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Cover von Gojira -- The Way All Flesh Goes
Band: Gojira Homepage Gojira bei Facebook Metalnews nach 'Gojira' durchsuchenGojira
Album:The Way All Flesh Goes
Genre:Death Metal, Prog-Metal, Progressive
Label:Listenable Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:10.10.08
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"Das Quartett bleibt unkonform... und heavy!!"

Dass GOJIRA bis jetzt in einer ganz eigenen Liga spielten - irgendwo neben anderen Ausnahmebands wie etwa MESHUGGAH oder STRAPPING YOUNG LAD - dürfte mittlerweile bekannt sein. Dass sich das auch mit ihrem mittlerweile vierten Album nicht ändern wird, sei an dieser Stelle vorweg verraten – die entsprechend hohe Wertung müsste dies ja bereits angedeutet haben…

Das französische Quartett denkt nämlich nach wie vor nicht daran, in irgendeiner Weise konform zu klingen. Das beginnt schon bei den ersten Takten von „Orobous“ und zieht sich durch das ganze Album – „normal“ ist einfach nicht drin! Die Musik auf „The Way Of All Flesh“ ist nach wie vor progressiv und durchdacht, wirkt dabei aber zu keinem Zeitpunkt effektheischerisch oder gar bemüht technisch. Wenn man erst einmal seinen Kopf ausgeschaltet hat, sagt einem der Magen [optional auch der Nacken], dass das schon alles so seine Richtigkeit hat. Von der Instrumentalabteilung ertrommelt sich diesmal besonders Mario Duplantier den einen oder anderen Orden, sei es durch brutale Double-Bass-Attacken oder fast schon jazzige Rhythmen, wie etwa bei besagten Opener. Dass sich das Augenmerk so auf ihn richtet, dürfte allerdings auch an der massiven Produktion von Logan Mader [u.a. ex-SOULFLY, ex-MACHINE HEAD] liegen, der die Drums unerbittlich in den Vordergrund gemischt hat. Passt aber auch irgendwie zur Gigantomanie der Jungs, denn auf „The Way Of All Flesh“ – wie wohl der Titel schon vermuten lässt – geht es um’s Leben, mehr aber noch um den Tod. Dabei erschaffen GOJIRA wahre Monster, wie etwa das zehn-minütige „The Art Of Dying“ oder der abschließende Titeltrack. Ersteres hat auch wieder die von „The Link“ bekannten, exotischen Rhythmus-Einlagen - ein netter Brückenschlag zur Vergangenheit. Die Band ist allerdings nicht stehen geblieben, wie etwa „A Sight To Behold“ beweist, in dem sie mit elektronischen Effekten am Bass herum spielen und dabei bedrohlich nahe dem Industrial-Genre kommen. Hier siegt allerdings die Dreistigkeit, denn das Experiment ist geglückt!

Alles in allem scheint die Marschrichtung noch härter als beim Vorgänger „From Mars To Sirius“ zu sein – so genau lässt sich das aber nicht quantifizieren, denn nur wenige Bands schaffen es, so konstant heavy zu sein. Da nützt auch kein ruhiges Instrumental wie „The Silver Chord“ [in bester „Unicorn“-Tradition] – man hat ständig das Gefühl, dass hinter dem nächsten Riff-Gewitter ein noch tieferer Abgrund lauert. Der kommt dann für gewöhnlich auch. Versprochen.

Machen wir’s kurz: Für alle, die keine Scheuklappen tragen, und sich auch nicht an der durch und durch vorherrschenden Morbidität der Truppe stoßen, führt an „The Way Of All Flesh“ schlicht und ergreifend kein Weg vorbei. Warum aber dann nicht die Höchstwertung? Wie von mir bereits am Vorgänger – damals noch für die Konkurrenz – bekrittelt, fehlt auch auf ihrem vierten Album ein Über-Hit wie „Remembrance“. Und überhaupt: Wo soll denn die Reise hingehen, wenn man jetzt schon die 100% erreicht hat? Für eines der großartigsten Alben dieses Jahres hat es aber allemal gelangt…

Trackliste:
01. Orobous
02. Toxic Garbage Island
03. A Night To Behold
04. Yama's Messenges
05. The Silver Cord
06. All The Tears
07. Adoration For None
08. The Art Of Dying
09. Esoteric Surgery
10. Vamity
11. Wolf Down The Earth
12. The Way Of All Flesh
Spielzeit: 01:15:07

Line-Up:
Joseph Duplantier - Guitar/Vox
Christian Andreu - Guitar
Jean Michel - Bass
Mario Duplantier - Drums
Amadeus Mader [Ammosarier]
09.10.2008 | 18:18
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