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Reviews von Hacride
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Hacride
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Cover von Hacride -- Lazarus
Band: Hacride Homepage Hacride bei Facebook Metalnews nach 'Hacride' durchsuchenHacride
Album:Lazarus
Genre:Modern Metal, Neo-Thrash, Progressive
Label:Listenable Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.04.09
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"Leider 'nur' gutklassig"

Mit dem exzellenten „Amoeba“ haben die Franzosen HACRIDE bei mir vor zwei Jahren offene Türen eingetreten. Mit „Lazarus“ folgt nun der dritte Output der Jungs, das so genannte „Make It Or Break It“-Album, doch kann dies wirklich die hohen Erwartungen erfüllen?

Jein, leider. Außer Frage steht nach wie vor, dass HACRIDE aus begnadeten Musikern besteht, was schon dem Debüt, „Deviant Current Signal“, anzuhören war und sich noch deutlicher auf „Amoeba“ abzeichnete. Auf dem mit einer schön wuchtigen Produktion ohne große technische Trickserei ausgestatteten „Lazarus“ ist dies auch stets hörbar, nur machen technische Fähigkeiten bekanntlich noch lange keine großartigen Songs aus. Und da fängt das kleine Problem der CD an: Schlecht ist sie beileibe nicht, aber irgendwie macht sich schnell das Gefühl breit, dass HACRIDE einfach zu viel auf einmal wollen und ihre Songs damit überfrachten. Zwar haben sie schon immer munter über den Genre-Tellerrand geschaut, jedoch wirkt dies auf „Lazarus“ oft ein bisschen zu sehr geplant und zu übertrieben, sodass der rote Faden bei den oft überlangen Songs droht, verloren zu gehen. Dabei sind die Jungs ziemlich mutig und stellen mit „To Walk Among Them“ mal eben so ein 15-minütiges Stück an den Anfang der Scheibe und zeigen jeglichen Single-Format-Erwartungen den Stinkefinger. Das ist sympathisch, nur könnten viele der Songs einfach deutlich spannender, aggressiver sowie mehr auf den Punkt gespielt klingen. Die geballte Polyrhythmik-Dampfwalze [„Lazarus“, „A World Of Lies“] ist dafür deutlich reduziert worden, während HACRIDE insgesamt deutlich mehr nach Modern Metal klingen und auch mehr Alternative- und Elektronik-Ausflüge [„My Enemy“] einstreuen. Dabei bewegen sie sich irgendwo zwischen STRAPPING YOUNG LAD, MESHUGGAH, NEUROSIS und vor allem GOJIRA, ihren Landsleuten, die das aber momentan besser auf die Kette bekommen. Natürlich gibt es auch Lichtblicke auf „Lazarus“: So sind beispielsweise das kurze „Phenomenon“ und das Titelstück schlichtweg großartig, und auch der treibende Mittelteil von „A World Of Lies“ ist umwerfend, während HACRIDE natürlich nach wie vor sehr viel auf die Laut-Leise-Dynamik achten, dies aber lange nicht so gut wie auf „Amoeba“ umzusetzen wissen.

„Lazarus“ ist ein mutiges Album geworden, das beweist, dass HACRIDE ihren musikalischen Horizont bewusst erweitert haben. Diese an sich spannende Rechnung geht aber unglücklicherweise nicht vollständig auf, da manche der Songs auch nach einigen Anläufen nicht richtig zünden wollen. Sprich: Es fehlt manchmal einfach der rote Faden, der die einzelnen, oftmals richtig guten Teile sinnvoll zusammenhält und zu einem homogenen Ganzen vereint. Schlecht ist „Lazarus“ deswegen wie gesagt noch lange nicht, nur im Vergleich zu den beiden Vorgängern etwas zahnloser und – relativ gesehen – eine kleine Enttäuschung einer unglaublich talentierten Band, sodass es diesmal vergleichsweise schlappe fünf Punkte für ein gerade noch gutklassiges Album gibt. Nichtsdestotrotz unterstreichen HACRIDE, wie viele interessante und gute Bands jeglicher stilistischer Ausprägung es derzeit in der geradezu boomenden Musikszene Frankreichs gibt und dass diese inzwischen längst Weltklasseniveau erreicht hat. Und bei HACRIDE klappt’s dann hoffentlich auch wieder beim nächsten Album…

Trackliste:
01. To Walk Among Them
02. Act Of God
03. Lazarus
04. Phenomenon
05. A World Of Lies
06. Awakening
07. My Enemy
Spielzeit: 00:59:21

Line-Up:
Adrien Grousset – Guitars
Olivier Laffond – Drums
Benoist Danneville – Bass
Samuel Bourreau – Vocals
Alexander Eitner [soulsatzero]
21.05.2009 | 17:19
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