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Cover von Harakiri For The Sky -- Aokigahara
Band: Harakiri For The Sky Homepage  Metalnews nach 'Harakiri For The Sky' durchsuchenHarakiri For The Sky
Album:Aokigahara
Genre:Post/Avantgarde Black Metal
Label:Art of Propaganda
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:21.04.14
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"Gelungen, aber etwas zu gleichförmig"

Aus meinem Heimatland Österreich stammen die beiden Musiker, welche hinter dem etwas sperrigen Bandnamen HARAKIRI FOR THE SKY stehen und vor kurzem ihr zweites Album „Aokigahara“ veröffentlicht haben. „Aokigahara“, was soll denn das heißen? Es handelt sich dabei um den Namen eines Waldes in Japan, in welchem sich seit vielen Jahren eine recht hohe Anzahl an Leuten entleiben. Klingt interessant; da darf man gespannt sein, was uns die Österreicher hier musikalisch zu bieten haben.

Zunächst einmal staunt man nicht schlecht, wenn man feststellt, wer auf dieser Scheibe alles als Gastsänger fungiert: Seuche [FÄULNIS], Torsten [AGRYPNIE], Eklatanz [HERETOIR] und Plague [WHISKEY RITUAL] leihen HARAKIRI FOR THE SKY auf verschiedenen Songs ihre Stimme. Der nächste Überraschungsmoment kommt spätestens dann, wenn man feststellt, dass die zwei Österreicher als Bonus-Track eine Cover-Version eines TEARS FOR FEARS-Songs kreiert haben. Na, da wird man jetzt doch langsam wirklich gespannt, was sich hier ereignen wird, wenn man die CD in den Player gibt. Einfach gesagt – solider, durchdachter und stimmiger Depressive/Modern Metal. Melancholisch und getragen startet man in den Opener „My Bones to the Sea“ bevor man dann ab Minute 2 etwas schneller wird und mit dem herausgepressten Gesang beginnt. Eine gute Nummer und ein atmosphärischer Opener. Auf dem darauffolgenden „Jhator“ gibt man nach einer kurzen atmosphärischen Eröffnung richtig Gas und ballert sich durch den Song, ohne jedoch das melodiöse Fundament zu vernachlässigen. Eine Songbeschreibung, die man auch auf die meisten weiteren Tracks des Albums anwenden kann. HARAKIRI FOR THE SKY variieren in weiterer Folge zwar das Tempo ihrer Songs und bauen auch immer wieder kleine Kniffe ein, werden dabei aber ihrem grundsätzlichen kompositorischen Schema niemals untreu. Das klappt auch ganz gut, allerdings sind die Songs mit durchschnittlich 6 bis 7 Minuten manchmal einfach zu lang, um von dieser Struktur beziehungsweise von diesem Schema getragen werden zu können. Die Guestvocals sorgen noch einmal zusätzlich für Abwechslung - vor allem Plague sticht hier heraus -, aber das genügt nicht, um „Aokigahara“ auf ganzer Länge spannend zu halten. Textlich scheint man das Gefühl der Verlorenheit und den Verfall jeglicher Sicherheiten in der modernen Welt zu thematisieren; auf „69 Dead Birds for Utøya“ wird allerdings auch recht spezifisch auf das Attentat in Norwegen vor einigen Jahren eingegangen. Insgesamt eine stimmige Sache, genau so wie das Cover-Artwork. Auch produktionstechnisch wurde hier eine gute Arbeit abgeliefert, denn diese ist klar und druckvoll ausgefallen, was dazu führt, dass die starken Momente der Scheibe wirklich gut zur Geltung kommen. Ein bisschen erschreckend ist dafür, dass sich die Cover-Version von „Mad World“ von TEARS FOR FEARS tatsächlich recht gut in das Album einfügt. Natürlich erkennt man, dass es sich hierbei um einen Pop-Song handelt, aber die eigenen Songs von HARAKIRI FOR THE SKY sind von der hintergründigen Struktur dieses Tracks nicht vollkommen verschieden.

Alles in allem liefern HARAKIRI FOR THE SKY ein schmissiges und handwerklich gut gemachtes Album ab, was einigen Fans von melodiösem Metal gefallen wird. Mit Black Metal hat das Ganze zwar nicht viel zu tun, aber wer mit Bands wie HERETOIR oder AGRYPNIE etwas anfangen kann, der sollte den Jungs eine Chance geben und den Underground unterstützen.

Trackliste:
01. My Bones to the Sea
02. Jhator
03. Homecoming: Denied!
04. 69 Dead Birds for Utøya
05. Parting
06. Burning from Both Ends
07. Panoptycon
08. Nailgarden
09. Gallows [Give 'em Rope]
Spielzeit: 01:03:56

Line-Up:
M.S. - Alle Instrumente
J.J. - Vocals
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
26.05.2014 | 20:51
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