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Band: Grift bei Facebook Metalnews nach 'Grift' durchsuchenGrift
Album:Syner
Genre:Black Metal, Dark Metal
Label:Nordvis
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:18.09.15
CD kaufen:'Grift - Syner' bei amazon.de kaufen
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"Erik führt uns durch den Herbst."

Anfang dieses Jahres hat uns GRIFT-Mastermind Erik Gärdefors mithilfe einer Split-Scheibe mit SAIVA heiß gemacht. Denn, so wurde gemunkelt, der präsentierte Song sei ein Vorgeschmack auf ein kommendes Album. Herr Gärdefors hat Wort gehalten und GRIFTs Debütalbum „Syner“ erschien am 18. September via Nordvis und zeigt einen gereiften schwedischen Künstler, der aber der Charme der Erstveröffentlichung „Fyre Elegier“ erhalten konnte.

Sechs Kompositionen schwedisch-nordischer Melancholie bieten GRIFT auf ihrem Debütalbum „Syner“ - ein Stil, den Herr Gärdefors nahezu perfekt beherrscht. Der Marsch der Melancholie beginnt mit den Piano-Tönen von „Aftonlandet“, die einen nicht nur sofort gefangen nehmen, sondern auch den typischen GRIFT-Sound markieren, geht weiter mit epischen Gitarren und ruhig-hymnischen Momenten bei „Svältorna“ und findet einen besonders eindrücklichen Ausdruck im langsam-balladesken „Slutet Hav“, das – wiederum – gerade durch die Piano-Klänge eine tieftraurige Stimmung ausstrahlt. Ja, [traurige] Stimmungen und Atmosphären aufkommen zu lassen, die niemals kitschig werden, das kann Herr Gärderfors. Wenn es dann gar zu dunkel und düster wird, fahren GRIFT sogar einmal rockigere und vor allem Bass-lastige Passagen wie auf „Undergörare“ auf, was der Scheibe eine Extraportion Abwechslung verleiht. Aber keine Angst, die typischen GRIFT-Gitarren-Melodien finden sich natürlich auch auf diesem Song. Auch Aggressivität darf nicht fehlen, dafür hat man „Det Bortvända Ansiktet“ auf das Album gepackt, das vor allem in der ersten Minute den Ton angibt und keine Gefangenen macht. Manchen HörerInnen mag der schwedische Künstler hin und wieder etwas zu hoch und hysterisch kreischen, aber auch hier gilt, dass seine Stimme sich perfekt in das Soundgewand des ganzen Albums einfügt. Ob GRIFT sich dabei noch innerhalb der Grenzen des Black Metal bewegen, ist vollkommen uninteressant, denn ihre Kunst ist eine authentische Umsetzung dunkler und düsterer Gefühlszustände. Dass Herr Gärdefors zusätzlich über das Talent verfügt, intelligente, spannende und treibende Songs zu schreiben, macht GRIFT zu einer wahren Perle dieses Genres. Nicht einmal produktionstechnisch schleichen sich Mängel in „Syner“ ein. Klangen vor allem die Drums auf der Erstveröffentlichung „Fyre Elegier“ noch dumpf und vielleicht etwas unterproduziert, wirken sie jetzt organisch und natürlich. Ein richtiger Schritt, der GRIFTs musikalischem Stil eindeutig zu Gute kommt.

Mit „Syner“ ist GRIFT ein Album gelungen, das Staunen auslösen wird. Herr Gärdefors ist kein Techniker – auch wenn die Gitarren-Arbeit keinesfalls zu unterschätzen ist –, sondern ein Künstler, der es vermag, tieftraurige Räume zu öffnen und den Hörer und die Hörerin nahezu sanft [!] in diese zu führen. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie der langsame und melodische Anfang von „Eremiten Esaias“, der hymnische Mittelteil von „Svältorna“ oder das ruhige Meisterstück „Slutet Harv“ erst wirken, wenn man alleine durch einen nebligen Wald stapft. „Syner“ ist Stimmungsmusik im besten Sinn des Wortes – wer sich auf die Scheibe einlässt und mit der richtigen Grundstimmung an die Kunst herangeht, der hat hier das Herbstalbum des Jahres 2015 gefunden. Wer sich mit einer CD-Version nicht zufrieden geben will, der hat via Nordvis/Eisenwald auch die Möglichkeit, eine sehr schicke Vinyl-Version des Albums zu erstehen.

P.S.: Ein guter Einblick in die Musikwelt von GRIFT bietet der offensichtlich von Ingmar Bergman inspirierte Videoclip zum Track „Svältorna“:


Trackliste:
01. Aftonlandet
02. Svältorna
03. Det Bortvända Ansiktet
04. Slutet Hav
05. Undergörare
06. Eremiten Esaias
Spielzeit: 00:38:26

Line-Up:
Erik Gärdefors - Alles

Gäste:
Daniel Blomberg - Gastgesang
Daniel Abrahadabra - Gitarren-Solo
Andreas Petterson - Gastgesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
24.10.2015 | 17:32
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