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News zu Grantig
Grantig - Umbesetzung + Tour
19.01.10
19.01.10
Grantig - Zweiter Vorgeschmack
20.04.09
20.04.09
Grantig - Posten Titeltrack
15.03.09
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Grantig - Grüße aus'm Studio
13.02.09
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Interviews mit Grantig
Reviews von Grantig
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"Keine Angst vor schönen Melodien"
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"Anspruchsvoll trotz übler Laune" | ||||||||||||||||||
| Das hier ist doch mal eine geile Karriere: 2005 noch die Demo "So Muss Es Sein" rausgehauen, kommt nun drei Jahre später das gleichnamige Debütalbum unter keinem anderen Label als Drakkar / SonyBMG raus. Kann das überhaupt mit legalen Dingen zurecht gegangen sein? Fest steht zumindest, dass in Zeiten zunehmender Mutlosigkeit von Vertriebsseite urplötzlich vier Typen aus Norddeutschland - was ich zumindest dem starken Akzent des Sängers zu entnehmen glaube - 12 urprimitive und tatsächlich programmatisch grantige Rocksongs nun richtig geil abgemischt und mit allem drum und dran unters Volk bringen können, und sich dabei vermutlich wohl wie Sau fühlen. Denn GRANTIG bedeutet nicht nur, dass man zum Lachen in den Keller geht und unter 5 Whiskeys gar nicht auf die Idee kommen würde, irgendwas produktives anzustellen. Paradoxerweise trifft man auch auf eine lebensunlustige Extrovertiertheit, da man ohnehin schon dabei ist, auch anderen Menschen was von dem Gram abzugeben. Musikalisch heißt das, dass hier auf eine ganz und gar schmucklose Art und Weise versucht wurde, eine komplette Platte mit einzig und allein zwei melodischen Spuren runterzuschrubben, nämlich dem Gesang und der Gitarrenarbeit. Was im Normalfall aber weit über die Fähigkeiten einer Band hinausgeht, und auch alten Veteranen wie MACBETH auf Albumlänge schon ein paar Glieder gebrochen hat, funktioniert hier aber erschreckend gut. Klar kennt sich auch Klampfer Jonas Windwehr mit Power Chords und Quartsprüngen aus, ist sich aber auch durchaus bewusst, wie geil die Musik wird, wenn der mächtig druckvolle Hochtöner plötzlich in einem wilden Anfall ungezügelter Bluesschemata, Terzen und andere metaluntypische Intervallte rauspökelt. Gerade in Songs wie "Reflexion" oder "Totentanz" funktioniert das absolut gottgleich, wenn eine einzelne Gitarre, die obendrein nur am Midtemporiffen ist, plötzlich wilde Akkordlandschaften offenbart, die man so höchstens von nem Keyboarder erwartet hätte. Dementsprechend überrascht die minimalistische Instrumentierung mit einer sehr vielfältigen Musik und bekommt durch Sänger Jonathan Schmid, mit besagtem charakterstarken Akzent, noch den letzten Stempel aufgedrückt. Textlich und gesanglich geht man äußert gekonnt mit den Möglichkeiten um, und da dank der wenigen Spuren auch alles in den Vordergrund gemischt werden kann, ist die Unmittelbarkeit sehr eindrucksvoll. Wer Fan von rifflastigem Rock und einer allgegenwärtigen Unlustigkeit ist, sollte hier definitiv zuschlagen. Die Band am Anfang ihrer Karriere klingt, als hätte sie schon mindestens fünfzehn Alben auf dem Buckel, und geben sich daher auf "So Muss Es Sein" so gut wie keine Blöße. Außerdem stelle ich mir das komponieren mit diesen minimalistischen Mitteln in Kombination mit dem definitiv wahnsinnig Perfektionsanspruch ziemlich mühevoll vor, weswegen wohl die nächsten zwei bis drei Jahre bis zum kommenden Album vergehen werden. Daher: Sorgt dafür dass GRANTIG bei Drakkar bleiben können! | ||||||||||||||||||
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