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Band: Grave Digger Homepage Grave Digger bei Facebook Metalnews nach 'Grave Digger' durchsuchenGrave Digger
Album:Clash Of The Gods
Genre:Heavy Metal, Teutonic Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:31.08.12
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"Öfter mal was Neues"

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und da ist es schön, wenn es Institutionen wie GRAVE DIGGER gibt, die diese Eigenschaft unterstützen: Pünktlich zwei Jahre nach der letzten Platte kredenzen die Herren um die kauzige Frontröhre Chris Boltendahl mit „Clash Of The Gods“ gleich ihre nächste Scheibe, der bereits vor wenigen Wochen die EP „Home At Last“ vorausgeschickt wurde.

Die Regelmäßigkeit der Veröffentlichungen ist im Falle von „Clash Of The Gods“ allerdings auch die einzige Konstante, auf die man sich verlassen darf, denn ansonsten hat man im Hause GRAVE DIGGER etliche Veränderungen vorgenommen: Anstelle von ollen Schotten oder Kreuzrittern bestimmen diesmal die Göttersagen des antiken Griechenlands die thematische Ausrichtung des Albums und das hat man bei den Mannen aus Gladbeck bisher noch nicht gehört. Auch kannte man ein Intro wie „Charon“, das komplett auf Deutsch vorgetragen wird, bisher noch nicht von GRAVE DIGGER und dabei hätte es auch gerne bleiben dürfen, denn so findet „Clash Of The Gods“ den schlimmsten Einstieg, den je ein Album der Band zu bieten hatte. Die Versöhnung folgt allerdings sogleich mit den ersten Tönen von „God Of Terror“, denn hier ist typisches GRAVE DIGGER-Riffing mit beneidenswert knackigem Gitarrensound zu hören. Auch hier wird das gewohnte Muster jedoch auf interessante Art und Weise modifiziert, denn im Mittelteil gibt’s zunächst ein psychedelisches Keyboard-Solo und hinterher noch ein offensichtliches DEEP PURPLE-Zitat – nicht schlecht! Auch in „Hell Dog“ werden dem altbekannten GRAVE DIGGER-Sound mit BLIND GUARDIAN-mäßigen Wah-Eskapaden neue Elemente hinzugefügt, in „Medusa“ bietet Bandkopf Boltendahl zunächst eine Form des cleanen Gesangs, die man so auch eher selten von ihm hört und zwischendrin gibt’s noch einen Sprechpart in Christopher Lee-Manier. Ein großer Pluspunkt von „Clash Of The Gods“ ist also das hohe Maß an Abwechslung, denn die Truppe lotet hier etliche neue Facetten ihres Sounds aus und zeigt sich so oftmals von einer neuen Seite. Weil das allerdings hin und wieder mal etwas befremdlich sein kann, erschließt sich diese Platte nicht ganz so schnell wie ihre beiden Vorgänger: Dass im Titeltrack zunächst die Lyra und nicht der Dudelsack erklingt, muss von langjährigen Fans erstmal verdaut werden und wenngleich sowohl „Death Angel And The Grave Digger“ als auch „Walls Of Sorrow“ altbekanntes Riffing auffahren, werden hier etliche neue Elemente eingebunden, was im Hinblick auf den seichten Refrain der letztgenannten Nummer nicht immer passen will. Gleiches gilt für „Call Of The Sirens“, das sich zunächst als epische Nummer im Stile von „Twilight Of The Gods“ präsentiert, im Mittelteil dann aber ein äußerst unpassendes Intermezzo im Spinett-Sound unterbringt. Letztendlich ist „Clash Of The Gods“ ein grundsolides Album, das nicht selten eindeutig nach GRAVE DIGGER klingt und mit vielen neuen Elementen zeigt, dass der Truppe noch lange nicht die Puste ausgegangen ist, allerdings verhindert die hohe Verspieltheit beim Songwriting eine wirklich klare Linie, was den Zugang zu dieser Platte merklich erschwert.

Natürlich ist es schön, dass GRAVE DIGGER auch nach über 30 Jahre im Geschäft nicht auf der Stelle treten und so ist auch „Clash Of The Gods“ ein Album, das Fans der Truppe viel Freude machen wird. Weil aber aufgrund der neuen Experimentierfreudigkeit von Boltendahl und Co. der rote Faden etwas schwer ersichtlich ist, fällt dieses Album etwas hinter seinen beiden überragenden Vorgängern zurück.

Trackliste:
01. Charon
02. God Of Terror
03. Hell Dog
04. Medusa
05. Clash Of The Gods
06. Death Angel & The Grave Digger
07. Walls Of Sorrow
08. Call Of The Sirens
09. Warriors Revenge
10. With The Wind
11. Home At Last
Spielzeit: 00:45:06

Line-Up:
Chris Boltendahl - Vocals
Axel Ritt - Guitar
Jens Becker - Bass
Stefan Arnold - Drums
Hans Peter Katzenburg - Keyboard
Thomas Meyns [Metalviech]
24.08.2012 | 12:27
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