.: SUCHE
    Erweiterte Suche
News zu Hawkwind
Reviews von Hawkwind
CD Review: Hawkwind - Spacehawks

Hawkwind
Spacehawks


Psychedelic
1.5 von 7 Punkten
"Liebloses Restesammelsurium"
Mehr aus den Genres
CD Review: Leather Nun America - Kult Occult

Leather Nun America
Kult Occult


Doom Metal, Southern Rock, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten
"Hochtrabende Titel und ihre verloren gegangene Bedeutung"
CD Review: The Egocentrics - Love Fear Choices And Astronauts

The Egocentrics
Love Fear Choices And Astronauts


Psychedelic, Stoner Rock
6 von 7 Punkten
"Seelentaucher"
CD Review: Zippo - The Road To Knowledge

Zippo
The Road To Knowledge


Psychedelic, Stoner Rock
6 von 7 Punkten
"Ein geiles Brett"
CD Review: Admiral Sir Cloudesley Shovell - Don't Hear It.... Fear It!

Admiral Sir Cloudesley Shovell
Don't Hear It.... Fear It!


Blues / Bluesrock, Psychedelic, Space Rock
5 von 7 Punkten
"Ein Admiral und Rocker"
CD Review: ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Festival Thyme

...And You Will Know Us By The Trail Of Dead
Festival Thyme


Alternative, Progressive, Psychedelic
6 von 7 Punkten
"Exklusive Vorschau!"
CD Review: Ne Obliviscaris - Citadel

Ne Obliviscaris
Citadel


Death Metal, Progressive
5 von 7 Punkten
"Insgesamt gereift"
CD Review: Necrophagia - WhiteWorm Cathedral

Necrophagia
WhiteWorm Cathedral


Death Metal
5 von 7 Punkten
"Unterhaltsam"
CD Review: Arcturon - Expect Us [EP]

Arcturon
Expect Us [EP]


Melodic Death Metal
5.5 von 7 Punkten
"Schweizer Schweden"
CD Review: Alice Cooper - Raise The Dead [Bluray+2CD]

Alice Cooper
Raise The Dead [Bluray+2CD]


Hard Rock, Heavy Metal
6 von 7 Punkten
"Noch lange nicht tot"
CD Review: Crucified Barbara - In The Red

Crucified Barbara
In The Red


Hard Rock, Heavy Metal
4.5 von 7 Punkten
"Klassisch unkompliziert"
Cover von Hawkwind -- Onward
Band: Hawkwind Homepage Hawkwind bei MySpace.com Metalnews nach 'Hawkwind' durchsuchenHawkwind
Album:Onward
Genre:Psychedelic, Stoner Rock
Label:Eastworld Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:27.04.12
Share:

"Ohne Alter keine Frische!"

Machen wir uns an dieser Stelle nichts vor: Die Ursprünge sowie letzten Endes das Allgemeinverständnis über psychedelischen Space Rock hätten ohne die einschneidende Wirkung von Lemmys Ex-Arbeitgebern eine ganz andere, wenn nicht sogar wesentlich spätere Wendung genommen - vorausgesetzt, man vertritt die Meinung, dass das nach Woodstock '69 irrplötzliche Verschwinden der Hippie-Bewegung mitsamt ihrem [bis heute erhaltenen] Vermächtnis in Wort und Ton nicht ähnliche Upstarter hervorgebracht hätte. In den letzten Jahren steigerte sich die Anzahl jener Truppen, deren Fundament aus denselben Materialen wie damals "Doremi Fasol Latido" zusammengestellt wurde, so sehr ins Unermessliche, dass man nur noch mit äußersten Kraftanstrengungen ungefähr die Hälfte aller neuen Scheiben in Ohrenschein nehmen kann. Dave Brock, seinerseits einziges noch aktives Ur-Mitglied, könnte dies kaum gleichgültiger sein und bringt mittlerweile die gefühlte hunderste Veröffentlichung an den Start heraus, die vom Kurs HAWKWINDs keinen einzigen Millimeter abweicht.

Weite Kreise ziehende, erneut fein säuberliche abgewogene Synthie-Orgien gehen mit teils wirklich heftigen Rock-Salven [wie der hiesigen Neueinspielung von "Death Trap"] oder noch abgespaceterer Knöpfchendreherei einher, bilden hübsche akustische Rauchschwaden und laden zum Stelldichein mit dem eigenen Endorphinhaushalt ein. Ulkige Zwischenmomente wie den bewusst dramatisch überzogenen Durchsagen in "System Check" oder der Absage an die nichtsnützig vor ihren Bildschirmen hockenden Ressourcenfressern in "Computer Cowards" dürfen hierbei ebenso nicht fehlen wie sich wunderschön entfaltende, endchillige Nummern à la "The Prophecy", die es allesamt gar nicht nötig haben, an den frühen Meisterwerken gemessen zu werden, da sie ohne große Mühe auf eigenen Beinen stehen, vor allem aber begeistern können. Zumindest die erste Hälfte von "Onward" funktioniert einfach tadellos - HAWKWIND wirken wie ein aufeinander eingespieltes Team von Chefköchen, die in ihrem Proberaum unaufhörlich an schmackhaften Köstlichkeiten basteln.

CD Nummer Zwei hingegen wartet mit allerlei Stücken auf, in denen der Gesang wie auch strikt durchexerzierte Arrangements stark zurückgefahren werden, um Platz für die potentiell großartige Spielwiese der Improvisation zu machen. Um es kurz zu fassen, schaffen es manche Tracks durchaus, die gewünschte Atmosphäre herauf zu beschwören ["Green Finned Demon"], andere hingegen wirken wie unvollendete Jam-Sessions ohne nachvollziehbaren Zweck. Nichtsdestotrotz dürfen Langzeit-Anhänger dieser britischen Institution nicht unentschuldigt an "Onward" vorbeischrammen. Allein die Mühelosigkeit, mit der ein zeitweise unfassbarer Fluss an Ideen den Probanden mit Haut und Haar verschlingen will, entsagt jedwedem Beschreibungsversuch. Thumbs up!

Trackliste:
CD 1:
01 - Seasons
02 - The Hills Have Ears
03 - Mind Cut
04 - System Check
05 - Death Trap
06 - Southern Cross
07 - The Prophecy
08 - Electric Tears
09 - The Drive By

CD 2:
01 - Computer Cowards
02 - Howling Moon
03 - Right To Decide
04 - Aerospace Age
05 - The Flowering Of The Rose
06 - Trans Air Trucking
07 - Deep Vents
08 - Green Finned Demon
09 - The Mystery Track
Spielzeit: 01:24:16

Line-Up:
Dave Brock - Gesang, Gitarre
Niall Hone - Gitarre
Mr. Dibs - Bass
Tim Blake - Keyboards
Richard Chadwick - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
22.04.2012 | 16:23
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin