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Cover von Harpyie -- Willkommen Im Licht
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Album:Willkommen Im Licht
Genre:Folk Metal, Mittelalter
Label:Metalville
Bewertung:2.5 von 7
Releasedatum:11.10.13
CD kaufen:'Harpyie - Willkommen Im Licht' bei amazon.de kaufen
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"Sekunden der Hoffnung"

Manchmal kann alles ganz schnell gehen. Bei HARPYIE ist das wohl der Fall. Vor allem, wenn man sich die letzten Jahre der Band anschaut. Aus dem Nichts taucht die Gruppe auf, bekommt für das Debüt – größten Teils – gute Kritiken – wird sofort nach Wacken und aufs Wave Gothic Treffen eingeladen und kommt dann gleich mit dem zweiten Album um die Ecke. Selbstverständlich sind somit alle Augen auf „Willkommen im Licht“ gerichtet. Durchaus verspricht man schon vorher, dass man eine elegante Mischung aus traditionellen Mittelalterklängen und modernen Sound gefunden hat. Wie genau diese Mischung am Ende geglückt ist, zeigt die nächste knappe Stunde.

Mit dem Intro „Aus dem Schatten“ baut man einen durchaus guten Spannungswecker ein, der Lust auf den Opener macht. Der soll auch nicht lange auf sich warten lassen. „Der letzte Held“ schießt aus den Boxen und überrennt für ein paar Sekunden meine Anlage. Hier schießt bester Folk-Power-Metal aus den Boxen, wie man ihn sonst nur von ELVENKING oder SPELLBLAST kennt. Binnen Sekunden folgt dann die Ernüchterung. Das Tempo schießt von 200 Kmh auf 20 und endet dann in einem wirklich mehr als langweiligen Pop/Rock Gerümpel. Damit allerdings noch nicht genug. Dass viele Mittelalterbands nicht gerade die besten Sänger haben, dürfte ja bekannt sein – macht jedoch meistens nicht wirklich etwas… Was Aello die Windboe da allerdings von sich gibt, ist schon nicht mal mehr als Gesang zu bezeichnen. Da habe ich schon Leute morgens um vier aus der Kneipe besser „Henkersbraut“ brüllen hören. Dies klang viel besser, als dieser – sagen wir einmal – nette Versuch, die Worte an die Hörer heranzutragen. Nachdem auch dieser Schock schon fast überwunden ist, kommt mir dann plötzlich alle Schamesröte ins Gesicht gestiegen, die mein Kopf zu bieten hat. Ich stoppe die CD, lass etwas zurücklaufen und höre erneut, dann die Gewissheit – das wurde gerade tatsächlich gesungen. Dass manche Texte in dem Genre etwas Stumpf sind – kein Problem, so etwas haben wir fast überall im Metal. Dass manche Begriffe auf Deutsch oft komischer klingen, als auf Englisch – auch damit lässt sich leben… Aber… Wer so etwas von sich gibt: „So liege ich nun blitzeblau / Vom Schnaps am übergeben / Mein Schwert in einer schönen Frau / Wie geil ist denn mein Leben“ oder „Er ist der Schwanz der das Feuer hält / Ich bin der der die Nutten prellt / Ich kauf mir Schnaps von eurem Drogengeld“, der muss sich nicht wundern, wenn man nur noch mit dem Kopf über ihn schüttelt. An sich bietet das Album immer wieder musikalische Ansätze, die einen kurz aufatmen lassen, um einen dann wieder in die Schranken zu weisen. Ist man gerade in einem richtig schönen alten Speed-Part, wird man in den nächsten Sekunden mit Elektronik bombardiert. Dann wird wieder eine Bremse in den Song gebaut, damit die Gesangskunst vom Windhauch – Entschuldigung - Aello die Windboe – wieder zum Einsatz kommt. Dies zieht man dann auch knapp eine Stunde bis zum bitteren Ende durch, sodass am Ende nur ein knappes Fazit bleibt.

Normalerweise hat dieses Werk aufgrund der groben Stilbrüche, der kaum vorhandenen sinnvollen Zusammenstellung und der wirklich schrecklichen Texte kaum etwas an Punkten verdient. Trotzdem gibt es ein paar Gnadenpunkte, da die Band es immerhin schafft, in ihrem Gebilde ganz konsequent zu sein, und diese von Anfang bis Ende an die Fans zu tragen. Wer sich mit dem Gesang anfreunden kann, auf Texte einen Furz gibt und gegen Stilbrüche nichts hat, der dürfte wenigstens ein Werk finden, das er ein paar mal zum Feiern reinpacken kann – mehr aber auch nicht. „Willkommen im Licht“ stellt sich eher als Talfahrt in eine Schattenwelt heraus und so bleiben HARPYIE ein sehr gewöhnungsbedürftiger Fall.

Trackliste:
01. Aus den Schatten
02. Der letzte Held
03. Wir sterben nie
04. Ausgebrannt
05. Blutsbrüder
06. Diese eine Nacht
07. Samson und Delilah
08. Mädchen im Wasser
09. Antarktika
10. Antarktika Epilog
11. Jericho
12. Anna Marie
13. Sturmvögel
14. Willkommen im Licht
Spielzeit: 00:54:15

Line-Up:
Gyronimus der Basstard - Bass
Aello die Windböe - Vocals
Podargo der Schnellfliegende - Guitar
Garik Sturmbringer - Guitar
Kelaino der Dunkle - Drums
Mechthild Hexengeige - Geige
Michael von Ullrichstein - Dudelsäcke
Garik Sturmbringer - Dudelsäcke, Flöten
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
24.10.2013 | 15:23
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