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Band: Guns N' Roses Homepage Guns N' Roses bei Facebook Metalnews nach 'Guns N' Roses' durchsuchenGuns N' Roses
Album:Chinese Democracy
Genre:Hard Rock
Label:Universal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:22.11.08
CD kaufen:'Guns N' Roses - Chinese Democracy' bei amazon.de kaufen
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"William Bailey – unser Mann!"

Das zum Mythos mutierte, am längsten erwartete Album der Musikgeschichte ist endlich erschienen. Punktgenau 15 Jahre nach Veröffentlichung des letzten GUNS N' ROSES-Albums „The Spaghetti Incident?“ am 22. November 1993, steht nun auch das sagenumwobene „Chinese Democracy“ da, wo es schon vor Jahren hätte stehen sollen – im Laden! Verschlungen hat das gewohnt umfangreiche Werk [siehe Spielzeit] bis dato über 14 Millionen Dollar und unzähligen Fans den letzten Nerv geraubt. Nun ist der Running Gag vorbei – jetzt heißt es „Butter bei die Fische!“!

Vorweg, wer schon bei METALLICA den Fehler gemacht hat, ein zweites „Master Of Puppets“ zu erwarten, und hier ebenfalls auf eine Neuauflage von „Appetite For Destruction“ hofft, liegt denkbar weit daneben. Vom Grundfeeling her, kommt „Chinese Democracy“ wohl am ehesten einer Mischung aus den „Use Your Illusion“-Alben und etwas „The Spaghetti Incident?“ gleich. Dennoch verarbeitet der größte Band-Diktator aller Zeiten weitaus mehr Elemente aus den umliegenden Musiklandschaften, als man denken möchte. Wie jedes Album der Gunners, ist auch „Chinese Democracy“ anders. Es ist größtenteils softer, für die von der Band gewohnten Verhältnisse gar mit progressivem Einschlag. Ansonsten gibt es auch die von großartigen Arrangements und Soli getragenen Momente wie gegen Ende eines gewissen „blauen“ Albums [Paradebeispiel hierfür: „There Was A Time“]. Im Großen und Ganzen konzentriert man sich aber auf das, worauf es ankommt – verdammt guter Rock 'n' Roll, der trotz der langen Zeit immer noch ganz klar erkennen lässt, wer hier am Werk ist! Vor allem Klavier und Gitarre rufen des Öfteren Bilder aus „Use Your Illusion“-Zeiten vor das geistige Auge. Gerade die Gitarrenmelodien und deren Sound wurden so nah wie möglich an Slashs einstige Glanztaten angelehnt, was zwar nicht 100%ig klappt, aber trotzdem verdammt gut funktioniert. Axls Stimme ist noch immer ungeschlagen, versucht sich an ungewohnten Gesangslinien, stößt in neue Gefilde vor und setzt jedem der Songs seine Krone auf. Der Titeltrack mit seinen dicken Eiern, das etwas verquere aber massiv rockende „Rhiad N' The Beduins“, das mediterran angehauchte „If The World“, das mit Anfangs Tina Turner-artigen Vibe versehene [trotzdem geil!!! TROTZDEM GEIL!!!], unfassbar intensive, gefühlvolle und leidende „Madagascar“ oder der Sirenen-Ausbruch bei der Nummer 1-Ballade „This I Love“ sowie dem Rausschmeisser „Prostitute“ - jeder Song auf „Chinese Democracy“ hat seine großen Momente, auch wenn sich mit „Catcher In The Rye“ oder „Street Of Dreams“ ein paar Filler auf dem ansonsten runden Album befinden – gemeckert wird auf hohem Niveau.

Fest steht, dass das neue GUNS N' ROSES-Album polarisieren wird – sicher ebenso wie „Death Magnetic“ aber noch lange nicht so stark wie „St. Anger“. Allen Zweiflern sei gesagt, dass die Vergangenheit so heißt, weil sie vergangen ist. Der Unterschied von „Appetite For Destruction“ zu „G N' R Lies“ war bereits mehr als nur spürbar, der zu „Use Your Illusion I“ und „Use Your Illusion II“ gravierend und sogar diese beiden Alben unterschieden sich vom Grundtenor her. Der Sprung zum Cover-Album war ebenfalls ein großer und „Chinese Democracy“ ist ganz klar der nächste Schritt in der stetigen Weiterentwicklung. Axl hat es geschafft, dass sich Millionen von Menschen seit dem 22. November 2008 wieder mindestens 15 Jahre [wenn nicht, noch mehr] jünger fühlen. Großes Kino, geiler Rock 'n' Roll! Danke!


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mattaru / 4,5 Punkte:
GUNS N' ROSES müssen nach 17 Jahren einsehen, dass sie nicht KISS sind. Slash und Duff sind nicht zu ersetzen und fehlen an allen Ecken und Enden. Das kostet Sleaze, das kostet Vibe. Außerdem nerven die ewigen Wiederholungen. Ansonsten eine solide, aber keineswegs überragende Platte, die ihre größten Momente in den ruhigen Songs["Better", "Street Of Dreams" und vor allem "If The World"] entfaltet. Axl ist gesangstechnisch noch immer auf der Höhe - das lässt auf das Nachfolgealbum im Jahr 2046 zumindest hoffen.

Border / 3,5 Punkte:
Großes hatte ich erwartet und etwas Großes habe ich bekommen: eine große Enttäuschung. Wie kann ein Mann, der über die Zeit dieser Band hinweg bekannt war als die Kreissäge des Hardrock, plötzlich auf die Idee kommen, störungsfrei singen zu wollen? Ich zumindest werde das Gefühl nicht los, man habe die paar Momente, in denen es doch wieder nach 1991 klingt, eingebracht, um dem Fan alter Tage nicht vollends vor den Kopf zu stoßen. Was allerdings am meisten weht tut, ist die Tatsache, dass alle musikalischen Effekte der letzten 16 Jahre das Album so glatt machen, dass es mit "meinen" Helden der 80er und 90er nicht mehr viel zu tun hat. Positiv: Herr Bumblefoot zeigt immerhin, dass ein Slash nicht unentbehrlich ist.

Trackliste:
01. Chinese Democracy
02. Shackler’s Revenge
03. Better
04. Street of Dreams
05. If the World
06. There Was A Time
07. Catcher In The Rye
08. Scraped
09. Riad N’ Bedouins
10. Sorry
11. I.R.S.
12. Madagascar
13. This I Love
14. Prostitute
Spielzeit: 01:11:18

Line-Up:
Aktuell:
W. Axl Rose – Vocals, Piano, Keyboard, Guitars
Robin Finck – Lead Guitar
Ron Thal – Lead Guitar
Richard Fortus – Rhythm Guitar
Bryan Mantia – Drums
Frank Ferrer – Drums
Tommy Stinson – Bass
Dizzy Reed – Keyboard, Piano
Chris Pitman – Keyboard

Ehemals [aber an den Aufnahmen beteiligt]:
Paul Tobias – Rhythmus Guitar
Buckethead – Lead Guitar
Markus Jakob [shilrak]
23.11.2008 | 18:46
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