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Band: Hackneyed Homepage Hackneyed bei Facebook Metalnews nach 'Hackneyed' durchsuchenHackneyed
Album:Carnival Cadavre
Genre:Death Metal
Label:Lifeforce Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:19.08.11
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"Eine deutsche Death Metal Abrissbirne!"

Wie schnell die Zeit vergeht! Grad eben erst (2008) waren HACKNEYED noch die Newcomer Band mit einem Durchschnittsalter von 16 Jahren bei Nuclear Blast, so veröffentlichen sie jetzt, rund fünf Jahre später (Gründung 2006), ihr Drittwerk. Vom Vorgängeralbum bis zum aktuellen Line Up gab es einen Wechsel am Bass, so dass jetzt Tini den festen Posten am Fünfsaiter übernimmt.
Außerdem sind die Jungs und das Mädel nun bei Lifeforce Records beheimatet.
Was bietet also "Carnival Cadavre" nach den Neuerungen?

Das Album startet zuerst mit einer Begrüßung des Hörers zum "Carnival Cadavre", gefolgt von einem recht thrashigen Riff und dem altbekannten gutturalen Organ von Philipp. Hier wird schon schwarzer Humor präsentiert, der sich durchweg durch die ganze Platte zieht.
Nicht nur das ist bemerkenswert, sondern auch die Kombination aus der Moderne, Melodie und der alten Death Metal Schule. Quasi ein "Death Prevails" meets "Deatholution". Diesmal in einer sehr verdichteten Produktion und Abmischung serviert. Der Sound nimmt den vollen Raum ein, jedes Instrument ist klar herauszuhören und wälzt gleichzeitig den Konsumenten regelrecht um. Hierfür zeichnet sich Corni Bartels von den Weltraumstudios verantwortlich.
Die ersten vier Songs, inklusive Intro, kommen midtempolastig daher, ohne dabei ein bisschen an Brutaltität einzubüßen. Ganz im Gegenteil, die Zähflüssigkeit macht gerade den Reiz aus. Außerdem schleicht sich z.B. bei "Damn (You're Dead Again)" auch ein ruhiger Part (bzw Break) ein. Entfernt fühlt man sich positiv an DISBELIEF erinnert.
Interessant wird's dann, wenn bei Track 5 "Maculate Conception" das erste mal ein höheres Tempo angeschlagen wird. Eine Bombe von einem Song, mit massivsten Breaks. Geschrieben um eines zu machen: einem den Nacken abzuschrauben. Nicht umsonst ist das der Previewtrack zum neuen Werk.
Auch werden ab hier die Songs nochmals anspruchsvoller: Man findet interessante Drumpatterns, Soli und komplexere Riffs. Besonders "Cure The Obscure" ist höchst erwähnenswert. Dieses Lied ist der zweite im Uptempo und auch der experimentellste. Hier findet man rasende Drums, abgehackte Riffs, ein Akustikpart sowie ein melodisches Ende.
"Holy Slapstick" lässt das Album wieder mit einem Gemisch aus Geschwindigkeit und Midtempo-Groove enden, bevor man geplättet, aber glücklich den Karneval wieder verlässt und einer Abschlussrede verabschiedet wird.

Zusammenfassend lässt sich hier behaupten, dass HACKNEYED bei ihrer dritten Platte endlich ihren eigenen Stil gefunden haben. Die Songs und der zugehörige Sound wälzen ohne Kompromisse alles und jeden um. Das liegt an der im Gesamten heruntergeschraubten Geschwindigkeit und den tödlichen Grooves. Die Melodien aus dem zweiten Album sind dennoch beibehalten und extrem passend eingeflochten worden. Hier wirkt nichts aufgesetzt: alle Songs kommen wie aus einem Guss, begeistern maßlos und schreien förmlich danach, live gespielt zu werden.
HACKNEYED haben sich nochmals gemausert und unterstreichen hier sehr deutlich, dass sie zu den besten deutschen Death Metal Perlen gehören, die sich nicht auf den beim alten Label gesammelten Lorbeeren ausruht. Weiter so, Jungs und Mädel!

Trackliste:
01. Raze The Curtain
02. Bugging For Mercy
03. Infinite Family
04. Damn (You're Dead Again)
05. Maculate Conception
06. Coulrophobia
07. Circus Coccus Spirilly
08. Magic Malignacy
09. Feed The Lions
10. Cure The Obscure
11. Holy Slapstick
Spielzeit: 00:41:31

Line-Up:
Philipp Mazal - Vocals
Juan Sierra - GItarre
Devin Cox - Gitarre
Tini Wuttke - Bass
Tim Cox -Drums
Sascha Dörr [Saschisch]
12.08.2011 | 20:14
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