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Band: Heaven Shall Burn Homepage  Metalnews nach 'Heaven Shall Burn' durchsuchenHeaven Shall Burn
Album:Antigone
Genre:Death Metal, Metalcore
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:26.04.04
CD kaufen:'Heaven Shall Burn - Antigone' bei amazon.de kaufen
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Soll man sich wirklich darüber streiten, wie man das Baby nennt? Hardcore, Metalcore, Death Metal, Melodic Death? Ich sag, scheiß drauf. „Antigone“ killt ohne Ende. Schraubte einem der Vorgänger schon gehörig an den Nackenwirbeln, montiert einem das neue Langeisen aus den Hause HEAVEN SHALL BURN endgültig die Rübe ab.

Gleich der Opener „The Weapon They Fear“ drückt das Gaspedal mächtig durch, überrascht aber im Mittelpart durch wunderschöne Synthesizer-Sequenzen. Überhaupt wurde auf dem neuen Silberling der Melodieanteil mächtig nach oben geschraubt. Dies bestätigt auch der nächste Song, der wie eine räudige Mischung aus KILLSWITCH ENGAGE und AMON AMARTH klingt. „Architects Of The Apocalypse“ ist einer meiner Lieblingssongs auf „Antigone“. Fetter Groove gepaart mit geiler Harmonieführung lässt keine Körperpartie unberührt. „Voiceless“ ist ein wenig schwächer, kann aber mit einer supergeilen Bridge vor dem Refrain letztendlich doch überzeugen. „Numbing The Pain“ ist dagegen ganz großes Gefühlskino. Eher im Mittempo-Bereich angesiedelt erzeugt der Song mit tollen Klavierparts eine Gänsehaut nach der anderen.
Nach dieser Halbzeitpause wird mit „To Harvest The Storm“ einem typischen HSB-Song das Tempo wieder angezogen. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch „Bleeding To Death“.
„Tree Of Freedom“ erinnert unweigerlich an die göttlichen SLAYER ohne die eigentlichen Trademarks der Band zu vernachlässigen. Ziemlich geil!
Kaum denkt man, auf der Scheibe kann einen nichts mehr überraschen, lässt man „The Dream Is Dead“ aus der Box. Mit seinem elektronischen Beginn und durch die gesamte Struktur klingt der Song ein wenig nach den ganzen Modern Metal-Bands die in diesem Jahr die US-Charts besetzten, ist aber wie das restliche Material trotzdem eindeutig als HSB zu identifizieren.

Als Bonus hat man noch 2 Coverversionen eingespielt, auf die ich aber nicht näher eingehen will. Abgerundet wird die Scheibe durch ein Intro und zwei Outros welche wunderbar am Klavier eingespielt wurden und den Eindruck erhärten, dass neben den üblichen Verdächtigen auch DARK TRANQUILLITY tiefe Spuren im Sound hinterlassen haben. Insgesamt klingt die Musik von HSB durch die neuen Einflüsse und die wesentlich druckvollere Produktion noch abwechslungsreicher und kann vom Anfang bis zum Ende überzeugen. Daneben weiß auch das geniale Artwork zu gefallen. In jeder Hinsicht das beste Produkt der Brandstifter.

Trackliste:
01.Echoes (Intro)
02.The weapon they fear
03.The only truth
04.Architects of the apocalypse
05.Voice of the voiceless
06.Numbing the pain
07.To harvest the storm
08.Risnadi von (Outro)
09.Bleeding to death
10.Tree of freedom
11.The dream is dead
12.Deyjandi von (Outro)
13.Dislocation (Bonus, Cover von Disembodied)
14.Not my god (Bonus, Cover von Hate Squad)


Frank Zschäbitz [Azriel]
09.10.2004 | 15:36
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