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Album:Heavy Metal Killed Your Mama
Genre:Heavy Metal, Punkrock, Rock'n'Roll
Label:Recent Records
Bewertung:2 von 7
Releasedatum:22.02.13
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"Blendwerk"

Der allerwerteste Kollege Beisel beschrieb das Debüt 2011er Debüt „In Dynamite We Trust” der Heidenheimer GUNS OF MOROPOLIS in seiner Rezension sinngemäß als VOLBEAT-Klon mit niveaulosen Texten. Entweder hat sich das Trio auf dem Zweitling „Heavy Metal Killed Your Mama” nochmals deutlich verschlechtert oder der gute und geschätze Herr Beisel war schlichtweg zu nett, denn mit seinen warmen Worten wären GUNS OF MOROPOLIS dieses Mal besser bedient.

Als Metalbilly bezeichnet man den Stilmix, den VOLBEAT und somit auch die GUNS OF MOROPOLIS darbieten, anscheinend inzwischen. Obwohl man ganz klar sagen muss, dass die Schwaben mehr Rockabilly-Elemente als die Dänen verbraten und 2013 tatsächlich zwar den großen Einfluss der Superstars nicht verleugnen können, aber wie ein waschechter Klon klingen GUNS OF MOROPOLIS zumindest musikalisch nicht [mehr?]. Sie bemühen sich auf „Heavy Metal Killed Your Mama” nämlich um pseudo-originelle Vielfalt irgendwo zwischen Rockabilly, Metal, Americana, Country und Punk, die völlig in die Hose geht. Der Opener „Un Problema” ist gerade mal 45 Sekunden alt, da hat man schon fast drei mal gekotzt. Erstens ist die Produktion schrecklich: Die Drums klingen, wie wenn sich Angelo Sasso ein Kit aus Pappe beschafft hätte. Die Gitarren sind komplett drucklos, weichgespült und ähnlich gefährlich wie eine Scheibe frisches Toastbrot. Die zweite Krönung ist dann der Gesang von Sänger/Gitarrist/Bandkopf August Paulsen, der sich, wenn er nicht allzu offensichtlich versucht wie sein Vorbild Michael Poulsen von, na?, VOLBEAT, zu klingen, anhört, wie wenn er eine heiße, anatomisch ungünstig geformte Kartoffel im Mund hätte [besonders schlimm bei „Nunc Est Bibendum”, soll wohl eine Ballade darstellen]. Die immer wieder eingestreuten rauen und völlig überphrasierten Vocals haben zusätzlich ungefähr den Charme eines rostigen Bolzenschneiders. Die Songs selbst sind umständlich arrangiert, kommen selten auf den Punkt und können fast nie mit eingänigen Momenten punkten. Ausnahme sind Passagen von „Anytime”, auch wenn das Stück als Ganzes ebenfalls krankt, da die Strophen schlichtweg beschissen sind.
Mag sein, dass der Landjugend beim wöchentlichen Saufgelage einer abgeht, wenn GUNS OF MOROPOLIS im Hintergrund laufen, aber wenn man sich intensiv und ohne Ablenkung mit der Scheibe beschäftigt, dann müsste jedem auffallen, dass GUNS OF MOROPOLIS schlichtweg Blender sind, die vielleicht Spaß am Musikmachen haben, dies aber zumindest auf „Heavy Metal Killed Your Mama” nicht zeigen. Dafür wirkt das Ganze einfach zu übertrieben, affektiert, aufgesetzt unehrlich und konstruiert. Was übrigens auch für das im Comicstil gehaltene Artwork der Scheibe gilt.

Wie so was klingen muss, um zu funktionieren, haben die schwäbischen Kollegen von LOONATIKK schon vor 15 Jahren gezeigt, als selbst die jetzigen Genrekönige VOLBEAT noch DOMINUS hießen und Death Metal gezockt haben. Die GUNS OF MOROPOLIS hingegen werden in 15 Jahren längst vergessen sein. Und das völlig zu Recht.

Trackliste:
01. Un Problema
02. Cigaro Fantastico
03. Golden God
04. Under The Sun
05. Heartless Blues
06. Judas Kiss
07. Insert Love
08. Prisoner Of War
09. Rhythm'n'Blues
10. Anytime
11. Call Me The King
12. Nunc Est Bibendum
Spielzeit: 00:40:26

Line-Up:
August Paulsen – Vocals, Guitar
George Wood – Bass, Keyboard
Der Kanonier – Drums
Michael Siegl [nnnon]
15.02.2013 | 15:21
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