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Band: Guns Of Moropolis Homepage Guns Of Moropolis bei Facebook Metalnews nach 'Guns Of Moropolis' durchsuchenGuns Of Moropolis
Album:In Dynamite We Trust
Genre:Heavy Metal, Rock'n'Roll
Label:Recent Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:29.04.11
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"Schwäbische Dänen-Klone"

Wenn eine Band erfolgreich ist, dauert es in der Regel nicht lange, bis die ersten Nachahmer auf den Plan treten und ihrerseits versuchen, ein großes Stück vom Erfolgskuchen abzubekommen. So gesehen verwundert es eigentlich, dass es so lange gedauert hat, bis die erste VOLBEAT-Kopie in den Startlöchern steht, waren doch schon deren erste drei Alben große Achtungserfolge, bevor sie mit Album Nummer Vier endgültig in den ganz hohen Chartregionen ankamen. Der Beipackzettel zum GUNS OF MOROPOLIS-Debüt „In Dynamite We Trust“ scheint das zwar ausblenden zu wollen, die Parallelen sind allerdings schon recht offensichtlich - wenn man nicht zufällig die letzten fünf Jahre auf einem anderen Planeten zugebracht hat.

Der Oberkracher kommt dann freilich noch in Form des Namens vom GUNS OF MOROPOLIS-Frontmann, der sich doch tatsächlich August Paulsen nennt [oder möglicherweise auch wirklich so heißt] und somit auch namentlich verdammt nah an den Dänen und deren Vorturner Michael Poulsen dran ist. Punkt 1 – Eigenständigkeit und Originalität - wäre somit bereits abgehakt, da gibt es hier eher nichts zu holen. Punkten können die drei Herren allerdings in der Disziplin Songwriting. Schnörkellos rockend und extrem eingängig gehen sie über die komplette Distanz von zwölf Nummern zu Werke, etwas anderes durfte man aber auch nicht erwarten. Auf Parties oder auf den Konzerten der Band kommt das alles sicher richtig gut und sorgt für mächtig Laune, auf Konserve in den heimischen vier Wänden ist es allemal ordentlich. Simple Songs sind allerdings eine Sache, simple Texte eine andere. Da hauen GUNS OF MOROPOLIS hier und da schon mal ein paar Klopse raus, die dermaßen blöd sind, dass es fast schon weh tut. Beispiel gefällig? „Boogie Woogie Terminator / Boogie Woogie Darth Vader / Boogie Woogie Elevator / Boogie Woogie Heimatland“ [aus „McBoogie“] oder auch „Little Mrs. Stupid I'm In Trouble With You / 1 2 3 Give Me A Hug Or Two“ [aus „HDH-DK-25“ - wessen Kennzeichen ist das wohl?]. Ganz ehrlich, was soll das sein? Auch das scheinbar zwanghafte Einbinden diverser Rock 'n' Roll- und Blues-Legenden [Roy Orbison, Chuck Berry, Robert Cray] in ihre Texte wirkt enervierend und fast etwas neunmalklug, so als wollten sie mit aller Macht betonen, wie tief sie in der Materie drin sind und mit welchen Musikern sie sich schon so alles auseinander gesetzt haben. Das hätte man auch dezenter machen können.

Die Songs auf „In Dynamite We Trust“ funktionieren grundsätzlich wirklich gut und reißen einen gleich mit. Leider schmälern die größtenteils niveauarmen Texte und die völlige Ermangelung jeglicher Eigenständigkeit das Erscheinungsbild nachhaltig. Nicht zuletzt wirkt die ganze Chose irgendwie aufgesetzt und nicht wirklich wie eine Herzensangelegenheit der beteiligten Musiker. Ein zweischneidiges Schwert durch und durch.

Trackliste:
01. In Dynamite We Trust
02. Robert The Hero
03. McBoogie
04. Whorehouse Event
05. Chuck Saves
06. Handsome Gun
07. Queen Mary
08. Roy's Party
09. HDH-DK-25
10. Soldier
11. James
12. GOM
Spielzeit: 00:40:34

Line-Up:
August Paulsen - Vocals, Guitars
André Le Sonneur - Bass
Oidre Gschwendtner - Drums
Timo Beisel [kaamos]
29.04.2011 | 10:09
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