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"Talentierte Musiker mit langweiligen Songs" | ||||||||||||||||||
| Super, mal zur Abwechslung noch eine Band, die auf den originellen Namen GROTESQUE gekommen ist. Diese hier stammt jedenfalls aus dem Land der Koalas, Kängurus und Schnabeltiere und firmiert daher unter dem Slogan ‚Western Australian Death Metal’. Wobei diese Bezeichnung wohl nur den wenigsten Lesern etwas über die Ausrichtung der Band sagen dürfte, sodass beigefügt werden muss, dass sich GROTESQUE weitgehend an technischem, US-amerikanischen Brutal Death Metal wie SUFFOCATION, DECREPIT BIRTH, DISGORGE, ORIGIN und CANNIBAL CORPSE orientieren. Das machen sie an und für sich auch gar nicht schlecht, obwohl es sich bei „Museum Of Human Disease“ erst um das Debüt des seit drei Jahren bestehenden Quartetts handelt. Vor allem die Finger von Gitarrist Mark Hawkins flitzen pfeilschnell und präzise über das Griffbrett und auch Drummer Trevor Owen hat so einiges auf dem Kasten. Zwei große Schwachpunkte sind indessen auszumachen: Das Gegrunze von Tarren Whitfield ist eindimensional, einschläfernd, ohne Wiedererkennungswert und vermag kaum Akzente zu setzen, während das Hauptproblem der Aussies schlichtweg darin besteht, dass sie keine interessanten Songs schreiben können. Handwerklich sind die Buben wie gesagt äußerst talentiert, aber was nützt alle Virtuosität, wenn die einzelnen Lieder annähernd austauschbar sind und zum einen Ohr rein und zum anderen wieder hinausrauschen, da GROTESQUE das nötige Händchen für Abwechslung und schlüssige Songstrukturen vermissen lassen, auch wenn sie nicht ausschließlich die Knüppel-aus-dem-Sack-Taktik fahren? Somit spielen sie trotz aller technischen Finessen im Gegensatz zu ihren Vorbildern, die eben genau diese Fertigkeiten an den Tag legen, auf sowohl Technik als auch Songs zu achten, noch eindeutig in der Regionalliga. „Museum Of Human Disease“ ist beileibe kein schlechtes Debüt der Australier geworden. Es ist nur leider ein sehr anstrengendes, in dessen Verlauf der Hörer schnell anfängt zu ermüden, da sich die Lieder viel zu sehr ähneln und [noch] das nötige Etwas entbehren. Nur für Fans, die wirklich jede technische Brutal-Death-CD besitzen müssen. Schade eigentlich, denn bei GROTESQUE liegt das Problem nicht in der Beherrschung der Instrumente. | ||||||||||||||||||
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