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Album:Psychotic Kingdom
Genre:Melodic Death Metal, Progressive
Label:Quality Steel Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:26.04.13
CD kaufen:'Harasai - Psychotic Kingdom' bei amazon.de kaufen
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"Ziemlich aus dem Nichts!"

Deutschland hat im Bereich des Melodic Death Metal in den letzten Jahren den einen oder anderen hochkarätigen Newcomer vorzuweisen: Von DECEMBER FLOWER über BURIAL VAULT bis hin zu den New Blood Award-Gewinnern BLEEDING RED, man kann sich auf gesunden Nachwuchs freuen. Und dennoch schafft es gerade eine kleine Band aus Altenessen herauszustechen, die sich in der nächsten Zeit – wenn denn alles glatt läuft - an der deutschen Speerspitze etablieren könnte. Denn der aktuelle Output „Psychotic Kingdom“ verspricht nichts Geringeres.

HARASAI setzen auf eine modern angehauchte Variante des melodischen Todesstahls, ohne sich allerdings in weichgespülte Core-Breakdowns zu verirren. Stattdessen vermischen sich übliche Verdächtige wie AT THE GATES oder DARK TRANQUILLITY mit progressiven Strukturen zu einer homogenen Metal-Mischung, in denen geschickt aggressive Riff-Salven und Twin-Guitar-Harmonien aneinander gereiht werden. Das nordrhein-westfälische Quartett nimmt dabei häufig genug das Tempo aus den Kompositionen und lockern mit melancholischen, teils semi-akustischen Passagen die Chose auf oder verfallen in ansprechende Soli. Nach den ersten drei Nummern auf „Psychotic Kingdom“, in denen nur Growler Martin Wittsieker das Wort hat, wird bei „The Art Of The Sun“ mit Arne Laßen auch eine cleane Stimme vorgestellt, der fortan Seite an Seite des gutturalen Gesangs arbeitet. Arne sorgt zwar für mächtig Abwechslung mit seiner akzeptablen und motivierten Vorstellung, stinkt jedoch gegen die großartigen Growls ab. Martin gibt einen jungen Mikael Stanne ohne sich in seiner Qualität weit von ihm zu entfernen, sein leicht hysterischer Unterton gibt den ohnehin härteren Passagen eine fette Portion Intensität. Wären seine Growls noch voller im Klang, könnte man ihn durchaus zum erlesenen Kreis der besten gutturalen Sänger im deutschen Bereich zählen!
Dies soll aber nicht die Leistung der weiteren Musiker in den Schatten stellen, überhaupt funktionieren HARASAI als eine eingespielte Truppe und nicht als ein Haufen Individualisten. Dies zeigt auch das gute Songwriting, das sich selbst über eine lange Zeit wie sechs Monate nach seinem Release nicht abnutzt. Ein absoluter Instant-Klassiker lässt sich zwar nicht ausmachen, was man von einem Zweitwerk auch nicht direkt zu erwarten hat, aber die Qualität fällt über sämtliche acht Songs inklusive zwei Instrumentals nicht ab, mit dem melodiegeschwängerten „Three Kings“, dem straighten Opener „Resist To Rebuild“ oder dem progressiven „Dying Race Domain“ hat man sogar durchaus Höhepunkte vorzuweisen. Selbst längere Lieder wie „The Liquid Everything“ haben kaum Durchhänger oder Leerlauf, eine Hürde, die nicht jede progressiv angehauchte Kapelle in der letzten Zeit genommen hat. Während man beim Debüt „I-Conception“ noch auf eine teure Dan Swanö-Produktion setzte, wurde „Psychotic Kingdom“ von Sebastian Levermann [ORDEN OGAN] aufgenommen und von Dennis Koehne [CALIBAN, TIAMAT] gemastert, wodurch genügend Wucht hinter dem Sound steckt und Details nicht verschluckt werden.

HARASAI legen mit „Psychotic Kingdom“ ein Königreich vor, das selbst den einen oder anderen etablierten Melodeath-Act blass aussehen lässt. Hier wird leidenschaftlich aufgespielt mit einer Vorliebe für gut geschriebene Songstrukturen und der richtigen Portion Abwechslung. Man kann kaum einen zerschmetternden Kritikpunkt an der dargebotenen Scheibe finden, weshalb es auch die 6 von 7 Punkten gibt. Die insgesamt sehr runde Leistung wird eben nur dadurch geschmälert, dass man sich bereits auf einem extrem hohen, aber nicht absolut perfekten Niveau bewegt. Jedoch zeigt der Longplayer auf eine rosige Zukunft, vielleicht sogar auf eine Zukunft an der Speerspitze des deutschen Melodic Death Metal.

Trackliste:
01 - Resist to Rebuild
02 - The Liquid Everything
03 - Three Kings
04 - The Art of the Sun
05 - Skywards we Fly
06 - Heretic Souls
07 - Psychotic Kingdom
08 - Dying Race Domain
09 - In Circles Forever
10 - Reflections
Spielzeit: 00:50:39

Line-Up:
Martin Wittsieker - Throat, Lyrics
Yannick Becker - Guitars
Arne Laßen - Bass, Voice, Piano
Nicolas Becker - Drums
Patrick Wassenberg - Guitars
Nico Carvalho [Champ]
21.10.2013 | 20:25
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