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Band: Helloween Homepage Helloween bei Facebook Metalnews nach 'Helloween' durchsuchenHelloween
Album:Gambling With The Devil
Genre:Melodic Metal, Power Metal
Label:SPV
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:26.10.07
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"Edelstahl mit Zuckerguss"

In den letzten Jahren hat sich bei vielen Bands, die schon lange im Geschäft sind, der Trend eingestellt rund zwanzig Jahre später Nachfolger zu ihren erfolgreichsten Alben zu produzieren. Ob das zu begrüßen ist, liegt dabei im Auge des Betrachters. Nach „Keeper Of The Seven Keys Pt. III“ bieten HELLOWEEN mit ihrem neuesten Streich nun wieder ein Album an, das, frei vom Zugzwang an frühere Großtaten anzuknüpfen, zu überzeugen weiß:

Fragt man sich im Intro noch wieso es notwendig war, als „Gastmusiker“ niemand Geringeren als SAXON-Urgestein Biff Byford zum Vorlesen der Eröffnungsworte zu verpflichten, lässt jedoch bereits der zweite Track, „Kill It“, fast keine Wünsche offen: Der Song kommt mit einem typischen HELLOWEEN-Riff aus dem Uptempo-Sektor daher und Sänger Andy Deris kreischt in der Strophe in bester Halford-Manier. Einzig der eigenartige Gesangs-Effekt im Refrain und Mittelteil erscheint etwas deplaziert. Auch „The Saints“, der dritte Song des Albums, behält das gehobene Tempo bei, wenn auch gepaart mit eingängigen Melodien, die im Refrain [schon wieder dieser verflixte Gesangs-Effekt] das Zuckerguss-Niveau ein bisschen zu stark anheben. Insgesamt regieren auf „Gambling With The Devil“ eingängige Uptempo-Songs mit absolut genialer Instrumentierung. Die Gitarristen Michael Weikath und Sascha Gerstner duellieren sich mit ihren Instrumenten und brennen dabei ein Feuerwerk aus Soli und Melodien ab, dass man aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Beste Beispiele hierfür: „Paint A New World“ und der Kracher „Dreambound“. Das Hauptwerk des Albums stellen die drei Tracks „The Bells Of The 7 Hells“, „Fallen To Pieces“ und „I.M.E.“ dar, die thematisch den Titel des Albums abdecken sollen – auch wenn sie sich dafür nicht deutlich genug vom restlichen Erscheinugsbild der CD abheben. Das mag einerseits gut sein da das Hörerlebnis so nicht unterbrochen wird und sie sich auf dem gleichen, hohen Niveau wie die übrigen Songs bewegen, andererseits rechtfertigt es nicht den von der Band angestrebten Sonderstatus des Dreiergespanns. Problematisch wird es auf „Gambling With The Devil“ lediglich bei Liedern wie „Can Do It“, das mit seiner übermäßigen Fröhlichkeit etwas zu blauäugig wirkt und ein bisschen an den Soundtrack eines Musicals erinnert. Auch die Halb-Ballade „As Long As I Fall“ wird wohl manchem Metaller sauer aufstoßen, da der Refrain wirkt, als wäre er bei Wolfgang Petri abgekupfert worden. Und warum Deris auch hier wieder besagten Vocal-Effekt nutzen muss bleibt ein Rätsel, da ein Sänger seines Kalibers derartige Verschlimmbesserungen wahrhaftig nicht nötig hat. Das Gleiche gilt für die Power-Ballade „Fallen To Pieces“, die zwar nicht an den „Kölscher Jung“ erinnert, aber dennoch klingt, als habe man sie schon mal anderswo gehört. Songs wie die beiden Letztgenannten wirken zudem durch ihre Überinstrumentierung mit Chören und Synthies stellenweise zu kitschig. Die Produktion der Platte, ausgeführt vom deutschen Super-Producer Charlie Bauerfeind, bietet hingegen dank ihrer Ausgewogenheit keinerlei Platz für Kritik.

HELLOWEEN liefern mit „Gambling With The Devil“ ein verdammt gutes Power Metal Album ab, das durch druckvolle Produktion, eine ordentliche Portion Spielfreude sowie beeindruckendes Songmaterial glänzt. Einzig der experimentelle Gesangs-Effekt und der stellenweise zu hohe Zuckerguss-Faktor bringen das Album leider um die Top-Wertung. Ungeachtet des ab und an auftretenden Kitsches bekommt die Hörerschaft hier aber in jedem Fall ein treibendes, melodiöses Metal Album, das einfach Spaß macht. Anspieltipps: „Kill It“, „Paint A New World“, „I.M.E.” und „Dreambound“. Gibt’s übrigens auch im Digipack mit zwei unveröffentlichten Songs auf der Bonus-CD.

Trackliste:
01. Crack The Riddle
02. Kill It
03. The Saints
04. As Long As I Fall
05. Paint A New World
06. Final Fortune
07. The Bells Of The 7 Hells
08. Fallen To Pieces
09. I.M.E.
10. Can Do It
11. Dreambound
12. Heaven Tells No Lies
Spielzeit: 00:57:40

Line-Up:
Andi Deris - Vocals
Michael Weikath - Guitars
Sascha Gerstner - Guitars
Markus Grosskopf - Bass
Dani Löble - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
19.10.2007 | 12:45
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