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Cover von Goldust -- Destroyer / Borderlines
Band: Goldust Homepage Goldust bei Facebook Metalnews nach 'Goldust' durchsuchenGoldust
Album:Destroyer / Borderlines
Genre:Alternative, Black/Death Metal, Hardcore
Label:Let it burn Records
Bewertung:3 von 7
CD kaufen:'Goldust - Destroyer / Borderlines' bei amazon.de kaufen
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"Durchschnitts-Hardcore mit Ambitionen"

Eine Prise psychedelische Ausnahmezustände und spontanes Über-den-Tellerrand-Schauen machen leider keine gute Hard’n’Heavy-Scheibe. Die Münsteraner GOLDUST bemühen sich um Hardcore-Individualismus und Exklusivität, scheitern in letzter Konsequenz aber an der musikalischen Umsetzung dieser sicher sehr hehren Bestrebungen.

Als beinharter Hardcore-Fan, der in Szene, Musik und dessen Inhalt wie Ideologie seinen Lebensinhalt findet, würde der hiesige Schreiberling sicher ohne Weiteres geneigt sein, der Platte mehr Lorbeeren zuzustecken als unbedingt nötig und nützlich für Anhänger, Konsumenten und Industrie. Man wäre ja nicht umsonst ein Mitglied der Familie, ein nahezu sozialistischer Genosse, egal ob funktionaljournalistisch oder als einfacher Trittbrettfahrer. Gerade die Untergründigsten der Gemeinde schmeißen ja bekanntermaßen geradezu mit Ovationen und Bestnoten um sich. Ein bisschen komisch ist das schon. Und eben aus gegebenem Anlass sollte man hier einfach das mehr als Offensichtliche zum Ausdruck bringen: GOLDUST machen mit „Destroyer / Borderlines“ im Grunde genommen rein gar nichts falsch, ja, es wäre verwunderlich, wenn die Band live nicht für wenigstens eine Stunde das Herz eines unterirdischen Clubs höher schlagen lassen könnte, aber auf Platte beweisen sie bestenfalls Durchschnitt. Die kleinen und auch leicht überbewerteten Nebenexkursionen und Marginalkreativitäten füllen einfach folgendes Loch nicht auf: Die Musik fesselt nicht, sie packt die Seele nicht bei den Eiern und Vieles wirkt schlicht und ergreifend stereotyp, fahrlässig [besonders der cleane Gesang und das Gitarrensolo auf „Control“ wirken einfach nur schülerband-like und stümperhaft dilettantisch] und irgendwoher geklaut, wenngleich der Stilmix im Großen und Ganzen zu überzeugen weiß.

Wer Langweile hat, von Old-School-Wahn oder modernem Metal- oder Deathcore die Schnauze voll hat, nichtsdestotrotz Lust verspürt auf zeitgemäßen Hardcore der etwas anderen Sorte, braucht sich nicht zu scheuen, die Combo zumindest einmal anzuchecken. Kostet heute ja bekanntermaßen nicht einen müden Cent.

Trackliste:
01. (D.T.T.D.)
02. White Nights
03. The Clawed One
04. To No Avail
05. Intentions
06. Awareness
07. Isolation
08. Acheron
09. Coldness
10. Control
11. Passage
12. Aenima


Line-Up:
Lars - Vocals
Chris - Guitar
Robert - Guitar
Christoph - Bass
Christoph - Drums


Markus Amadeus Sievers [Lester Bangt]
15.03.2010 | 22:12
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