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Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:24.04.09
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"Fantastisch!"

Tja Kinners, was war los? Viele Jahre wurde geballert, geschrabbelt, gekillt und gemosht. Vieles, sehr vieles davon auf dem Rücken von BLACK SABBATH bzw. Iommis genialen Riffs. Leider werden die alten Herren immer weniger erwähnt und sind immer mehr in Vergessenheit geraten. Härter, schneller, brutaler, asozialer ist die Devise, seit im großen Metalzirkus das große Geld eingekehrt ist und Plattenfirmen jeden verdammten Dorftrottel pushen, der eine Gitarre tragen kann. Masse statt Klasse - so viele Jahre schon. Was uninspirierte Schrabbelnasen, die mehr Wert auf Klamotten und blumige Tattoos legen, anstatt auf die Musik, verwässert haben, wird hier ausgebügelt - natürlich unmöglicherweise nicht ungeschehen gemacht. Eine der wichtigsten Urquellen meldet sich also zurück - wenn auch unter anderem Namen. HEAVEN AND HELL sind BLACK SABBATH und BLACK SABBATH sind HEAVEN AND HELL. Der ewige Streit, ob Ozzy oder nicht, ist meiner Meinung nach schon immer hinfällig gewesen. Nichts gegen den Prinz der Dunkelheit, absolut nicht, aber andere Mütter haben eben auch gute Sänger und die zweite BLACK SABBATH-Phase ist zwar stilistisch stark verändert, bietet aber doch eine Menge hörenswerter und wertvoller Alben.

"The Devil You Know" greift natürlich auf die Dio-Phase zurück und dies mit enormer Wucht und wahnsinnig intensiven, zeitlosen und klassischen Metalsongs - wobei die Produktion und der Grundtenor Doom schreit. Warm, dicht, dunkel und drückend hat man einen Sound fabriziert, der differenzierter und erdiger nicht sein könnte. Maßarbeit! Tony Iommi, Geezer Butler, Vinnie Appice und ein Dio, der stimmlich immer noch voll auf der Höhe ist. Seine typische Intonierung sowie seine Theatralik sind aus der Metallandschaft nicht wegzudenken und auch hier wieder großartig mit eingeflossen. Am ehesten lässt sich das HEAVEN AND HELL Werk mit dem fantastischen "Dehumanizer"-Album vergleichen. Auch wenn insgesamt etwas dunkler geraten, erinnert man sich doch hier und da gerne an das 92er Werk. Der faszinierende, theatralische Opener, das rockigere, düstere "Fear", das dynamisch drückende "Bible Black", das genial riffende Monster "Rock And Roll Angel" oder aber auch das vielschichtige "Follow The Tears", allesamt zeigen sie die enorme Kraft und Kreativität, die die Altherren noch in der Lage sind, vom Stapel zu lassen. Dabei glänzt Iommi an allen Ecken und Enden mit wirklich starken Riffs und Soli. Einzig und allein "The Turn Of The Screw" wirkt etwas zu flach und mehrfach schon gehört, was insgesamt nicht weiter ins Gewicht fällt, da auch dieser Song seine Momente hat und ins Konzept passt. Auch wenn das Album natürlich in gewohnter Weise erlaubt, nebenher gut zu funktionieren, so ist doch intensives Hinhören erforderlich, um die vielen Feinheiten und vor Allem das Gefühl zu erfassen, was liebevoll in zehn Songs verbaut wurde.

Dynamisch, songwriterisch, gesanglich, rhythmisch und produktionstechnisch zu jedem Moment präsent und schwächenlos, lässt sich ein wunderbares Comebackalbum abfeiern, was wohl kaum einer in dieser Form noch erwartet hätte. Dazu kommt eben, dass die Senioren immer noch Spielfreude und Energie verbreiten, anstatt poplige Standards runter zu brettern, wie alternde Schnapsnasen im Rock und Metal in der Vergangenheit des Öfteren getan. Wer sich hier nicht verbeugt, hat nichts verstanden!

Trackliste:
01. Atom & Evil
02. Fear
03. Bible Black
04. Double the Pain
05. Rock & Roll Angel
06. The Turn of the Screw
07. Eating the Cannibals
08. Follow the Tears
09. Neverwhere
10. Breaking into Heaven
Spielzeit: 00:54:52

Line-Up:
Ronnie James Dio - Vocals
Tony Iommi - Guitar
Geezer Butler - Bass
Vinny Appice - Drums
Thomas Kleinertz [shub]
29.04.2009 | 12:20
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