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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Hellride -- Acousticalized
Band: Hellride Homepage Hellride bei Facebook Metalnews nach 'Hellride' durchsuchenHellride
Album:Acousticalized
Genre:Akustik, Heavy Metal
Label:Fastball Music
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:11.10.13
CD kaufen:'Hellride - Acousticalized' bei amazon.de kaufen
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"Der böse Abnutzungseffekt"

Der Bandname HELLRIDE ist ein wenig irreführend, doch der Albumtitel „Acousticalized“ erklärt eigentlich schon den „Witz“ hinter dem Album. Hier haben sich drei mehr oder minder renommierte Metal-Musiker [die sich zuvor bei DREAMSCAPE, PARADOX und MEGABITE verdingten] zusammengetan, die jetzt akustischen Metal spielen.

Basis des Bandsounds sind also lediglich zwei Akustikgitarren, über denen das Organ des hin und wieder arg überzogen theatralischen Sängers thront. Es gibt demnach kein Schlagzeug, keinen Bass und keine E-Gitarren, was in gewisser Weise natürlich schon ein revolutionärer Ansatz ist, zumal es in Anbetracht der Besetzung schon ordentlich zur Sache geht und „Acousticalized“ absolut keine Schnarchplatte geworden ist, wie man vielleicht befürchten könnte. Allerdings leiden auch HELLRIDE unter dem von ähnlichen Projekten bekannten Abnutzungseffekt. Denn speziell bei den Coverversionen von u.a. Klassikern wie BLACK SABBATH's „Heaven And Hell“, MOTÖRHEAD's „Ace Of Spades“ oder „United Forces“ von ANTHRAX, oder mehr noch bei den mutigeren, da weniger offensichtlichen ausgewählten „Aerials“ [im Original von SYSTEM OF A DOWN] und dem in einer Live-Version vertretenen „Love You To Death“ [TYPE O NEGATIVE], horcht man natürlich zunächst auf und freut sich über die interessanten Neuinterpretationen, allerdings geht der Witz und somit der ganze Reiz des Albums leider recht schnell verloren. Daran können auch weder die beiden Gaststars, die Frontmänner der beiden deutschen Thrash Metal-Institutionen SODOM und TANKARD, namentlich Tom Angelripper und Gerre, noch überaus ordentliche Eigenkompositionen wie „Army Of Angels“ oder „Black Tulips“, etwas ändern.

Alle Jahre wieder kommt eine neue Band um die Ecke, die versucht, Metal auf eine andere Weise zu interpretieren, mal mit mehr [APOCALYPTICA, VAN CANTO], mal mit weniger Erfolg [HELLSONGS, IN LEGEND]. Vermutlich werden sich HELLRIDE eher in die zweite Kategorie einordnen müssen, auch wenn die Idee prinzipiell natürlich nicht schlecht ist. Das Album wird vermutlich hin und wieder mal als Party-Gag herhalten dürfen, aufgrund des erwähnten Abnutzungseffektes wird es sich aber kaum jemand mehrfach aktiv anhören wollen.

Trackliste:
01. Army Of Angels
02. Black Tulips
03. Heaven And Hell
04. Death Is A Killer
05. Aerials
06. Take Hold Of The Flame
07. Warbusiness
08. Jump Bitch
09. Ride To Hell
10. Ace Of Spades
11. United Forces
12. Love You To Death [Live]
13. Slow Song
Spielzeit: 00:49:52

Line-Up:
Tommy Klossek - Vocals
Kai Pasemann - Acoustic Guitar
Stefan Gassner - Acoustic Guitar
Timo Beisel [kaamos]
19.10.2013 | 11:36
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