gleich samt und sonders den Sprung über den großen Teich. Schwerwiegender war für das Bruderpaar jedoch sicherlich der Verlust ihrer Mutter, dessen Nachwirkungen Joe & Mario sowohl in die Lyrics, als auch die komplette Grundstimmung von „Magma“ miteinfließen ließen.

Dies bedeutet aber auch, dass GOJIRA in all ihrem nach wie vor vorhandenen Progressiv-Wahnsinn eine Spur zugänglicher geworden sind. Das liegt zum einen an der enorm weiterentwickelten Stimme von Joe Duplantier: Dieser Mix aus Gesang und Geschrei, die hypnotische Note, die oft dazu gemengt wurde und die akzentuierten Background-Chöre die dies hie und da noch dazu auf fetten, aber auch sein Bruder versteht es im Drum-Bereich vermehrt Akzente zu setzen. Weniger durch völlig vertrackte technische Spielereien, sondern ganz simpel durch ein deutliches Mehr an fettem, gar durchdringenden Groove. Irgendwie hausen die GOJIRA mit „Magma“ in ihrem selbstgesponnen Kokon, dem man höchstens in mach einem Moment ein wenig MESHUGGAH-Lastigkeit, bzw. die avantgardistische Note der Franko-Kanadier von VOIVOD zusprechen mag. Hart, hypnotisierend und zu einem gewissen Grad auch verdammt schräg, das sind GOJIRA noch immer, völlig faszinierend, dass man in diesem Kontext auch noch potentielle Ohrwürmer schreiben kann: Sowohl der Opener „The Shooting Star“, als auch weite Teile von „Stranded“ fallen unter diese Kategorie. Die wird der Titelsong nie im Leben erklimmen können, der wohl am meisten herausragende Beitrag inmitten dieser zehn Perlen, derart kreativ, verdammt hart, verdammt verrückt und verdammt nochmal begeisternd, in dieser Form, in dieser Art und Weise hat man GOJIRA noch nie gehört und das ist auch verdammt gut so.

Sicher mögen viele ob der mittlerweile abhanden gekommenen Death Metal-Einflüsse hier Ausverkauf schreien, wer seinen Metal aber gerne in möglichst verrückter, vertrackter und noch dazu hypnotisierender Art und Weise aufsaugen möchte und obendrein auf eine doch noch nachvollziehbare Eingängigkeit nicht verzichten mag, der dürfte „Magma“ zu einem seiner Highlights des hiesigen Jahres ernennen.

Trackliste:
1. The Shooting Star
2. Silvera
3. The Cell
4. Stranded
5. Yellow Stone
6. Magma
7. Pray
8. Only Pain
9. Low Lands
10. Liberation
Spielzeit: 00:43:56

Line-Up:
Jean-Michel Labadie Bass
Mario Duplantier Drums
Christian Andreu Guitars
Joe Duplantier Vocals, Guitars
Reinhold Reither [Reini]
21.06.2016 | 14:55
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