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Cover von Hackneyed -- Inhabitants Of Carcosa
Band: Hackneyed Homepage  Metalnews nach 'Hackneyed' durchsuchenHackneyed
Album:Inhabitants Of Carcosa
Genre:Death Metal
Label:CoMa Tone Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:15.05.15
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"Death Metal-Wundertüte"

Die Abtsgmünder HACKNEYED haben den Sprung vom teils belächelten Szene-Phänomen zur ernstzunehmenden Band spätestens jetzt mit Bravour geschafft. Als die Band 2008 für ihr bollerndes Debüt-Album „Death Prevails“ einen Deal mit Nuclear Blast einheimsen konnte, wurden Unkenrufe laut, dass das Interesse der Plattenfirma eher dem jugendlichen Alter der Bandmitglieder [Gitarrist Devin Cox war damals erst 16 Jahre alt] und nicht unbedingt der Qualität des Materials geschuldet sei. Zugegeben: „Death Prevails“ ist nicht als Klassiker in die Musikgeschichte eingegangen, aber kompetenten, wenn auch etwas stumpfen Death Metal hatten HACKNEYED schon damals drauf.

Inzwischen sind sieben Jahre vergangen, in denen das Quintett, seit 2012 um die Gebrüder Fink der Abtsgmünder Kollegen NECROTTED verstärkt, nicht nur drei weitere Alben veröffentlicht, sondern sich auch stets weiterentwickelt hat. Die auf dem Drittwerk „Carnival Cadavre“ [2011] angedeutete Entwicklung hin zur Scheuklappenlosigkeit findet auf „Inhabitants Of Carcosa“ ihre gelungene Fortsetzung. Der von DER WEG EINER FREIHEIT-Mastermind Nikita Kampard und Staffan Karlssson [ARCH ENEMY] produzierte und von Dan Swanö [ex-EDGE OF SANITY, WITHERSCAPE] gemasterte Dreher ist natürlich immer fest im Death Metal verwurzelt, aber ansonsten machen HACKNEYED das, worauf sie gerade Bock haben, ohne sich wirklich an gängige Trends anzubiedern. So entstehen beeindruckende Songs wie der Quasi-Titeltrack „In Carcosa [The Yellow King]“, „Re-Animator“ oder „Years In The Dark“, die allesamt mit musikalischen Überraschungen wie CLINT MANSELL-artigen Intros, tiefergelegten Nu Metal-Riffs, orchestralen Momenten, cleanen Vocals [wenn auch im Hintergrund] oder vertracktem Gefrickel aufwarten können, ohne dass diese Elemente überhandnehmen und die groovige Death Metal-Basis allzu sehr verwässern. Dass sich HACKNEYED ihrer Roots immer noch sehr bewusst sind, zeigen beispielsweise die MORBID ANGEL-Gedächtnisparts in „Death Toll“.

HACKNEYED liefern mit "Inhabitants Of Carcosa" ihre ureigene, arschcoole Definition von modernem, originellem und unberechenbarem Todesblei ab. Dem ein oder anderen Traditionalisten mag das schon viel zu experimentell sein, was die Mittzwanziger hier abliefern, aber es finden sich hoffentlich genügend Fans, die bereit sind, der Entwicklung der Band zu folgen.

Trackliste:
01. The Flaw Of Flesh
02. God's Own Creation
03. Now I Am Become Death
04. Re-Animator
05. Ashfall
06. The Tightrope
07. In Carcosa [The Yellow King]
08. Years In The Dark
09. Death Toll
10. Klown
Spielzeit: 00:45:12

Line-Up:
Phil Mazal – Vocals
Devin Cox – Guitar
Philipp Fink – Guitar
Fabian Fink – Bass
Tim Cox – Drums
Michael Siegl [nnnon]
08.05.2015 | 15:46
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