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Cover von Graveyard --  Innocence & Decadence
Band: Graveyard Homepage  Metalnews nach 'Graveyard' durchsuchenGraveyard
Album: Innocence & Decadence
Genre:Blues / Bluesrock, Retro Rock, Rock
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:25.09.15
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"Schweden-Blues vom Feinsten"

Drei Jahre nach dem letzten Output „Lights Out“ kommen die schwedischen Psychadelic/Blues – Retrorocker mit neuem Zeug aus dem Quark. Man verzog sich, zusammen mit den Produzenten Janne Hansson und Johan Lindström, in die Stockholmer Atlantis Studios. Die Dinge nahmen ihren Lauf und „Innocence & Decadence“ sollte das neue Baby von Joakim Nilsson und Co. heißen.

GRAVEYARD stehen nicht umsonst an der Spitze der Vintage Rock Bewegung, wenn man es einfach mal so nennen kann. Was auch immer man erwarten konnte oder sollte, wurde erfüllt. „Innocence & Decadence“ ist ein starkes Album geworden und stellt den Vorgänger „Lights Out“ dezent in den Schatten. Die Schweden, verstärkt durch die Rückkehr von Original-Mitglied Truls Mörck, nunmehr als Mann für die vier Saiten und hier und dort auch für den Gesang zuständig, ziehen anno 2015 alle Register ihres Könnens und das gleich zu Beginn. „Magnetic Shunk“ überzeugt durch unglaubliche Vielfalt, haufenweise Tempowechsel und mit einem mehr als dezenten Hauch LED ZEPPELIN. Man bedient sich bei alten Klassikern, was ja nicht unbedingt schlimm ist, denn in diesem Falle kauft man GRAVEYARD das spielend ab. Sei es der charmante DIRE STRAITS-Touch von „The Apple And The Tree“ oder wenn beim starken und DOORS-lastigen „Can’t Walk Out“ der Jim Morrison durchkommt. Nicht zu vergessen „From A Hole In The Wall“, hier kommen die britischen Altrocker von THE WHO, oder zumindest deren Stilelemente, zum Zuge. Ganz stark allerdings haben GRAVEYARD die Bluesnummern „Exit 97“ und besonders „Far Too Close“ hinbekommen. Zwar müssen wir auch mit ein paar unspektakulären aber keinesfalls schlechten Nummern wie „Too Much Is Not Enough“ und „Head-Hearted“ leben, aber aufgrund des überzeugenden Gesamtbildes ist dies durchaus zu verschmerzen.

Dazu noch ein ungewöhnliches, aber durchaus nicht uninteressantes buntes Artwork, fertig ist die Sache. GRAVEYARD gelingt es, sich selbst treu zu bleiben und mit überwiegend starken Songs [Fremdeinflüsse hin oder her] und einer angenehmen, weichen Produktion zu punkten. Kann man nicht meckern, ein insgesamt gesehen sehr cooles Album.


Trackliste:
01. Magnetic Shunk
02. The Apple And The Tree
03. Exit 97
04. Never Theirs To Sell
05. Can't Walk Out
06. Too Much Is Not Enough
07. From A Hole In The Wall
08. Cause & Defect
09. Hard-Headed
10. Far Too Close
11. Stay For A Song
Spielzeit: 00:42:38

Line-Up:
Joakim Nilsson - Vocals, Guitar
Truls Mörck - Bass
Axel Sjöberg - Drums
Jonatan Ramm – Guitar
Frank Wilkens [Fränky]
20.09.2015 | 12:52
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