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Cover von Hell -- Curse & Chapter
Band: Hell Homepage Hell bei Facebook Metalnews nach 'Hell' durchsuchenHell
Album:Curse & Chapter
Genre:Heavy Metal, NwobHM
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:22.11.13
CD kaufen:'Hell - Curse & Chapter' bei amazon.de kaufen
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"Monty Python's schwermetallener Zirkus"

Als die britischen Heavy Metal-Urgesteine HELL vor gut zwei Jahren angeführt von Produzentenlegende Andy Sneap aus der Versenkung hervor kamen, hatte wohl niemand damit gerechnet, dass die Truppe dabei eines der heißesten Alben des Jahres abliefern würde. Umso erfreulicher ist es, dass die Engländer es nicht dabei belassen wollten und mit „Curse & Chapter“ nun die nächste volle Veröffentlichung auf Lager haben.

HELL inszenieren sich auf ihrem zweiten Album einmal mehr in jeder Hinsicht bühnenreif und geben dem Affen somit schon im theatralischen Intro „Gehenna Incendiis“ gehörig Zucker. Das nachfolgende „The Age Of Nefarius“ gab es schon auf der gleichnamigen EP und hier zeigt sich, dass die Herren nicht gelogen haben, als sie im Vorfeld behaupteten, auf „Curse & Chapter“ gehe es kompakter zu als noch auf „Human Remains“: Die Nummer fällt insgesamt weitaus rockiger aus als alles, was es auf dem Debüt der Engländer zu hören gab – ein Entwicklun, die auch anhand von Songs wie „Harbinger Of Death“, „Faith Will Fall“ und dem genialen „Deliver Us From Evil“ nachzuweisen ist. Die Musik der Briten lebt dabei natürlich noch immer vornehmlich von Frontmann David Bowers superber Performance, die stets den Schauspieler in ihm zum Vorschein bringt und damit an Intensität kaum zu überbieten ist – passend dazu wird nahezu jeder Song auf „Curse & Chapter“ von einem kleinen Intro eingleitet, was die Lieder angenehm miteinander verkittet. Gerade wegen ihres begabten Frontmanns versprühen HELL auf ihrem neuen Album einmal mehr ihren sympathischen, britischen Charme wie keine zweite Band von der Insel – wenn Mr. Bower mahnend von der drohenden Apokalypse spricht, ist daher stets zu bedenken, dass die Band selbst dieses Geblödel zu keiner Sekunde ernst nimmt, was „Curse & Chapter“ den Charme von Monty Python-Klassikern wie „Die Ritter der Kokosnuss“ verleiht. Dabei ist es fast ein bisschen Schade, dass er Hörer diesmal auf einen gelungenen Monolog wie in „Blasphemy And The Master“ von der ersten Platte verzichten muss. Ansonsten haben es HELL geschafft, ihrem Sound treu zu bleiben und sich auf ihrem neuen Album doch von einer erfrischend anderen Seite zu zeigen. Songs wie „The Disposer Surpreme“ führen mehr Synthesizer in den Sound der Engländer ein, die Leadgitarren scheinen insgesamt etwas anspruchsvoller auszufallen und auch im Songwriting haben die Herren neues Terrain erschlossen. Somit präsentieren sich HELL etwa in „Darkhangel“ überraschend hymnisch, „Something Wicked This Way Comes“ ist ein regelrechtes Groove-Monster und mit „Deathsquad“ wird diesmal obendrein ein Instrumental geboten [dessen Thema übrigens bereits im Intro von „Human Remains“ vorkommt]. Das Ganze verbindet sich hier natürlich einmal mehr mit der ebenso charakteristischen wie passenden Produktion von Gitarrist und Produzent Andy Sneap und fertig ist ein weiteres grandioses Werk aus dem Hause HELL. Das dickste Lob soll dabei zum Schluss kommen: Für „Curse & Chapter“ haben die Herren zu gleichen Teilen Material aus ihrer Vergangenheit und neue Songs verwendet und die Tatsache, dass der Unterschied nicht bemerkbar ist, spricht Bände vom sogwriterischen Talent dieser Band.

„Curse & Chapter“ ist ein wahrlich würdiger Nachfolger für das grandiose Debüt der wieder erstarkten HELL geworden: Die Truppe ist ihrem Sound in den Grundzügen treu geblieben und wird daher keinen Fan von „Human Remains“ vor den Kopf stoßen und hat es doch geschafft, sich auf ihrem zweiten Album von einer gänzlich anderen Seite zu zeigen. Meister Andy Sneap gebührt der größte Respekt dafür, dass er diese zu Unrecht lange vergessene Band wieder auf Kurs gebracht hat.

Trackliste:
01. Gehennae Incendis
02. The Age Of Nefarious
03. The Disposer Supreme
04. Darkhangel
05. Harbinger Of Death
06. End Ov Days
07. Deathsquad
08. Something Wicked This Way Comes
09. Faith Will Fall
10. Land Of The Living Dead
11. Deliver Us From Evil
12. A Vespertine Legacy
Spielzeit: 00:59:53

Line-Up:
David Bower - Vocals
Kev Bower - Guitar, Keyboard
Andy Sneap - Guitar
Tony Speakman - Bass
Tim Bowler - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
02.12.2013 | 08:17
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