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Cover von Graveyard -- Hisingen Blues
Band: Graveyard bei MySpace.com Metalnews nach 'Graveyard' durchsuchenGraveyard
Album:Hisingen Blues
Genre:Rock
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:25.03.11
Share:

"Schweißporen auf Hochtouren"

Der momentan wieder etwas abgeflachte Hype um THE DEVIL'S BLOOD hat einer weiteren Hand voll Bands zu mehr oder weniger überfälliger Aufmerksamkeit verholfen. Der Markt schreit nach neu verpackter Vergangenheit, auch wenn so manch Betroffener davon keine Silbe hören will; schließlich ist gute Musik zeitlos, nicht? Jedenfalls war Nuclear Blast recht schlau, eine aufstrebende Bande an Jungspritzern wie GRAVEYARD unter die Fittiche zu nehmen und sie jedem mit Internet-Anschluss und einem Faible für die Großtaten aus der Zeit des Proto-Metals schmackhaft zu machen. Die gute Nachricht ist, dass dies sogar aufgrund der überragenden Qualität des hiesigen Materials sogar klappen könnte.

Das schon seit einiger Zeit online erhältliche Titelstück fasst den Grundgalopp dieser Scheibe ganz gut zusammen: Man grast eine knapp vierzig Jahre abdeckende Spanne an Einflüssen von alten LED ZEPPELIN bis hin zu schwedischen Neu-Altrockern wie den HELLACOPTERS beziehungsweise den Nachbarn von GLUECIFER ab und fügt gelegentlich ein wenig Würze aus dem eigenen Hause "for good measure" bei. Diese äußert sich unter anderem in melancholischen Vintage-Klangreisen [zu denen auch "Uncomfortably Numb" zählt] sowie manchmaligen Lektionen in durch und durch Blues-geprägten Kraftpaketen der Marke "The Siren", der ich von meiner Warte gute Chancen als Live-Umhauer attestiere. Auf diese sehr einfühlsamen, geschmeidig produzierten Seufzer folgen natürlich flugs direkt in Mark und Bein übergehende Tanzerpresser, Pogo-Animierer und Luftgitarren-Provokateure; ausgestattet mit Mitsing-Refrains, knackigen Pop-Schemata sowie einer Menge Arsch in der Hose geht es bei "Buying Truth", dem Gute-Laune-Garanten "RSS" als auch einer kleinen weiteren Menge weiter. Elegant und non-chalant zugleich reihen die Nordlichter einen Powerchord ans nächste, der Strom reißt nicht ab, die gute Laune hält an. Langeweile? Vielleicht gelegentlich bei THE DEVIL'S BLOOD, hier ist man falsch am Platz.

Freche Worte für eine Platte also, die den Holländern ordentlich den Marsch blasen und ihnen über kurz oder lang den Rang als beste Retro-Rock-Truppe ablaufen wird? Wenn man erstmal "Einsicht" in "Hisingen Blues" erhält, staunt und schwitzt die Menge vor Begeisterung. Vorausgesetzt natürlich, sie schießt sich nicht auf Meinungen, sondern Tatsachen ein. Achtung, Tatsache: GRAVEYARD > THE DEVIL'S BLOOD.

Trackliste:
01 - Ain't Fit To Live Here
02 - No Good, Mr Holden
03 - Hisingen Blues
04 . Uncomfortably Numb
05 - Buying Truth
06 - Longing
07 - Ungrateful Are The Dead
08 - RSS
09 - The Siren


Line-Up:
Joakim Nilsson - Gitarre, Gesang
Jonatan Ramm - Gitarre, Gesang
Rikard Edlund - Bass
Axel Sjöberg - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha] | 18.03.2011 | 20:14

Durchschnittliche Leserwertung: 5.0 / 7 Punkten

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Kommentar von: sk
Wertung: 5/7 | 19.04.2011 -- 13:56
nach mehrmaliger rotation auf dem plattenteller muss ich sagen: zweifellos eine nette scheibe. aber lange nicht so gut wie das in diesem review leider gänzlich unerwähnte debütalbum. der vergleich mit the devil's blood kommt mir auch etwas schleierhaft vor. wieso wird hier versucht, eine künstliche konkurrenzsituation heraufzubeschwören? im endeffekt haben wir es hier auch nur wieder mit dem versuch einer plattenfirma zu tun, aus einem temporären hype, für den sie alles andere als mitverantwortlich ist, noch ein paar kröten herauszupressen. für mich bleibt's im endeffekt dabei, graveyard bei nb ist wie der wechsel deines (früheren) lieblingsspielers zum fc bayern: er spielt für die kohle auf hohem niveau seinen stiefel runter aber die magie früherer tage wird er nicht mehr erreichen. :-)
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