.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Mehr aus den Genres
CD Review: Horseback - The Gorgon Tongue: Impale Golden Horn / Forbidden Planet [Re-Release]

Horseback
The Gorgon Tongue: Impale Golden Horn / Forbidden Planet [Re-Release]


Ambient, Psychedelic
Keine Wertung
"Venus meets B[r]eezelebub"
CD Review: Diagonal - Diagonal

Diagonal
Diagonal


Progressive, Psychedelic
6 von 7 Punkten
"Wurzelhippiepsychotrunk"
CD Review: Jess And The Ancient Ones - Astral Sabbat [EP]

Jess And The Ancient Ones
Astral Sabbat [EP]


Psychedelic, Retro Rock
6 von 7 Punkten
"Kleiner Schatz"
CD Review: Call Of The Void - Dragged Down A Dead End Path

Call Of The Void
Dragged Down A Dead End Path


Grindcore, Hardcore, Sludge
5 von 7 Punkten
"In der Auf-den-Sack-Gasse!"
CD Review: Retard Slave - A Home For Horseborg/HD209458b

Retard Slave
A Home For Horseborg/HD209458b


Avantgarde, Folk, Psychedelic
6 von 7 Punkten
"Des Wahnsinns nackter Gitarrenkofferträger!"
CD Review: Unwilling Flesh - Between the Living and the Dead

Unwilling Flesh
Between the Living and the Dead


Death Metal
5 von 7 Punkten
"Klassisch aber frisch"
CD Review: Meshuggah - The Ophidian Trek [Live-DVD & -2CD]

Meshuggah
The Ophidian Trek [Live-DVD & -2CD]


Neo-Thrash, Progressive
4 von 7 Punkten
"Alive?"
CD Review: Palace - The 7th Steel

Palace
The 7th Steel


Heavy Metal, Teutonic Metal, True Metal
4.5 von 7 Punkten
"Mächtige Underground-Huldigung"
CD Review: Rebellious Spirit - Obsession

Rebellious Spirit
Obsession


Hard Rock
4 von 7 Punkten
"Anständig."
CD Review: Mr. Big - …The Stories We Could Tell

Mr. Big
…The Stories We Could Tell


Rock
4.5 von 7 Punkten
"Radiotaugliche Rock-Rakete"
Cover von Herem -- II
Band: Herem Homepage Herem bei MySpace.com Metalnews nach 'Herem' durchsuchenHerem
Album:II
Genre:Psychedelic, Sludge
Label:Inverse Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:20.01.12
CD kaufen:'Herem - II' bei amazon.de kaufen
Share:

"Sludge-Schatz!"

Wenn man den Namen HEREM ausgesprochen hört, könnte man zunächst denken, dass sich da nur jemand geräuspert hat. Aber wenn schon nicht alles auf der Welt eine Bedeutung hat, dann zumindest vieles - die finnische Band dürfte sich nach dem vermutlich hebräischen Wort benannt haben, das mit Bann oft noch recht harmlos übersetzt wird (diverse anhängende Konzepte werde ich hier nicht auswalzen, googeln können wir schließlich alle selber).

Harmlos haben die fünf Finnen auch ihr neues Album betitelt. „II“ lautet der Name und ist damit bestürzend unoriginell gewählt für seinen hochwertigen Inhalt. Nun könnte man einwenden, dass desolater, fieser und harscher Sludge Doom wie ihn HEREM spielen, auch nicht sonderlich originell ist. Das mag wohl sein, aber auf die Art und Weise kommt es halt an – und schon von den ersten verkratzten Gitarrenklängen und der unruhig darunter herumwandernden Basslinie von „Heavens“ an ist spürbar, dass HEREM keinen beliebigen Dumm-Doom zum Besten geben. Statt einfach nur langsam zu sein, drei bis fünf Akkorde in verschiedenen Kombinationen künstlich zu Zehnminütern aufzupumpen und alles in einer undurchdringlichen Schleimsuppe aus Verzerrung zu ertränken, geht die Band für ihr Genre beinahe schon zu differenziert zu Werke. Bass und Schlagzeug bilden in verlangsamter klassischer Rockmanier die Grundlage, auf der die beiden Gitarristen Juho Laitinen und Patrick Ellison sich nicht nur in den genretypischen Riffwalzen ergehen, sondern auch beweisen, wie viel zerbrechliche Schönheit melodische Leads mit leichtem Fuzz in einen Sludge-Song bringen können, wenn man ihn außerdem noch mit Bedacht aufbaut. Dass „II“ dennoch ein sehr finsteres Album geworden ist, verdankt sich nicht nur dem gesunden Gleichgewicht von malmender Gitarrenwucht, bedrückender Atmosphäre und erwähnten Lichtblicken, sondern auch der Gesangsleistung von Vokalistin Valendis Suomalainen, die von leicht psychotisch anmutendem Säuseln über kehliges Röcheln bis hin zu tiefen Growls hier immer den passenden Ton trifft und nicht selten an eine variablere Ausgabe von GALLHAMMERs Vivian Slaughter erinnert. Wer „Dogs Of Doom“ hört, wird verstehen, was ich meine.

Überhaupt ließen sich HEREM ganz gut als eine ausgesprochen gelungene Kreuzung zwischen MORGION und GALLHAMMER charakterisieren, wenn man denn schon mit Vergleichen arbeiten will. So oder so sollte sich kein Sludge-Freund diese Scheibe entgehen lassen, die für mich ein frühes Highlight des jungen Jahres 2012 darstellt. Reinhören sollte aber auch sonst jeder, der mit düsterer, schöner Musik etwas anfangen kann.

Trackliste:
01. Heavens
02. Earth
03. Dogs Of Doom
04. Promise
05. Water
06. Babylon
Spielzeit: 00:46:27

Line-Up:
Valendis Suomalainen - Gesang
Juho Laitinen - Gitarre
Patrick Ellison - Gitarre
Tommi Hartin - Bass
Jani Peltola - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
13.01.2012 | 13:59
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin