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Cover von Hangar -- The Reason Of Your Conviction
Band: Hangar Homepage Hangar bei Facebook Metalnews nach 'Hangar' durchsuchenHangar
Album:The Reason Of Your Conviction
Genre:Melodic Metal, Power Metal
Label:Wacken Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:23.05.08
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"Schlichtweg mitreißend"

HANGAR stammen aus Brasilien, gründeten sich bereits vor mehr als zehn Jahren und sind eine Power Metal-Band. Leider hat die Erfahrung gezeigt, dass Bands mit diesen Eigenschaften nur selten die Idealvorrausetzungen für klischeefreie Musik mitbringen. Umso weniger, wenn Keyboards einen beträchtlichen Teil ihrer Songs ausmachen. Aber wieder einmal soll der Volksmund Recht behalten, denn unverhofft kommt ja bekanntlich oft.

Ihre über die vergangene Dekade angeeignete Erfahrung merkt man den Jungs in jedem der Songs an: Insbesondere Sänger Nando Fernandes, dessen Stimme stark an die von Jorn Lande erinnert, scheint in jedem Track mit 110% dabei zu sein und nagelt jede Note dort fest, wo sie hingehört. Auch die Instrumentalfraktion erledigt ihren Job mit Bravour, vor Allem Flitzefinger Martinez kann durch gut strukturierte und technisch absolut einwandfreie Gitarrenarbeit überzeugen. Aber so gut die Musiker auch sein mögen steht und fällt das Potential einer Band mit den songwriterischen Fähigkeiten der beteiligten Musiker. Glücklicherweise braucht sich der Hörer auch in diesem Punkt bei HANGAR keine Sorgen zu machen, denn die Lieder sind allesamt hervorragend komponiert und bestechen durch Abwechslungsreichtum und intelligent aufgebaute Gesangslinien. Für Letzteres sei „Hastiness“ als Beispiel herangezogen. Jeder der neun Tracks reißt den Hörer vornehmlich durch komplexe Strukturen und das motivierte Spiel der fünf Brasilianer mit. Auf Uptempo-Titel wie das bereits genannte „Hastiness“ folgen Power-Balladen wie z.B. das hervorragend arrangierte „Call Me In The Name Of Death“, nur, damit im nächsten Song wieder Vollgas gegeben werde kann. Aber auch groovende Stampfer wie „Captivity“ klingen aus der Feder von HANGAR absolut authentisch. Um das Ganze noch interessanter zu gestalten, durchbricht die Band ihre Riff-Wände durch atemberaubende Shred-Soli, ausgedehnte Melodieläufe oder auch tragende Klavierpassagen. Über mehr als 40 Minuten rocken sich die Fünf so durch Songs, die stilistisch irgendwo zwischen MASTERPLAN und HELLOWEEN einzuordnen sind. Die Produktion der Platte fällt ebenfalls gelungen aus, neben den bereits genannten Stärken bildet der Bass ein grundsolides Fundament und das Keyboard wirkt zu keiner Zeit aufdringlich. Produzent Tommy Newton ist es also geglückt, der Band zu einem kraftvollen und ausgeglichenen Sound zu verhelfen. Gravierende Schwächen weist „The Reason Of Your Conviction“ nicht auf, es beschleicht den Hörer lediglich nach einer Weile das Gefühl, die Arrangements in ähnlicher Form schon von anderen Formationen gehört zu haben. Den einzigen ernsthaften Schnitzer leisteten sich die Brasilianer beim Intro zu ihrem neuen Output: Eine junge Dame vermutlich brasilianischer Herkunft verkündet dem Hörer in lächerlich schlechtem Englisch – und deshalb schwer verständlich – kryptische Botschaften die von vermeintlich beängstigenden Cello-Klängen unterlegt sind. Schwach! Aber dafür hat der Metalgott ja jedem CD-Player eine „Next“-Taste spendiert…

Mit ihrem ersten weltweiten Release bieten HANGAR der Metal-Gemeinde eine wahrlich gelungene Scheibe gefüllt mit progressiv angehauchtem Power Metal. Wenn das Quintett nun von der Szene die nötige Aufmerksamkeit erhält, dürften die Brasilianer sich mit diesem Album vom Geheimtipp zum Global Player in Sachen melodischer Härte mausern. Anspieltipps? Nur nicht das Intro…

Trackliste:
01. Just The Beginning
02. The Reason Of Your Conviction
03. Hastiness
04. Call Me In The Name Of Death
05. Forgive The Pain
06. Captivity [A House With A Thousand Rooms]
07. Forgotten Pictures
08. Everlasting Is The Salvation
09. One More Chance
10. When The Darkness Takes You
Spielzeit: 00:43:37

Line-Up:
Nando Fernandes - Vocals
Eduardo Martinez - Guitar
Fábio Laguna - Keyboard
Nando Melle - Bass
Aquiles Priester - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
18.05.2008 | 11:25
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