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Album:Heroes Of Origin
Genre:Thrash Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:25.01.13
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"Endlich wieder Zetro!"

Nachdem er mit EXODUS ein paar der wichtigsten Alben der Truppe aufnahm, schied Frontmann Steve „Zetro“ Souza 2005 aus der Formation aus. Seither wurde es vergleichsweise Still um den Mann, den außer einer eher fruchtlosen Beteiligung bei TENET stand die Karriere des Shouters weithin still. Nun hat Mr. Zetro mit HATRIOT ein schwermetallenes Familienprojekt an den Start gebracht, das mit „Heroes Of Origin“ nach ersten Demo-Aufnahmen von 2011 nun auch ein erstes Album vorweisen kann.

Für Fans klassischen Thrash Metals dürfte „Heroes Of Origin“ als durchweg gute Nachricht kommen: Mit dem HATRIOT-Debü nähert sich Meister Zetro weit mehr an sein einstiges Schaffen bei EXODUS an, als es etwa bei seinem kurzen Gastspiel bei den Dreschflegeln von TENET der Fall war. So erinnern Nummern wie „Weapons Of Class Destruction“, „Murder American Style“, „Globacidal“ und auch „Mechanics Of Annihilation“, aber auch der generelle Sound von „Heroes Of Origin“ stark an Götteralben wie „Tempo Of The Damned“ und das ist selbstverständlich in jeder Hinsicht zu begrüßen. Da meint man dann gerne Songs wie „Scar Sprangled Banner“, „War Is My Shepherd“ oder auch „Forward March“ als Vorbilder herauszuhören und da der gute Mr. Zetro an deren Genese schließlich maßgeblich beteiligt war, ist das nur gut und richtig so – in „And Your Children To Be Damned“ schwingt dann sogar ein bisschen „Pleasures Of The Flesh“ mit, wenngleich das etwas verunglückte Growling in der Mitte dann doch nicht unbedingt hätte sein müssen. Nun wirk bei HATRIOT natürlich kein Rick Hunolt, kein Jack Gibson und schon gar kein Gary Holt mit, weshalb das Riffing auch nicht ganz so zwingend ausfällt wie auf den stilbildenden Alben der ehemaligen Brötchengeber des Frontmanns. Allerdings muss man der ehemaligen EXODUS-Röhre zugute halten, dass er für seine neue Band eine durchaus fähige Mannschaft zusammen gestellt hat – nicht nur machen seine Söhne Nick und Cody an Bass und Drumkit eine verdammt gut Figur, nein, auch die Saitenfraktion wurde mit zwei überaus befähigten Klampfern besetzt, die das EXODUS-typische Gefrickel recht gut verinnerlicht haben. Und dann ist da ja noch der Meister selbst: Schlug Steve Souza bei TENET noch weitaus rauere Töne an, so legt er auf „Heroes Of Origin“ endlich wieder das rotzig-coole Geröhre an den Tag, das man auf Alben wie „Fabulous Desaster“ kennen und lieben gelernt hat und das stets wenigstens ein bisschen durchblicken lässt, dass der Mann auch noch in einer AC/DC-Tributeband aktiv ist. All jene, die Herrn Zetro also schmerzlich bei EXODUS vermissen und sich nie mit Rob Dukes abfinden konnten oder wollten, dürften „Heroes Of Origin“ also bereits nach einem halben Durchlauf ins Herz schließen, dann authentischer kann der EXODUS-Schaffensphase mit Steve Souza nun wirklich nicht nachgeeifert werden.

Warum Mr. Souza sich in letzter Zeit wieder vermehrt durch Äußerungen über Sinn und Zweck seiner vermeintlichen Rükkehr zu seiner früheren Band hervortun musste, bleibt schleierhaft, denn mit HATRIOT hat der Mann ein wirklich heißes Eisen im Feuer: „Heroes Of Origin“ ist ein auf ganzer Linie überzeugendes Thrash Metal-Album, das sich klar an Fans der genannten Bay Area-Platten wendet und die Vergangenheit des Herrn Souza mit jeder Note triumphierend zur Schau stellt. Wer findet, dass es seit „Tempo Of The Damned“ kein vernünftiges Thrash Metal-Album mehr gab, ist hier genau richtig.

Trackliste:
01. Suicide Run
02. Weapons Of Class Destruction
03. Murder American Style
04. Blood Stained Wings
05. The Violent Time Of My Dark Passenger
06. Globicidal
07. And Your Children To Be Damned
08. The Mechanics Of Annihilation
09. Shadows Of The Buried
10. Heroes Of Origin
Spielzeit: 00:43:42

Line-Up:
Steve "Zetro" Souza – Vocals
Kosta "V" – Guitar
Miguel Esparza – Guitar
Cody Souza – Bass
Nick Souza – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
18.01.2013 | 11:56
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