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Cover von Graveborne -- Through The Window Of The Night
Band: Graveborne Homepage Graveborne bei Facebook Metalnews nach 'Graveborne' durchsuchenGraveborne
Album:Through The Window Of The Night
Genre:Black Metal
Label:Séance Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:20.01.14
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"The 90s strike again!"

Es mag sein, dass ich mich täusche, aber ich glaube, ich habe bis lang noch nie ein Album einer finnischen Black Metal Band für Metalnews rezensiert. Eigentlich ein Skandal, wenn man bedenkt, was für wichtige Bands aus dem Land der tausend Seen kommen – man denke allein an die stilprägenden BEHERIT und IMPALED NAZARENE. Aber gut, diese Sachen ändert sich mit heutigen Datum, denn einige wilde Finnen aus Helsinki haben sich zur schwarzmetallischen Horde namens GRAVEBORNE zusammengeschlossen und veröffentlichen am 20. Januar ihr zweites Album, das sie auf den Namen „Through The Window Of The Night“ getauft haben. Ein kultiges Schwarz-Weiß-Cover hat die Scheibe auch noch zu bieten und zumindest zwei Songtitel sind in Finnisch gehalten – was soll da noch schiefgehen?

Nun ja, nichts! Gut, GRAVEBORNE klingen jetzt nicht typisch „finnisch“, falls es so einen Sound überhaupt geben sollte. Stattdessen konzentrieren sie sich auf klassischen und traditionellen Black Metal der 90er Jahre und spielen diesen mit ordentlichem Enthusiasmus. Die Band selbst gibt an von Bands wie IMMORTAL, MARDUK, DARK FUNERAL und DAWN inspiriert zu sein und jawohl, das ist nicht ganz unrealistisch [gleichzeitig könnte man natürlich auch noch Bands wie LORD BELIAL und so weiter nennen]. Diese Bands zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie trotz eines aggressiven und vorwärtspreschenden Sounds die Melodien nie ganz vergessen haben und ähnlich sieht es auch bei GRAVEBORNE aus [siehe z.B. den Song „Tiesi Päähän“]. Dabei ist man aber natürlich längst nicht so symphonisch wie EMPEROR oder Konsorten, sondern bleibt dem Rock’n’Roll treu und somit kann man auch den Einfluss von Abbath und seinen Mannen erkennen. Große Sperenzchen oder Experimente wagt man dabei nicht, sondern lässt es lieber ordentlich knallen und evoziert den Spirit der 90er in dem die Metal-Welt [scheinbar] noch in Ordnung war. Offensichtlich hat man sich dabei gerade beim Songwriting viel Mühe gegeben, denn die Songs bewältigen den Spagat zwischen Aggression und Eingängigkeit erstaunlich gut. Riffs schreiben können die Herren und die Tatsache, dass der Hauptsongwriter und Bandleader [Pentele] der Drummer ist, führt dazu, dass gerade die Drums wirklich gut in Szene gesetzt werden. GRAVEBORNE haben zusätzlich noch den Vorteil – auch wenn dies etwas Authentizität kostet -, dass die Produktion sehr druckvoll ausgefallen ist und dem Hörgenuss nicht im Wege steht [gut, die Basslinien sind jetzt nicht unbedingt im Vordergrund, aber ihr wisst ja, Black Metal!].

Die Frage, warum man noch 90er Jahre Black Metal im Jahre 2014 braucht, können trotz des wirklich schmissigen Riffings und der rockenden Musik aber auch GRAVEBORNE nicht wirklich beantworten. Das, was sie machen, machen sie wirklich gut, aber sie werden trotzdem vor dem Problem stehen, dass einige Fans lieber zu den klassischen Alben greifen, als sich mit einer neuen Band auseinanderzusetzen. Das ist auch ein wenig schade, denn ganz ehrlich, GRAVEBORNE ist sicher nicht die schlechteste Band, um den Black Metal der 90er kennen zu lernen. Wer auf solche Mucke steht und nicht genug davon kriegen kann [so wie ich], der sollte sich das Teil holen!

Trackliste:
01. Burn the City of God
02. Tiesi Päähän
03. Root of Evil
04. Misericordia
05. Into the Abyss
06. In the End I Find My Beginning
07. Pyhää Verta
08. Todkrieg
09. Men Behind the Sun
Spielzeit: 00:35:43

Line-Up:
Blood-Baptist - Bass
Raato - Gesang
Pentele - Drums
Marchosias - Gitarre
Horkka - Gitarre
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
13.01.2014 | 22:14
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