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"Wirklich alles drauf - aber lieblos zusammengestellt!"
Cover von Gold -- Interbellum
Band: Gold Homepage  Metalnews nach 'Gold' durchsuchenGold
Album:Interbellum
Genre:Classic Rock, Hard Rock, Pop
Label:Ván Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:07.12.12
CD kaufen:'Gold - Interbellum' bei amazon.de kaufen
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"Es ist längst nicht alles Gold, was … GOLD heißt!"

Man muss es den Herrschaften von Ván Records ja schon lassen: sie hatten in den letzten Jahren einige Male den richtigen Riecher für neue, junge und aufstrebende Bands – vornehmlich aus dem Doom- und Retro Rock-Bereich – weshalb sie sich auch in Kennerkreisen schnell einen guten Namen gemacht haben und der eine oder andere Musikliebhaber bei sämtlichen Neuveröffentlichungen aus ihrem Hause blind zugreift. Als nächstes bringen Ván Records die niederländische [und unfassbar originell benannte] Formation GOLD mit ihrem Debütalbum „Interbellum“ an den Start.

Die Bandkonstellation von GOLD, die sich aus vier männlichen Musikern nebst Frontdame zusammensetzt, ist so oder ähnlich natürlich auch schon seit längerem erprobt [siehe THE DEVIL'S BLOOD, JEX THOTH oder BLOOD CEREMONY, um nur die namhaftesten zu nennen] und daher nicht wirklich aufsehenerregend. Wesentlich aufsehenerregender sind die neun auf dem Album enthaltenen Songs allerdings auch nicht. Dabei geht es mit dem Opener „One Of Us“ noch richtig gut los. Der Song ist ein herrlich groovender und ansteckender Rocker, bei dem das Zusammenspiel zwischen der Instrumentalfraktion und Sängerin Milena Eva sehr gut gelungen ist. Auch das mit einem unverschämt poppigen Refrain versehene „Antebellum“ ist eines der Albumhighlights, danach passiert aber bis zum mächtigen Rausschmeißer „Ruby“ nicht mehr sehr viel Aufregendes und mitunter fängt man sogar an, Milena Eva als Fremdkörper bei GOLD auszumachen. Dabei ist es mitnichten so, dass die Dame einen Beweis ihrer Sangesfähigkeiten schuldig bleiben würde, man kann sich nur hier und da des Eindrucks nicht erwehren, dass ihre Stimme schlicht und ergreifend nicht immer zu den entsprechenden Songs passt. Dazu kommt dann noch der Umstand, dass das Songmaterial mit Ausnahme der drei erwähnten Tracks stets nur zwischen „mittelprächtig“ und „ganz nett“ pendelt.

Die Instrumentalfraktion von GOLD kann mit einigen, vornehmlich von den 70ern inspirierten, hin und wieder aber auch die Hard Rock-Ecke der frühen 80er streifenden, Gitarrenmelodien auf ganzer Linie punkten und auch die Leistung von Sängerin Milena Eva kann sich einzeln betrachtet wirklich hören lassen, leider fügen sich die beiden Teile dann aber nicht so optimal zusammen, wie man sich das womöglich erhofft hätte. „Interbellum“ ist mit drei starken Songs und einigem Füllmaterial zwar noch deutlich von einem etwaigen Klassikerstatus entfernt, als Debütalbum kann es sich aber durchaus hören lassen.

Trackliste:
01. One Of Us
02. Antebellum
03. Love, The Magician
04. Gone Under
05. Dreams
06. North
07. Medicine Man
08. The Hunt
09. Ruby
Spielzeit: 00:39:06

Line-Up:
Milena Eva - Vocals
Thomas Sciarone - Guitars
Igor Wouters - Drums
Harm Haverman - Bass
Nick Polak - Guitars
Timo Beisel [kaamos]
30.11.2012 | 22:24
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