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Album:Heat
Genre:Doom Metal, Stoner Rock
Label:Electric Magic
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:28.09.12
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"Zusammenarbeit im großen Stil"

Benannt nach einem der umwerfendsten modernen Kriminalfilme aller Zeiten - wahrscheinlich aber nicht an dessen bedrückende Stimmung angelehnt - kommen unter anderem treibende Kräfte in Bands zusammen, die an anderer Stelle schon enormen Zuspruch bekommen haben: Wer geht nicht nach einem Gig von GRANDLOOM beziehungsweise SAMSARA BLUES EXPERIMENT ungeschoren, vor allem aber um einige gefühlte Tausend Euro erleichtert nach Hause, ohne dabei den Kräften dieses Sternenzeltes für zwei derart fantastische Combos zu danken? Eben. Da schickt es sich doch an, am selben Ende eines Strickes zu ziehen, nicht?

Ja, mit Verbesserungswünschen. HEAT laben sich auf ihrem Einstand an vierzig Jahre altem Kraut mit gelegentlichem Schlenkern in die Raumfahrt- und Säureabteilung. Zusammen mit der jahrelangen Erfahrung aller beteiligten Musiker sowie einer deutlich heraushörbaren Spielfreude lässt das bodenständig nach vorne rollende Material aufhorchen: Dickflüssiges Groove-Gebräu, wie es "Hamelin" oder "Old Sparky" herstellen, setzt die Heimanlage unter Wasser. Von verspielten Power-Chord-Arrangements über ausgedehnte, schreiende Soli bis hin zu immer weiter auf seinen Höhepunkt zusteuernde Epen deckt der bundesweite Schulterschluss eine angenehme, auf das Wesentliche beschränkte Bandbreite ab. Über dem gesamten Geschehen thront wiederum das raumfüllende Organ des Sängers, dessen Timbre entfernt an allerlei Ritter des Ordens Kemado Records sowie KADAVAR erinnert. Ebenso vorherrschend das unkomplizierte Vorgehen der Band; ein allumfassender Groove ist alles, das hier zählt.

So weit, so gehabt. "Heat" strebt nicht nach Zielen, die dessen musikalischen Bodensatz schaden könnte, fährt aber andererseits keine in irgendeiner Weise hevorstechende Hits auf. Der Fünfer kocht sein eigenes, moderne Einflüsse explizit ausschließendes Süppchen, ohne Fans der ersten Stunde sauer aufzustoßen. Konsensware von hoher Qualität also, die wirklichen Verbesserungsvorschläge keinen Platz einräumt. Eher böten sich für die Zukunft kleinere Kurswechsel an, um die kollektive Aufmerksamkeit anzuziehen. Ob dieser Vorschlag bei der Band ankommt, wird spätestens Gegenstand des [hoffentlich bald erscheinenden!] nächsten Langläufers sein.

Trackliste:
01 - Daymare
02 - Warhead
03 - Hamelin
04 - Illusion
05 - Old Sparky
06 - Ending Aging
Spielzeit: 00:45:25

Line-Up:
Patrick Fülling - Gesang
Ingo Börner - Gitarre
Marco Rischer - Gitarre
Richard Behrens - Bass
Marcus Töpfer - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
02.10.2012 | 19:12
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