.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Interviews mit Grantig
Reviews von Grantig
CD Review: Grantig - Medizin

Grantig
Medizin


Rock, Thrash Metal
6 von 7 Punkten
"Cowboys from Bavaria!"
Mehr aus den Genres
CD Review: Savatage - Handful Of Rain [Re-Release]

Savatage
Handful Of Rain [Re-Release]


Power Metal, Rock
Keine Wertung
"Das Chaoswerk"
CD Review: Steve Hackett - Wild Orchids

Steve Hackett
Wild Orchids


Alternative, Progressive, Rock
Keine Wertung
"Klassik trifft "Rock""
CD Review: Stonegard - From Dusk Till Doom

Stonegard
From Dusk Till Doom


Melodic Death Metal, Rock, Thrash Metal
4.5 von 7 Punkten
"Stilmisch, Stilmasch"
CD Review: Three - The End Is Begun

Three
The End Is Begun


Progressive, Rock
5.5 von 7 Punkten
"Ein schillernder Diamant"
CD Review: Sorts - Half A Person [Single]

Sorts
Half A Person [Single]


Black Metal, Rock
Keine Wertung
"Geschlechtliche Gleichberechtigung"
CD Review: Minsk - The Crash And The Draw

Minsk
The Crash And The Draw


Sludge
5.5 von 7 Punkten
"Im Geiste von NEUROSIS"
CD Review: Revel In Flesh - Death Kult Legions

Revel In Flesh
Death Kult Legions


Death Metal
6 von 7 Punkten
"Schwäbische Todeswalze"
CD Review: Centinex - Redeeming The Filth

Centinex
Redeeming The Filth


Death Metal
3 von 7 Punkten
"Schwedischer Einheitsbrei"
CD Review: Blues Pills - Live

Blues Pills
Live


Retro Rock, Rock'n'Roll
Keine Wertung
"Das Sahnehäubchen"
CD Review: Katatonia - Sanctitude

Katatonia
Sanctitude


Dark Metal, Rock
6.5 von 7 Punkten
"Gänsehaut ohne Ende!"
Cover von Grantig -- So Muss Es Sein
Band: Grantig Homepage Grantig bei MySpace.com Metalnews nach 'Grantig' durchsuchenGrantig
Album:So Muss Es Sein
Genre:Rock
Label:Drakkar
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:01.02.08
CD kaufen:'Grantig - So Muss Es Sein' bei amazon.de kaufen
Share:

"Anspruchsvoll trotz übler Laune"

Das hier ist doch mal eine geile Karriere: 2005 noch die Demo "So Muss Es Sein" rausgehauen, kommt nun drei Jahre später das gleichnamige Debütalbum unter keinem anderen Label als Drakkar / SonyBMG raus. Kann das überhaupt mit legalen Dingen zurecht gegangen sein? Fest steht zumindest, dass in Zeiten zunehmender Mutlosigkeit von Vertriebsseite urplötzlich vier Typen aus Norddeutschland - was ich zumindest dem starken Akzent des Sängers zu entnehmen glaube - 12 urprimitive und tatsächlich programmatisch grantige Rocksongs nun richtig geil abgemischt und mit allem drum und dran unters Volk bringen können, und sich dabei vermutlich wohl wie Sau fühlen.

Denn GRANTIG bedeutet nicht nur, dass man zum Lachen in den Keller geht und unter 5 Whiskeys gar nicht auf die Idee kommen würde, irgendwas produktives anzustellen. Paradoxerweise trifft man auch auf eine lebensunlustige Extrovertiertheit, da man ohnehin schon dabei ist, auch anderen Menschen was von dem Gram abzugeben. Musikalisch heißt das, dass hier auf eine ganz und gar schmucklose Art und Weise versucht wurde, eine komplette Platte mit einzig und allein zwei melodischen Spuren runterzuschrubben, nämlich dem Gesang und der Gitarrenarbeit. Was im Normalfall aber weit über die Fähigkeiten einer Band hinausgeht, und auch alten Veteranen wie MACBETH auf Albumlänge schon ein paar Glieder gebrochen hat, funktioniert hier aber erschreckend gut. Klar kennt sich auch Klampfer Jonas Windwehr mit Power Chords und Quartsprüngen aus, ist sich aber auch durchaus bewusst, wie geil die Musik wird, wenn der mächtig druckvolle Hochtöner plötzlich in einem wilden Anfall ungezügelter Bluesschemata, Terzen und andere metaluntypische Intervallte rauspökelt. Gerade in Songs wie "Reflexion" oder "Totentanz" funktioniert das absolut gottgleich, wenn eine einzelne Gitarre, die obendrein nur am Midtemporiffen ist, plötzlich wilde Akkordlandschaften offenbart, die man so höchstens von nem Keyboarder erwartet hätte.
Dementsprechend überrascht die minimalistische Instrumentierung mit einer sehr vielfältigen Musik und bekommt durch Sänger Jonathan Schmid, mit besagtem charakterstarken Akzent, noch den letzten Stempel aufgedrückt. Textlich und gesanglich geht man äußert gekonnt mit den Möglichkeiten um, und da dank der wenigen Spuren auch alles in den Vordergrund gemischt werden kann, ist die Unmittelbarkeit sehr eindrucksvoll.

Wer Fan von rifflastigem Rock und einer allgegenwärtigen Unlustigkeit ist, sollte hier definitiv zuschlagen. Die Band am Anfang ihrer Karriere klingt, als hätte sie schon mindestens fünfzehn Alben auf dem Buckel, und geben sich daher auf "So Muss Es Sein" so gut wie keine Blöße. Außerdem stelle ich mir das komponieren mit diesen minimalistischen Mitteln in Kombination mit dem definitiv wahnsinnig Perfektionsanspruch ziemlich mühevoll vor, weswegen wohl die nächsten zwei bis drei Jahre bis zum kommenden Album vergehen werden. Daher: Sorgt dafür dass GRANTIG bei Drakkar bleiben können!

Trackliste:
01. Der König
02. Jeder Kann Es Schaffen
03. So Muss Es Sein
04. Reflexion
05. Der Fremde
06. Sodom und Gomorrha
07. Zwischenspiel
08. Wir haben nichts dazugelernt
09. Leichtsinn
10. Schutt und Asche
11. Totentanz
12. Immer Wieder
Spielzeit: 00:42:30

Line-Up:
Jonathan Schmid - Gesang, Gitarre
Jonas Windwehr - Gitarre
Alex Negret - Bass
Jan Vogelbacher - Schlagzeug
Frederik Pankalla [Fell]
25.01.2008 | 18:08
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin