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Band: Hacride Homepage Hacride bei Facebook Metalnews nach 'Hacride' durchsuchenHacride
Album:Back To Where You've Never Been
Genre:Modern Metal, Neo-Thrash, Progressive
Label:Indie Recordings
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:19.04.13
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"Rückkehr zum Neuland?"

Mit dem programmatisch betitelten „Back To Where You've Never Been“ zeigt das französische Prog/Modern-Metal/Neo-Thrash-Quartett HACRIDE ganz klar die neue Marschrichtung für das Jahr 2013 an.

Denn auf der inzwischen vierten Langrille der Band wird – wie auch schon bei den Vorgängern der Fall – nicht einfach nur nach Schema F alles noch einmal aufgewärmt, sondern bewusst am eigenen Stil geschraubt. Das ist einerseits sehr gut, so zum Beispiel beim exzellenten, von Polyrhythmik und abgefahrenen Experimenten geprägten „Amoeba“ [2007], anderseits kann dies jedoch auch ein wenig hinter den Erwartungen zurückbleiben – wie beim letzten Output „Lazarus“ [2009] geschehen, der zwar sehr ambitioniert war und einige gute Stücke beinhaltete, sich aber letztlich vor lauter Sperrigkeit selbst etwas im Weg stand. Auf „Back To Where You've Never Been“ kommt nun die nächste Kehrtwende, und zwar sehr deutlich in Richtung Eingängigkeit, Melodie, kürzere Stücke und Geradlinigkeit, nachdem die Band um einen neuen Sänger [Luiss Roux] sowie um einen neuen Schlagzeuger [Florent Marcadet] verstärkt wurde. Somit gibt es auf der fett produzierten Scheibe sehr viel stampfenden Groove [„Synesthesia“] und eingängige Riffs, die teils zum Mitwippen einladen [„Introversion“, „Overcome“], aber leider die progressive Note sowie die Polyrhythmik-Finessen nahezu gänzlich außen vor lassen [Ausnahme: „Ghosts From The Modern World“]. Was extrem schade ist, denn man wird das Gefühl nicht los, dass HACRIDE auf Album Nummer vier realisiert haben, dass „Lazarus“ einfach zu viel des Guten war, jetzt jedoch das Ruder so hart herumreißen, dass sie in das nächste Extrem abdriften – übrigens auch am sowohl ausdrucksstarken Schreigesang als auch am röhrigen Rock- sowie oft eingesetzten Klargesang [der mich mehr als nur einmal an John Bush oder auch TOOL und GOJIRA erinnert] zu erkennen.

Was nicht bedeutet, dass „Back To Where You've Never Been“ nun grundsätzlich ein schlechtes Album wäre – dies ist nicht der Fall, aber HACRIDE haben gefühlt an den falschen Schrauben gedreht, vielleicht ein wenig zu sehr auf Massentauglichkeit gesetzt und ihr nicht von der Hand zu weisendes Potenzial dennoch nicht ausschöpfen können. Unterm Strich bleibt somit ein Album, das in Ordnung geht, aber leider die hohen Erwartungen nicht erfüllen kann und auch die Klasse und Unverbrauchtheit z.B. eines „Amoeba“ nicht zu toppen vermag. Schade, denn da wäre mehr drin gewesen, und daher „nur“ knappe 4,5 Punkte.

Trackliste:
01. Introversion
02. Strive Ever To More
03. Synesthesia
04. Overcome
05. Edification Of The Fall
06. To Numb The Pain
07. Ghosts Of The Modern World
08. Requiem Of A Lullaby
Spielzeit: 00:41:22

Line-Up:
Luiss Roux – Vocals
Adrien Grousset – Guitar
Benoist Danneville – Bass
Florent Marcadet – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
20.04.2013 | 16:29
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