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Reviews von Her Name Is Calla
CD Review: Her Name Is Calla - The Quiet Lamb

Her Name Is Calla
The Quiet Lamb


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Cover von Her Name Is Calla -- Navigator
Band: Her Name Is Calla Homepage  Metalnews nach 'Her Name Is Calla' durchsuchenHer Name Is Calla
Album:Navigator
Genre:Folk, Post Rock
Label:Function Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:09.05.14
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"Tieftraurig bis wunderschön"

Sehr viel Zeit haben sich HER NAME IS CALLA für den Nachfolger ihres Zweitlings „The Quiet Lamb“ [2010] genommen. Das Info-Sheet lässt verlauten, dass die letzten Jahre für einige Bandmitglieder alles andere als leicht gewesen sind und dieses Album sinngemäß all die negativen Emotionen bündelt, aber gleichzeitig auch als Übergang in den grundsätzlich erst einmal als positiv zu wertenden Neuanfang, bzw. das Unbekannte, funktioniert. Und schon ist auch der Albumtitel „Navigator“ umfassend erklärt.

Man erkennt die Briten zwar noch, gerade Tom Morris' Falsetto ist unverwechselbar, aber es stimmt schon: Seit „The Quiet Lamb“ hat sich einiges getan. Bildete früher Post Rock noch das Fundament ihres Stils, so ist er hier nur noch als willkommene Facette vorhanden, gibt aber so gut wie nie die Richtung eines Stücks vor. Generell sind HER NAME IS CALLA songorientierter, basischer geworden. Melancholie tropft aus jeder Note der Scheibe, manchmal mit Hoffnung gespickt, manchmal nicht. Der folkige, fragile Einstieg „I Was On The Back Of A Nightingale“ ist ein sehr gutes Beispiel für die neue, reduzierte Richtung, die HER NAME IS CALLA wunderbar zu Gesicht steht. Das von zerhackter, aber dezenter Electronica getragene „The Roots Run Deep“ und „Ragman Roll“ können ihre RADIOHEAD-Einflüsse kaum verleugnen, wobei letzterer Track gegen Ende an die Klavierstücke des Komponisten PHILLIP GLASS erinnert. Der überlange Titeltrack und das wunderschöne „Burial“ streifen dann die eigene Post Rock-Vergangenheit mit eleganter Beiläufigkeit. „Meridian Arc“ überrascht mit verzerrten Gitarren und ungewöhnter Härte, die, wenn auch durch Elektronik und nicht durch Gitarren erzeugt, sich auch im ambitioniertesten Stück von „Navigator“, das knapp 12-minütige „Dreamlands“, wiederfindet. Hier schrecken HER NAME IS CALLA nicht einmal vor noisigen Elementen zurück, die dann aber in ausgleichend schönen Akkustikgitarren-Parts aufgehen.

„Navigator“ ist ein bewegendes, trauriges und tiefes Album geworden, das in günstigen Rezeptionsphasen durchaus in Höchstnotensphären vordringen kann. Aber auch an normalen Tagen muss man natürlich vor der Leistung von HER NAME IS CALLA Respekt haben. Schön, dass „The Quiet Lamb“ endlich einen würdigen Nachfolger bekommen hat.

Trackliste:
01. I Was On The Back Of A Nightingale
02. The Roots Run Deep
03. "It's Called, 'Daisy'"
04. Ragman Roll
05. Meridian Arc
06. Navigator
07. Burial
08. A Second Life
09. It Was Flood
10. Whale Fall: A Journal
11. Dreamlands
12. Perfect Prime
Spielzeit: 01:00:02

Line-Up:
Tom Morris – Vocals, Piano, Guitar, Banjo, Organ
John Helps – Bass 
Sophie Green – Violin, Vocals
Nicole Robson – Cello, Vocals
Adam Weikert – Drums, Organ, Vocals, Banjo, Mandolin, Piano, Double Bass
Michael Siegl [nnnon]
02.05.2014 | 11:17
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