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Cover von Hammerfall -- [r]Evolution
Band: Hammerfall Homepage Hammerfall bei Facebook Metalnews nach 'Hammerfall' durchsuchenHammerfall
Album:[r]Evolution
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:29.08.14
CD kaufen:'Hammerfall - [r]Evolution' bei amazon.de kaufen
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"Das gestern von heute schon morgen"

Na sowas: Gerade haben HAMMERFALL angesichts einer Kurskorrektur wie ihrer letzten Platte „Infected“ noch großspurig verkündet, ein neues Kapitel aufzuschlagen, da scheint schon wieder alles beim alten: Mit „[r]Evolution“ kehrt der Templar zurück aufs Titelbild – das übrigens vom gleichen Künstler realisiert wurde, der auch schon das Artwork zu „Glory To The Brave“ zeichnete – und auch der markige Titel suggeriert, die Schweden könnten zu ihren Anfängen zurück wollen. Doch ist das wirklich so?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten: Das eröffnende „Hector's Hymn“ beispielsweise erinnert mit seinen Riffs an Alben wie „Renegade“ - und damit auch an den Teutonenstahl der 80er – und auch textlich ist mit Schlagworten wie „Glory“, „Warrior“ oder „Unbound“ das klassische HAMMERFALL-Vokabular wieder zurück. Hinzu kommen altbewährte „Ohoho“-Chöre und neoklassisch angehauchte Leadgitarren und schon fühlt sich der langjährige Fan der Schweden wieder zuhause – für alle, die jetzt immer noch nicht glauben, dass HAMMERFALL den Kontakt zur Basis nicht verloren haben, zitiert sich die Truppe im martialischen „Bushido“ dann noch unverhohlen selbst. Können die Schweden mit diesem Album also an die Glorie alter Tage anknüpfen? Klares nein. Die Magie der ersten drei Alben dieser Band liegt unwiederbringlich in der Vergangenheit und HAMMERFALL selbst haben sich seit jener Zeit nun mal stark verändert. Aber dass man beim Hören von „[r]Evoution“ überhaupt an Platten wie „Glory To The Brave“ oder „Legacy Of Kings“ denken muss, will schon etwas heißen: HAMMERFALL klingen auf ihrem neuesten Output vielleicht nicht wie früher, aber dennoch scheint den Jungs aus Göteborg ihre Kreativpause gut getan zu haben. „[r]Evolution“ klingt frischer und ungezwungener als sein Vorgänger „Infected“, der bei all seinen Qualitäten schon ein bisschen aufgesetzt daher kam. Abgesehen von reichlich peinlichen Texten wie in „Ex Inferis“ oder „Evil Incarnate“ ist davon auf diesem Album keine Spur – Songs wie „Origins“ oder „Tainted Metal“ klingen augenblicklich nach HAMMERFALL und muten gleichzeitig angenehm unverbraucht an. Zudem muss man Frontmann Joacim Cans attestieren, dass er nach einem Jahr Pause gesanglich absolut auf der Höhe ist – das wird auch diesem Album nie deutlicher als in der Ballade „Winter Is Coming“. Und der Band vorzuwerfen, sie würde auf „[r]Evolution“ übermäßig in der Vergangenheit schwelgen, entspricht obendrein nicht der Wahrheit.Vielmehr begehen HAMMERFALL mit ihrem neuesten Album den Mittelweg zwischen ihrem stilbildenden Sound der jüngeren Entwicklung der Band. Neben den erwähnten Nummern gibt es hier mit dem Titeltrack, „We Won't Back Down“ oder „Evil Incarnate“ genügend Songs, die den traditionellen Sound der Herren von einer anderen Seite zeigen und eher an „Infected“ denn an „Renegade“ erinnern. Die Schweden machen sich mit „[r]Evolution“ also kaum der Selbstkopie schuldig, sondern schlagen nach einer verdienten Verschnaufpause das nächste Kapitel ihrer Bandgeschichte auf.

Der Titel „[r]Evolution“ ist in der Tat mehr als nur ein mäßiges Wortspiel. Mit ihrem neuen Album entwickeln sich HAMMERFALL deutlich hörbar weiter, schielen dabei aber immer wieder auf ihre stilbildenden Alben und versöhnen so mit Sicherheit manchen Fan, der mit dem vorangegangenen „Infected“ nicht so richtig warm wurde. „[r]Evolution“ ist ein grundsolides und absolut zeitgemäßes Heavy Metal-Album, das die althergebrachten Tugenden der Band in den Vordergrund stellt, ohne dabei altbacken zu klingen. Sehr gut.

Trackliste:
01. Hector's Hymn
02. [r]Evolution
03. Bushido
04. Live Life Loud
05. Ex Inferis
06. We Won't Back Down
07. Winter Is Coming
08. Origins
09. Tainted Metal
10. Evil Incarnate
11. Wildfire
Spielzeit: 00:49:36

Line-Up:
Joacim Cans - Vocals
Oscar Dronjak - Guitar
Pontus Norgren - Guitar
Fredrik Larsson - Bass
Anders Johansson - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
22.08.2014 | 11:00
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