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Band: High On Fire bei Facebook Metalnews nach 'High On Fire' durchsuchenHigh On Fire
Album:Death Is This Communion
Genre:Doom Metal, Hard Rock
Label:Relapse Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:21.09.07
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"High Energy Hypnose"

Bei einer Genre-Bezeichnung wie „High Energy Rock“ ist man versucht, als Erstes an Bands wie die skandinavischen Schlaghosen-Träger HELLACOPTERS, HARDCORE SUPERSTAR oder ähnlich leicht verdauliche Formationen zu denken. Die drei Kalifornier von HIGH ON FIRE scheinen diesen Begriff jedoch ganz anders zu verstehen:

Möchte man den Klang von HIGH ON FIRE’s neuem Album, „Death Is This Communion“ in einem Satz zusammenfassen, dann müsste das in etwa so klingen: MOTÖRHEAD-Räude trifft stellenweise auf SLAYER-Riffing und BLACK SABBATH-Hypnose. Dies wird auch bereits im Eröffnugs-Track „Fury Whip“ mehr als deutlich, da Sänger und Gitarrist Matt Pike stimmlich irgendwo zwischen Lemmy und John Tardy anzusiedeln ist und der Sound insgesamt stark an „Ace Of Spades“ erinnert. Auch das nachfolgende „Waste Of Tiamat“ weiß die Geschwindigkeit und Energie des Openers beizubehalten, kommt allerdings noch etwas thrashiger aus den Boxen und ist beim ein oder anderen Riff sicher von SLAYER inspiriert worden. Außerdem kann Pike hier mit einem beeindruckenden Solo brillieren. Der Titeltrack des Albums nimmt schließlich die Geschwindigkeit zurück: „Death Is This Communion“ versucht den Hörer mit seinen schleppenden, doomigen Riffs und ausgedehnten Instrumentalteilen zu hypnotisieren. Die oft wiederholten und, durch ihr gediegenes Tempo, geleiert wirkenden Riffs versprühen hier ihren ganz eigenen Charme und lassen beim Publikum sicher Vergleiche zu Ozzy’s erster Band aufkommen. Weitere Highlights sind das vornehmlich unverzerrte Zwischenspiel „Khanrad’s Wall“ sowie das überraschend eingängige „DII“. Überraschen kann auch der unerwartet melodische Ausklang des Stampfers „Cyclopian Scape“. In Sachen Produtkion, für die Jack Endino verantwortlich ist, der bereits mit NIRVANA und SOUNDGARDEN arbeitete, spielt die neue Platte der drei Jungs aus Oakland in ihrer ganz eigenen Liga: Der Sound kommt extrem räudig und Bass-lastig aus den Lautsprechern, was dem Album ein schön ungeschliffenes Äußeres verleiht. Allerdings wirkt der Klang dadurch von Zeit zu Zeit etwas zu matschig, was vor allem im Song „Cyclopian Scape“ deutlich wird, in dem der Gesang stellenweise etwas zu weit im Hintergrund steht. Insgesamt bekommt der Hörer das Gefühl, dass „Death Is This Communion“ mit viel Bier in einer Garage eingespielt wurde – und bis auf die genannten Schwächen ist das hier positiv aufzufassen. Das durchweg solide technische Können der drei Musiker spielt auf „Death Is This Communion“ eine weitaus geringere Rolle als die gesamte Atmosphäre der Platte: HIGH ON FIRE erschaffen durch die düsteren Riffs und den hohen Doom-Anteil gepaart mit der bereits genannten Low-Fi Produktion eine dunkle, bedrohliche Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch die elf Songs der CD zieht.

Unterm Strich haben HIGH ON FIRE mit ihrem inzwischen vierten Studioalbum, „Death Is This Communion“, ein abwechslungsreiches und sehr atmosphärisches Metal Album geschaffen, das trotz der vielen Vergleiche zu anderen Bands viel Eigenständigkeit beweist. Sicher ist diese Platte keine leichte Kost, braucht einige Durchläufe und wird nicht unbedingt der größte Party-Reißer, aber wer sich auf „Death Is This Communion“ einlässt und sich nicht am Sound stört, der nahe legt, dass die Platte mal „remastered“ werden könnte, wird mit einem spannenden Hörerlebnis belohnt. Anspieltipps: „Fury Whip“, „Death Is This Communion“, „DII“ und „Return to NOD“.

Trackliste:
01. Fury Whip
02. Waste Of Tiamat
03. Death Is This Communion
04. Khanrad's Wall
05. Turk
06. Headhunter
07. Rumors Of War
08. DII
09. Cyclopian Scape
10. Ethereal
11. Return To Nod
Spielzeit: 00:56:48

Line-Up:
Matt Pike - Vocals/Guitar
Des Kensel - Drums
Jeff Matz - Bass
Thomas Meyns [Metalviech]
24.09.2007 | 13:23
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