.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Hacride
CD Review: Hacride - Back To Where You've Never Been

Hacride
Back To Where You've Never Been


Modern Metal, Neo-Thrash, Progressive
4.5 von 7 Punkten
"Rückkehr zum Neuland?"
CD Review: Hacride - Lazarus

Hacride
Lazarus


Modern Metal, Neo-Thrash, Progressive
5 von 7 Punkten
"Leider 'nur' gutklassig"
CD Review: Hacride - Deviant Current Signal

Hacride
Deviant Current Signal


Neo-Thrash
5.5 von 7 Punkten
"Frankreich oder Kanada? Egal, hauptsache schräg und heftig"
Mehr aus den Genres
CD Review: Ephrat - No One's Words

Ephrat
No One's Words


Progressive, Rock
5 von 7 Punkten
"Kompetenter Prog aus Israel"
CD Review: Medeia - Abandon All

Medeia
Abandon All


Death Metal, Neo-Thrash
5 von 7 Punkten
"Einfach mal loslassen!"
CD Review: C-Fiction - The Power Of Being Advanced

C-Fiction
The Power Of Being Advanced


Industrial, Neo-Thrash
4 von 7 Punkten
"C-Fiction sind mir auf dem Joining Forces II-Sampler [Review ... [mehr]"
CD Review: Atrox - Binocular

Atrox
Binocular


Progressive, Psychedelic, Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Großartiger Psycho-Metal!"
CD Review: Septicflesh - Communion

Septicflesh
Communion


Melodic Death Metal, Progressive, Symphonic / Epic Metal
4 von 7 Punkten
"Überambitioniert unnachvollziehbar"
CD Review: Iron Maiden - The Book Of Souls: Live Chapter

Iron Maiden
The Book Of Souls: Live Chapter


Heavy Metal, NwobHM
Keine Wertung
"Für jeden was dabei"
CD Review: Evanescence - Synthesis

Evanescence
Synthesis


Ambient, Atmospheric Rock
5.5 von 7 Punkten
"Alte Songs in neuen Kleidern?"
CD Review: Emil Bulls - Kill Your Demons

Emil Bulls
Kill Your Demons


Alternative, Modern Metal
5 von 7 Punkten
"Den Dämonen an den Kragen"
CD Review: National Suicide - Massacre Elite

National Suicide
Massacre Elite


Thrash Metal
5.5 von 7 Punkten
"Neues von der Schnetzel-Elite"
CD Review: Cripper - Follow Me: Kill!

Cripper
Follow Me: Kill!


Thrash Metal
4.5 von 7 Punkten
"Mir nach, ich folge euch!"
Cover von Hacride -- Amoeba
Band: Hacride Homepage  Metalnews nach 'Hacride' durchsuchenHacride
Album:Amoeba
Genre:Modern Metal, Neo-Thrash, Progressive
Label:Listenable Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:02.03.07
CD kaufen:'Hacride - Amoeba' bei amazon.de kaufen
Share:

"Jenseits des Tellerrands!"

HACRIDE aus dem französischen Poitiers dürften bereits mit ihrem ersten Album “Deviant Current Signal” für einige verdutzte Gesichter gesorgt haben. Dessen Musik war nicht leicht verdaulich und bot ein buntes Konglomerat etlicher Musikstile, während die Überbegriffe „Metal“ und „Hardcore“ als grobe Orientierung dienten. Und in der Welt von HACRIDE ist dann auch mal ein lässiges Saxophon-Solo keine abwegige Sache. Prinzipiell dürften alle, die etwas mit den Virtuosen DEATH, den Hobby-Mathematikern MESHUGGAH, den durchgeknallt-irrwitzigen STRAPPING YOUNG LAD oder „neueren“ Bands wie GOJIRA oder TEXTURES etwas anfangen können, aber auch prinzipiell jeglicher Art von musikalischen Experimenten jenseits des Schubladendenkens aufgeschlossen sind, hier eine kleine Perle entdecken. Denn mit „Amoeba“ sind HACRIDE sowohl abgedrehter als auch reifer geworden.

Alle Titel auf „Amoeba“ sind weitaus vielschichtiger und eigenständiger, aber auch gleichzeitig viel sperriger und anspruchsvoller. Soviel schon einmal vorweg: Dieses Album braucht richtig viel Zeit, um dann langsam aber sicher seine vielen Nuancen und Geheimnisse zu offenbaren, die beim ersten Hören schlichtweg untergehen. Und dann erscheint das, was anfangs wenig eingängig erschien, auf einmal durchaus nachvollziehbar. So sind beispielsweise die ersten drei Songs „Perturbed“, „Fate“ und „Vision Of Hate“ mit jeweils gewaltig groovenden Stakkato-Riffs à la MESHUGGAH am Start, die einen unweigerlich mitwippen lassen. Überall sind zudem kleine Ausflüge in andere Stilrichtungen auffindbar. Ob das jetzt Jazz-Anleihen, noisige Versatzstücke, verspielte Akustik-Parts oder der variable Gesang von Samuel Bourreau sind, oder das völlig abgefahrene „Zambra“, in dem die spanische Flamenco-Band (!) OJOS DE BRUJO, inklusive spanischer Rap-Vocals (!!), total cool gecovert wird: Überall zeigen HACRIDE, dass sie unglaublich versierte Musiker sind, die die Begriffe Dynamik, Abwechslung, Progressivität und Experimentierfreude ganz groß schreiben und schon zum Frühstück verspeisen. Sie gehen damit aber nie hausieren oder versuchen krampfhaft, irgendwelche Frickelrekorde zu brechen [siehe PSYOPUS]. So wird beispielsweise nach einem kleinen Intermezzo zur Hälfte des Albums dann auch mal Blast Beat und Double Bass ausgepackt und mächtig geholzt, bevor es regelrecht verträumt in „Ultima Necat“ weiter geht. Es passiert ganz einfach unglaublich viel, wenn die Franzosen ihre Musik nach allen Regeln der Kunst zelebrieren. Kompromisse sind definitiv nicht willkommen, sondern die Band zieht ihr Ding von Anfang bis Ende konsequent durch und klingt genau so, wie sie zu klingen hat. Verpackt ist „Amoeba“ übrigens in ein erstklassiges Sound-Gewand, das absolut keine Wünsche offen lässt und jedem Musiker ausreichend Platz lässt.

Ob HACRIDE mit diesem coolen, eigenständigen Album viele neue Fans dazu gewinnen oder den ganz großen Wurf landen werden, ist so eine Sache. Man braucht für „Amoeba“ definitiv massig Zeit und die nötige Stimmung, denn sonst kann einen die Mucke durchaus überfordern und stressen. Wer die Scheibe mal so eben nebenbei hören möchte, sollte es am besten gleich bleiben lassen. Diejenigen, die mit den oben genannten Bands etwas anfangen können und HACRIDE eine Chance geben, werden auf jeden Fall lange Spaß an den vielschichtigen, progressiven und innovativen Kompositionen haben. Sechs wohlverdiente Punkte gehen daher nach Poitiers!

Trackliste:
01. Perturbed
02. Fate
03. Vision Of Hate
04. Zambra
05. Liquid
06. Cycle
07. Deprived Of Soul
08. Strength
09. Ultima Necat
10. On The Threshold Of Death


Alexander Eitner [soulsatzero]
12.03.2007 | 14:48
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin