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Genre:Akustik, Post/Avantgarde Black Metal
Label:Northern Silence Productions
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:25.02.11
CD kaufen:'Heretoir - Heretoir' bei amazon.de kaufen
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"Weltschmerz 2.0"

HERETOIR aus Augsburg wurde bereits anno 2006 von Mainman Eklatanz begründet und hat sich und seine dunkle Seele gänzlich dem Post Black Metal verschrieben.
Der Name setzt sich übrigens zusammen aus den englischen Begriffen „here“, „heretic" und der französischen Silbe
„-toir", einem gedachten Synonym für „seinen eigenen Weg gehen“.

Musikalisch bekommt der geneigte Hörer dann auch erwartungsgemäß Post Black Metal bzw. dunkelschwarzen Rock/Shoegaze-Sound etwa im Spannungsfeld zwischen LANTLOS und ALCEST geboten. Die Texte behandeln genreimmanente Dauerbrenner wie Melancholie, Nostalgie, Einsamkeit/Isolation und v.a. Verlust, aber die Musik soll/kann auch – und hier schließt sich der Kreis zum Bandnamen – dazu dienen, sich mit „seinen verborgensten Gedanken, Ängsten und seiner Seele zu befassen“.
So weit, so hintergründig. Dennoch gelingt es HERETOIR mit ihrer Musik diesem hehren Anspruch weitgehend zu genügen: „The Escape“ leitet als verträumtes Synthie-Geplänkel direkt zu dem etwas roheren „Fatigue“ über, das allerdings mit seinen dynamischen Wechseln zwischen ruhig-melancholisch zu postschwarzmetallisch keifend so gar nicht müde wirkt. Allerdings wirken dafür hier die kratzigen Vocals Seiner Eklatanz irgendwie störend und beinahe aufgesetzt, was allerdings als bewusster Kontrast genau so gewollt sein dürfte.
Das nachfolgende „Retreat To Hibernate“ verzaubert binnen kurzem mit schönen Melodien, nur um nach knapp der Hälfte beinahe in Indie-Rock-Gefilde alter THE NOTWIST umzuschwenken.
Bei „Weltschmerz“ gehen zumindest anfänglich noch die Black Metal-Rappen mit der Band durch, so sehr wollen hier die Trommeln bollern, aber Eklatanz verleiht dem bedeutungsschweren Songtitel mit verbitterten, deutschen Texten krächzend Inhalt bzw. Seele und auch instrumental gewinnt der Track gegen Ende deutlich an Dramatik und hätte auch ruhig etwas länger ausfallen können.
„Graue Bauten“ wiederum fesselt von Anfang an mit fast schon erdrückend stimmungsvollem Post Black Metal-Ambiente, das sich gekonnt von dem Wechselspiel Rabenkrächz-Vocals vs. Shoegaze-Indie-Schrammel-Rock zu nähren weiß. „The Escape – Part II“ gibt ein schön harmonisches Intermezzo ab, das zu dem sphärisch gothrockigen, mit stimmigen Vocal-Samples untermalten „To Follow The Sun“ überleitet, das gegen Ende noch deutlich an Verve und Verzweiflung zulegt und erneut von den kompositorischen Fähigkeiten von HERETOIR kündet.
Der über zehnminütige Titeltrack [früher wäre sowas die „Bandhymne“ gewesen...] „Heretoir“ beschließt das gleichnamige Album mit so etwas wie einem Schimmer Hoffnung in all' dem Dunkelgrau neben sehnsüchtigen Akustikgitarren, die aber rasch in ihr bereits liebgewonnenes Post-Black-Gone-Indie-Metal-Schrammel-Shoegaze-Sound-Fahrwasser zurückfinden.

Klanglich und auch ästhetisch kompetent umgesetzt [das simpel-elegante Cover stammt von Fursy Teyssier [LES DISCRETS, AMESOEURS], der schon bei der letzten LANTLOS seine/n Griffel mit im Spiel hatte] bieten HERETOIR auf ihrem Debüt gelungene Post-Black Metal-Kost, die vielleicht etwas geerdeter als die von Kollegen wie eben beispielsweise LANTLOS 'rüberkommt, dabei aber nicht weniger Anspruch, so dass jedem, der die üblichen, möglicherweise o.g. Verdächtigen des Genres/Soundalikes bereits zu schätzen weiß, zumindest ein Probelauf dringlich ans schwere Herz gelegt sei...

Trackliste:
01. The Escape – Part I
02. Fatigue
03. Retreat To Hibernate
04. 0
05. Weltschmerz
06. Graue Bauten
07. The Escape – Part II
08. To Follow The Sun
09. Heretoir
Spielzeit: 00:50:00

Line-Up:
Album-Line-up:

Eklatanz - All Instruments, Vocals, Composition


Künftiges Line-Up:

Eklatanz - All Instruments, Vocals, Composition
Nathanael - Bass, Backing Vocals
Dirk Konz [dkay]
17.03.2011 | 22:55
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