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Album:Ragnarök
Genre:Folk Metal, Viking Metal
Label:Stygian Crypt Productions
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:16.11.07
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"Als Debüt beinahe perfekt"

HEOROT dürften hierzulande noch keinen allzu großen Bekanntheitsstatus erreicht haben, hätten diesen jedoch – so meine Einschätzung – durchaus verdient, denn die Finnen spielen einen Folk/Viking/Troll Metal, der so manch bereits erfolgreicher, allerdings drittklassiger Kapelle durchaus eine Lehre sein könnte. Leider kommt das nun vorliegende Debüt-Alubm, „Ragnarök“, in einem tragischen Gewand daher, denn 90% aller Texte wurden bereits vor dem 5. Januar 2006 geschrieben. Der Tag, an dem Gründer und Sänger HEOROTs, Teemu „Modsogni“ Ollikainen, seinen letzten Atemzug tat und verstarb.

Nichtsdestotrotz entscheiden sich die übrigen Musiker im Anschluss an diese Tragödie für das Weiterleben der Band und präsentieren uns nach zwei viel versprechend klingenden Demos [„Yö Jahti“ & „Auringonkehrä“] nun das finale Werk „Ragnarök“, das die Mühe absolut Wert ist. Verspielte Folklore trifft auf treibende Riffs, Reibeisenstimme auf melodisch Durchdachtes. HEOROT liefern einen 1A Erstling ab, stark genug, um ihn mit Leichtigkeit gleich über mehrere große Namen hinweg zu katapultieren. Ich gebe zu, einen Seufzer gen CD-Regal abgegeben zu haben, als ich das Intro des Albums hörte und mich fragte: „Um Gottes Willen, wie viele Bands wollen eigentlich noch in diesem über die Ufer getretenen Fluss der Folk/Viking Welle mitschwimmen?“. Ich gebe zu, voreilig gehandelt zu haben, denn HEOROT machen ihre Arbeit hervorragend, geradezu beispielhaft. Kein Song klingt ausgelutscht, keine Melodie aufgesetzt und erstrecht die Folk-Elemente bestechen durch feine Individualität und verleihen dem Stil der Band eine tolle Eigenständigkeit. Klar, HEOROT erfinden kein neues Genre, wissen aber genau, wie viele Plagiate in der Musikwelt umherwandeln, zu denen sie sich keinesfalls gesellen wollen.

SUIDAKRA-, FINNTROLL-, KORPIKLAANI- und vielleicht auch SKYFORGER-Fans aufgepasst: HEOROT bieten Euch eine nicht zu verachtende Gelegenheit, hier und jetzt frischen Wind in die übertrampelte Folk-Szenerie zu bringen. Packt sie beim Schopf, denn es lohnt sich mit jedem der insgesamt neun Songs auf „Ragnarök“. Leichte Abstriche in Sachen Sound sind sicherlich zu verkraften und dass hier vorwiegend auf Finnisch gesungen wird, interessiert doch eh die richtige Wikingersau nicht.

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Im Anschluss an mein Review will ich eine Information niemandem vorenthalten. Bei meinen Recherchen zur Band HEOROT stoße ich auf eine Grafik, die mich zunächst stutzig macht. Im Bandlogo auf der ersten 2005er Demo, „Yö Jahti“, sind zwei Hakenkreuze zu erkennen. Phobisch, wie wir Deutschen nun einmal sind und dennoch wissend, dass dies in den Breiten der Band nichts Besonderes heißen muss, setze ich die Hebel der Kommunikation in Bewegung, um von Sänger Tipi persönlich zu erfahren, was es nun mit den beiden Kreuzen auf sich hat. Meiner Meinung nach wäre es doch sehr schade, hätten sich HEOROT der verachtenswerten Nazischaft angeschlossen, doch lest selbst…

Metalnews.de [Patrick]
"Hey Tipi, vielen Dank, dass Du Dir kurz die Zeit nimmst, diese Unklarheit aus der Welt zu schaffen, aber nun erzähl uns doch mal, was es mit den beiden Hakenkreuzen in Eurem alten Bandlogo auf sich hat."

HEOROT [Tipi]
„[lacht] Hehe, ich wusste, dass das irgendwann einmal auf uns zu kommen würde…
Wie Du ja weißt, sind wir eine so genannte Viking Metal Band, also geht es bei uns nun mal um Sagen und Geschichten rund um die Wikinger. Das Design unseres alten Logos sowie das Artwork unserer ersten Demo entstammen der Feder unseres alten, verstorbenen Sängers, Teemu Ollikainen. In der Vorzeit skandinavischer Kultur stand dieses Symbol für die Sonne und somit für die Quelle des Guten. Das ist der einzige und wahre Grund, warum wir die Swastika benutzten. Nach der ersten Demo wurden wir uns allerdings der Verwechslungsgefahr bewusst und änderten das Logo, um Missverständnissen vorzubeugen.
Lass mich zum Schluss bitte betonen, dass wir, HEOROT, weder in unserer Musik, noch in unserem Privatleben nationalsozialistische Ideologien gutheißen oder gar ausleben!! Wir erzählen einfach nur Geschichten aus der Vorzeit. Ich hoffe, diese Antwort stellt das klar.“


Kleine Zusatzinfo zum Schluss: Noch heute verwendet die finnische Regierung das Hakenkreuz auf der Flagge des Staatspräsidenten und bereits vor der Einführung des Hakenkreuzes im damaligen Deutschen Reich durch die Thule-Gesellschaft fand das Hakenkreuz Verwendung auf den Heckrudern der lettischen und finnischen Luftwaffe.

Trackliste:
01. Juhla Nuotiolla
02. Ristiretki
03. Pyhä Simasali
04. Kansaansa Vastaan
05. Jättiläisen Laulu
06. Yö Jahti
07. Mustat Linnut
08. Ylpeyden Kiro
09. Ragnarök
Spielzeit: 00:44:52

Line-Up:
Tipi - Vocals, Gitarre, Flöte
Mikko – Drums
Kimi – Bass
A.P. – Gitarre
Jani – Keyboard
Karri – Gitarre
Patrick Franken [Border]
06.01.2008 | 03:40
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