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Cover von Hellsaw -- Trist
Band: Hellsaw Homepage Hellsaw bei MySpace.com Metalnews nach 'Hellsaw' durchsuchenHellsaw
Album:Trist
Genre:Black Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:2 von 7
Releasedatum:24.02.12
CD kaufen:'Hellsaw - Trist' bei amazon.de kaufen
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"Der gähnende Pandabär"


Manchmal zahlt es sich nicht aus, Recht zu behalten, weil man ab und zu schon positiv überrascht werden möchte. So wäre es zum Beispiel recht angenehm, beobachten zu können, wann die nächste, ausnahmslos bahnbrechende BM-Truppe aus Österreich auf den Rest der Welt mit Gebrüll losstürmt. Leider ruht der qualitative Ruhepol immer noch auf allseits bekannten Halbgöttern wie SUMMONING, die mittlerweile durch den alle paar Jahrzehnte ins Land heimkehrenden Hohepriester AMESTIGON verlässliche Verstärkung fanden. Und sonst? Entweder unterirdischer Müll [wie die zum Glück schon aufgelösten GROHM] oder zurechtgebogene Konsensware wie HELLSAW, denen irgendwann nach "Spiritual Twilight" die Lust am Schreiben erinnerungswürdiger Songs verging.

Um den Ottonormalversager jedoch nicht zu verschrecken, verließen sich die Steirer wie gehabt auf eine professionelle, künstlich auf druckvolles LoFi-Niveau hinuntergeschraubte Produktion, die wohlsituiert und differenziert das Fehlen jedweder Spontanität zur Schau stellt. "Trist" ist das vertonte Malen-nach-Zahlen-Buch des erfahrenen Schwarzmetallers, das geschmackssichere Musiker wie Fans gleichermaßen in den komatösen Halbschlaf versetzt. Wo vor allem gegen Anfang auf die ganz "bösen" Tremolo-Attacken jenseits des zwölften Bundes gesetzt wird und der Schlagzeuger emsig in der Snaredrum rührt, greift die Mannschaft sehr bald auf die gewohnten Fettnäpfchen wie Black 'n Roll-Nieten ["The Forerunner Of The Apocalypse"] zurück, um inspirative Lücken gekonnt als Schunkelpause für das dann mittlerweile vollkommen abgestürzte Publikum zu verkaufen. Die wirklich fetten Ideen oder zumindest DAS geile Riff schienen entweder ungespitzt dem Papierkorb zugeflossen zu sein oder fielen dem Quintett schlichtweg nicht ein.

HELLSAW agieren wie Klassenbeste, die all das, was sie in ihrer Jugend vorgesetzt bekommen, brav in ihr Schemata übernommen haben, ohne auch nur eine Nanosekunde daran zu denken, dieser alteingesessenen Formel den winzigsten Hauch Leben zuzuführen. Auch "Trist" lässt HELLSAW erneut von Support-Slot zu Festival-Zeltgig an stickigen Nachmittagen hetzen, weil hier überhaupt nichts passiert, das andere Bands nicht schon längst besser, oder sagen wir: kreativer hinbekommen konnten. Vor uns liegt also eine weitere, in eng gespanntes Zellophan gewickelte Saturn-Regalblei-Platte, die weder den weiteren Lauf dieses Subgenres noch die Playlisten der Qualität schätzenden Hörerschaften in irgendeiner signifikanten Weise mitgestalten wird. Diesen schwerwiegenden Umstand in dementsprechend "vielen" Punkten auszudrücken, fällt zumindest mir denkbar leicht.

Trackliste:
01 - The Devil Is Calling My Name
02 - Sorrow Is Horror
03 - Doom Pervades Nightmares
04 - The Forerunner Of The Apocalypse
05 - Death Bells
06 - Trist
07 - A Winter Cold
08 - Beldam.1450
09 - Silence
Spielzeit: 00:43:21

Line-Up:
Aries - Gesang
Isiul - Gitarre
Malthus - Gitarre
Desderoth - Bass
Neuroticon - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha] | 22.02.2012 | 22:29

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