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Band: Hellyeah Homepage Hellyeah bei MySpace.com Metalnews nach 'Hellyeah' durchsuchenHellyeah
Album:Band Of Brothers
Genre:NWOAHM
Label:EMI
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:13.06.12
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"Pantera-Huldigung mit Allerweltsgesicht"

Als der ehemalige PANTERA- und DAMAGEPLAN-Drummer Vinnie Paul vor fünf Jahren mit seiner neuen Truppe HELLYEAH ins Licht der Öffentlichkeit zurückkehrte, hätte man durchaus noch annehmen dürfen, dass das eine einmalige Angelegenheit wird, quasi zur Vergangenheitsbewältigung. Doch nichts dergleichen: Seit 2007 konnten sich HELLYEAH als feste Größe im Groove Metal etablieren und veröffentlichen mit „Band Of Brothers“ bereits ihr drittes Album.

Wenn der ehemalige PANTERA-Schlagzeuger eine Band gründet, die in die gleiche stilistische Kerbe wie die Truppe, mit der er einst Berühmtheit erlangte, schlägt, dann ist das vollkommen legitim. Wenn jene Band dann aber derart bemüht ist, den Stil ihrer Vorläufer zu kopieren, wie HELLYEAH mit „Band Of Brothers“, dann muss die Qualität ihres Schaffens auch an der des Treibens ihrer Vorbilder gemessen werden und die wird hier schlichtweg nicht erreicht. Zwar bedient man sich ab dem Opener „War In Me“, der schon verteufelt an „Walk“ erinnert, munter und ohne jedes Schamgefühl bei sämtlichen charakteristischen Dimebag-Riffs aus der „Vulgar Display Of Power“-Ära und Frontmann Chad Gray macht den Anselmo auch recht authentisch, aber vielleicht ist das ja auch das größte Problem: Mag ja sein, dass Nummern wie „Drink, Drank, Drunk“ und „Call It Like I See It“ oder auch „Why Does It Always“ mit ihrem durchaus infektiösen Groove direkt in den Taktfuß fahren und auch die Gitarristen Tribbet und Maxwell das entsprechende Riffing inklusive des unverkennbaren, knochentrockenen Gitarrensounds ziemlich gut drauf haben, aber letztendlich und eben gerade aufgrund der genannten Faktoren bleiben HELLYEAH nicht mehr als eine PANTERA-Kopie – und nur, weil Mr. Vinnie Paul auch bei letzteren getrommelt hat eine derartige Tribute-Band zu gründen, ist dann doch eine etwas schwache Entschuldigung. Denn so bemüht und bis zu einem gewissen Grade auch erfolgreich man im Hause HELLYEAH sein mag, den Sound der Texaner so detailgetreu wie möglich nachzubauen, sind die untereinander recht ähnlichen Riffs doch immer nur Nachahmungen legendärer PANTERA-Nummern und die Blues-getränkten Leadgitarren erreichen niemals das Niveau des Vorbilds. Als Gegengewicht zum vorwiegenden Groove-Geballer bietet „Band Of Brothers“ dann noch radiotaugliche NICKELBACK-Momente wie „Bigger God“ und „Between You And Nowhere“ oder auch „Dig Myself A Hole“, die die Band zwar von einer anderen Seite zeigen, im Endeffekt aber genauso charakterlos ausfallen wie der Rest dieser Platte. Trotzdem ist „Band Of Brothers“ immer noch Nachäffen auf extrem hohem Niveau und so offenbaren knackige Nummern wie das bereits erwähnte „Drink, Drank, Drunk“ oder auch „WM Free“, dass es sich hier um reife, fähige Musiker handelt, die das Prinzip PANTERA voll und ganz verinnerlicht haben.

Natürlich ist an „Band Of Brothers“ nicht alles schlecht – ganz im Gegenteil: Über weite Strecken wird die Groove-Kelle sogar recht effektiv geschwungen. Dennoch sollte man wissen, worauf man sich einlässt, denn wer sich die neue HELLYEAH ins Regal stellt, erwirbt eine 45-minütige PANTERA-Huldigung, die jeglichen Anflug von Individualität geradezu zwanghaft unterdrückt. Wer Neues von PANTERA aber so schmerzlich vermisst, dass ihn nicht einmal mehr wiederholte Durchläufe von „Vulgar Display Of Power“ und „Far Beyond Driven“ glücklich machen können, darf auch bei HELLYEAH getrost zugreifen.

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"Band Of Brothers" ist die erste wirklich gute, durchgängig qualitativ hochwertige HELLYEAH-Platte und gleichzeitig das - nach dem einmalig geglückten Versuch THROWDOWNs mit "Venom & Tears" - einzig legitime PANTERA-Methadon. Dimebag-Gedächtnis-Riffs, die dem Original kaum näher und besser nachempfunden sein könnten, en Masse, Chad Gray performt durchweg auf höchstem Niveau [wenngleich er natürlich nicht an Anselmos Glanztaten heranreicht], Vinnies Drumming steht erneut außer Frage und soundtechnisch orientiert man sich schon fast an "Vulgar Display Of Power". Fett! Mit Tendenz zur Steigerung, dicke 5,5 Punkte!
shilrak | 5,5 von 7 Punkten

Trackliste:
01. War In Me
02. Band Of Brothers
03. Rage _ Burn
04. Drink Drank Drunk
05. Bigger God
06. Between You And Nowhere
07. Call It Like I See It
08. Why Does It Always
09. Dig Myself A Hole
10. WM Free
11. What It Takes To Be Me
Spielzeit: 00:44:37

Line-Up:
Chad Gray – Vocals
Greg Tribbett – Guitar
Tom Maxwell – Guitar
Bob Zilla – Bass
Vinne Paul – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
21.07.2012 | 22:32
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